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Mutterschaftsgeld-Rechner 2026: KK & Arbeitgeberzuschuss
Mutterschaftsgeld-Rechner 2026: KK- und Arbeitgeberzuschuss schätzen (§ 24i SGB V, 13 €/Tag). Netto, Schutzfrist, PDF/CSV – kostenlos. Keine Rechtsberatung.
Mutterschaftsgeld-Rechner 2026: wofür du ihn brauchst
Mit diesem Tool schätzt du die typische Aufteilung zwischen Krankenkasse und Arbeitgeberzuschuss aus deinem Monatsnetto — inklusive Summe über die Schutzfrist. Orientierung, kein Kassenbescheid. Mehr: Lexikon Mutterschaftsgeld. Auch im Minijob gilt der Anspruch unabhängig vom Beschäftigungsstatus — entscheidend ist dein Durchschnittsverdienst vor der Schutzfrist, nicht die Minijob-Grenze.
Wer zahlt was, und warum du zwei Beträge siehst
Die GKV leistet nach § 24i SGB V bis 13 €/Kalendertag (2026). Liegt dein Kalendertagssatz (Netto ÷ 30) darüber, ergänzt der Arbeitgeber die Differenz — zusammen entspricht das deinem gewohnten Netto in der Schutzfrist.
Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Mutterschutzlohn
Mutterschaftsgeld (GKV + AG) gehört zur Mutterschutzzeit. Elterngeld ist eine eigene Leistung (BEEG) mit eigener Berechnung — Elterngeldrechner, Details im Vergleichsabschnitt unten. Mutterschutzlohn betrifft individuelle Beschäftigungsverbote außerhalb der festen Schutzfristen.
Brutto, Netto und Export
Nur Brutto bekannt? Nutze den Brutto-Netto-Rechner — dieselbe Netto-Schätzung wie hier. Ergebnis optional als PDF/CSV nach einmaliger E-Mail-Freigabe.
So funktioniert die Schätzung
| Schritt | Bedeutung |
|---|---|
| 1. Monatsnetto | Durchschnitt aus relevanten Monaten vor Schutzfristbeginn (idealerweise Lohnabrechnungen). |
| 2. Kalendertagssatz | Netto ÷ 30 (Vereinfachung im Rechner). |
| 3. Krankenkasse / Tag | Minimum aus Tagssatz und 13 € Höchstbetrag. |
| 4. Arbeitgeberzuschuss / Tag | Tagssatz minus KK-Anteil im Modell. |
Zwei durchgerechnete Beispiele zeigen, wie die 13-€-Grenze wirkt — mit exakten Zahlen aus der Rechner-Logik, nicht nur der Formel. Beide Beispiele nutzen dasselbe Modell: Erst wird dein Netto auf einen Kalendertagssatz umgelegt, dann greift die 13-€-Obergrenze der Krankenkasse, und erst danach — falls dein Tagessatz höher liegt — springt der Arbeitgeber für die Differenz ein.
Beispiel 1: 300 € Netto (unter dem Cap)
Tagssatz 300 € ÷ 30 = 10 €/Tag. Da 10 € unter dem 13-€-Höchstbetrag liegt, zahlt allein die Krankenkasse 10 €/Tag (300 €/Monat) — der Arbeitgeberzuschuss ist 0 €. Über die 98-tägige Schutzfrist ergibt das 980 € Gesamtbetrag.
Beispiel 2: 6.000 € Netto (Arbeitgeberzuschuss greift)
Tagssatz 6.000 € ÷ 30 = 200 €/Tag. Die Krankenkasse zahlt maximal 13 €/Tag (390 €/Monat), der Arbeitgeber ergänzt die restlichen 187 €/Tag (5.610 €/Monat) — zusammen dein gewohntes Netto. Über 98 Tage: 19.600 € Gesamtbetrag, davon 187 €/Tag Arbeitgeberzuschuss.
Grenzfall: 390 € Netto (exakt am KK-Höchstbetrag)
Tagssatz 390 € ÷ 30 = 13 €/Tag — exakt der Höchstbetrag. Die Kasse deckt den vollen Betrag, der Arbeitgeberzuschuss bleibt bei 0 €. Erst ab einem Tagessatz über 13 € (also Netto über 390 €) beginnt der Arbeitgeberanteil zu greifen.
Vereinfachtes Modell zur Orientierung — keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Kassenbescheid und Lohnabrechnung.
Schutzfrist, Dauer und die Summe über den Zeitraum
Die Leistungsdauer richtet sich nach deinem Fall und der Bewilligung der Krankenkasse. Im Rechner wählst du zwischen zwei Kalendertage-Presets für eine ungefähre Gesamtsumme (Tagssatz × Tage) — die Mehrling-Variante verlängert nur die Tage, nicht den Tagessatz.
98 Kalendertage
Regelfall: 6 Wochen vor + 8 Wochen nach Entbindung. Bei 300 € Netto: 980 € Gesamtbetrag.
112 Kalendertage
Längere Frist nach Geburt (z. B. Mehrlingsgeburt). Bei 300 € Netto: 1.120 € Gesamtbetrag — 140 € mehr durch die 14 zusätzlichen Tage.
Unterlagen & mehrere Jobs
Lohnabrechnungen zum Regelentgelt; bei Wechseln Kasse einbeziehen
Hinweis
Die Tageswahl im Tool multipliziert nur den Tagssatz — sie ersetzt keine Auskunft zur tatsächlichen Mutterschutzfrist oder Zahlungsdauer. Den Fristbeginn (in der Regel 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin) bestätigt dir die Krankenkasse — das ist ein anderes Thema als die Höhe des Mutterschaftsgeldes (dafür gibt es separate Mutterschutzrechner bei KK-Anbietern). Mehr zum Rahmen: Mutterschutzgesetz.
Mutterschaftsgeld vs. Elterngeld und andere Leistungen
Beide Leistungen unterstützen Eltern, aber zu unterschiedlichen Zeiten und nach unterschiedlichen Gesetzen — sie werden getrennt beantragt und getrennt berechnet. Ein häufiger Punkt zur Abgrenzung: Für den Zeitraum der Mutterschutzfrist wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet (§ 3 BEEG) — beide Leistungen werden für dieselben Tage nicht zusätzlich addiert, auch wenn die Berechnung getrennt läuft.
| Merkmal | Mutterschaftsgeld | Elterngeld |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 24i SGB V (MuSchG) | BEEG |
| Zeitraum | Schutzfrist: 6 Wochen vor bis 8 (bzw. 12) Wochen nach Geburt | Nach der Schutzfrist, bis 12 (14) bzw. 24 Monate |
| Wer zahlt | Krankenkasse + Arbeitgeberzuschuss | Elterngeldstelle (Land) |
| Berechnungsbasis | Netto der letzten Monate vor Schutzfrist, gedeckelt auf 13 €/Tag KK-Anteil | Elterngeldnetto × Ersatzrate (65–100 %), gedeckelt auf 300–1.800 €/Monat |
| Zuständige Stelle | Gesetzliche Krankenkasse (bzw. Arbeitgeber für den Zuschuss) | Elterngeldstelle des Bundeslandes |
Chronologische Reihenfolge
Erst Mutterschaftsgeld während der Schutzfrist, danach Elterngeld — kein zeitliches Überlappen der beiden Leistungen. Für die Elterngeld-Schätzung: Elterngeldrechner (Basis vs. ElterngeldPlus, Geschwisterbonus, Einkommensgrenze).
Krankengeld und Mutterschutzlohn
Bei Krankheit und AU: Krankengeld-Rechner — anderer Fall als Mutterschutz. Mutterschutzlohn bei individuellen Beschäftigungsverboten außerhalb der festen Schutzfristen ist wiederum separat und wird vom Arbeitgeber getragen.
PKV, familienversichert und typische Grenzen
Die Standardformel oben gilt für gesetzlich Versicherte (GKV). Bist du privat oder familienversichert, greifen andere Regeln — aufklappen für die passende Orientierung samt Rechenbeispiel.
PKV (Arbeitnehmerin): BAS-Einmalzahlung und Arbeitgeberzuschuss
Privat Versicherte erhalten kein § 24i-Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse — stattdessen: eine Einmalzahlung vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) von bis zu 210 € (bei Anspruch) plus einen Arbeitgeberzuschuss, der auf einem fiktiven 13-€-Tagessockel basiert.
Rechenbeispiel bei 6.000 € Netto: Tagessatz 200 €, davon 13 € fiktiver GKV-Sockel → Arbeitgeberzuschuss 187 €/Tag (5.610 €/Monat). Über 98 Tage macht das 18.326 € Arbeitgeberzuschuss plus die 210 € BAS-Einmalzahlung — zusammen rund 18.536 € Orientierungssumme.
Das ist nicht die § 24i-GKV-Logik, sondern ein eigenes Modell — die BAS und dein Arbeitgeber prüfen den tatsächlichen Anspruch separat.
Familienversicherung
Ohne eigene GKV-Mitgliedschaft besteht kein Anspruch nach § 24i SGB V — der Rechner liefert dann keine belastbare €-Schätzung nach dem GKV-Muster. Ansprechpartner für die individuelle Klärung: deine (bzw. die familienversichernde) Krankenkasse, die PKV, das BAS oder eine Fachberatung.
GKV, Minijob und typische Grenzen der Schätzung
Bei Minijob hängt der Anspruch vom Versicherungsstatus ab, nicht von der Minijob-Grenze selbst — bist du gesetzlich krankenversichert, gilt § 24i SGB V wie bei jeder anderen Beschäftigung. Zur Einordnung: Minijob-Rechner.
Mehrere Tarife, Mehrfachbeschäftigung, Auslandsbezüge, Sonderzahlungen oder ein Arbeitgeberwechsel kurz vor der Schutzfrist machen die Bemessung schnell komplexer, als eine Pauschal-Eingabe abbilden kann — im Zweifel Kasse oder Arbeitgeber direkt fragen.
Nicht jedes Modell passt
Mehrere Tarife, Auslandsbezüge oder ungewöhnliche Beschäftigungsmodelle überfordern eine Pauschal-Eingabe schnell — im Zweifel Kasse oder Arbeitgeber fragen.
Für HR und Lohnabrechnung
Für die Lohnabrechnung ist vor allem die Arbeitgeberzuschuss-Formel relevant — sie bestimmt, welchen Anteil dein Betrieb zusätzlich zur Krankenkasse zahlt. In der Praxis lohnt sich eine kurze Vorab-Schätzung mit dieser Formel, bevor die Kasse ihren Bescheid schickt, damit Personalabteilung und Lohnbuchhaltung die zu erwartende Zahlungsverpflichtung im Blick haben.
Arbeitgeberzuschuss-Formel
Nettogehalt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate ÷ Kalendertage im Bemessungszeitraum − 13 €/Tag KK-Anteil = Arbeitgeberzuschuss pro Tag. Beispiel: 6.000 € Durchschnittsnetto ÷ 30 Tage = 200 €/Tag, minus 13 € KK-Anteil = 187 €/Tag Arbeitgeberzuschuss.
Orientierung für Personal & Lohn
Typische Aufteilung KK/AG erklären — ersetzt keine kassenrechtliche Prüfung
Typische Anlässe im Team
Rückfragen vor Mutterschutz, Abstimmung mit der Kasse
Prozesse im Betrieb
Mutterschutz und Abwesenheiten in Ordio abbilden
Mutterschutz und Lohnabrechnung: Abwesenheiten und Payroll in Ordio — nachvollziehbare Daten und Freigaben. Den gezahlten Arbeitgeberzuschuss erstattet die Krankenkasse in der Regel über die U2-Mutterschaftsgeldumlage vollständig.
Weitere kostenlose Tools
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Häufige Fragen zum Mutterschaftsgeld-Rechner 2026
Wie rechnet der Mutterschaftsgeld-Rechner?
Gesetzlich versichert (GKV): Aus deinem durchschnittlichen Monatsnetto bildet das Tool einen Kalendertagssatz (Netto ÷ 30). Die Krankenkasse leistet pro Tag bis zum gesetzlichen Höchstbetrag nach § 24i SGB V (13 € pro Kalendertag, Stand 2026). Liegt der Tagssatz höher, weist das Modell die Differenz als Arbeitgeberzuschuss aus.
Privat versichert (Arbeitnehmerin): Es gilt eine eigene Orientierung (MuSchG): Einmalzahlung bis 210 € beim Bundesamt für Soziale Sicherung, wenn Anspruch besteht, plus Arbeitgeberzuschuss mit fiktivem 13-€-Tagesbezug. Das ist nicht dieselbe Logik wie § 24i GKV. Details: Lexikon Mutterschaftsgeld.
Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld ungefähr?
Die Höhe hängt von deinem Bemessungsentgelt bzw. dem Netto ab, das die Krankenkasse zugrunde legt. Im Rechner entsteht ein Kalendertagssatz aus deinem Monatsnetto (÷ 30). Die Kasse zahlt höchstens 13 € pro Kalendertag; darunter entspricht die Kassenleistung dem niedrigeren Tagssatz.
Das Ergebnis ist eine Schätzung. Verbindlich sind der Bescheid der Kasse und deine Lohnabrechnung.
Was bedeutet der Höchstbetrag von 13 Euro pro Kalendertag?
Nach § 24i Abs. 2 SGB V zahlt die gesetzliche Krankenkasse für das Mutterschaftsgeld höchstens 13 € pro Kalendertag (häufig als 390 € pro 30-Tage-Monat dargestellt, wenn der Tagssatz über 13 € liegt). Liegt dein aus dem Netto abgeleiteter Tagssatz darunter, orientiert sich die Kassenleistung an diesem niedrigeren Wert.
Wer zahlt Mutterschaftsgeld: Krankenkasse oder Arbeitgeber?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt das Mutterschaftsgeld nach § 24i SGB V bis zum Höchstbetrag pro Kalendertag (13 €, Stand 2026).
Liegt dein typisches Netto über dem, was sich aus der Kassenleistung ergibt, zeigt der Rechner den üblichen Arbeitgeberzuschuss als Differenz. Wie Erstattung und Buchung im Einzelfall laufen, klären Kasse, Arbeitgeber und ggf. Merkblätter.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld genau?
Der Arbeitgeberzuschuss pro Tag ist die Differenz zwischen deinem Kalendertagssatz (Durchschnittsnetto ÷ 30 im Rechner) und dem KK-Anteil (maximal 13 €/Tag bei GKV).
Beispiel: Bei 6.000 € Netto ergibt sich ein Tagssatz von 200 € — die Kasse zahlt 13 €, der Arbeitgeber ergänzt 187 € pro Tag. Liegt dein Tagssatz unter 13 €, entfällt der Arbeitgeberzuschuss. Der Arbeitgeber wird den Zuschuss in der Regel über die U2-Umlage erstattet.
Welches Netto soll ich für die Schätzung eintragen?
Orientierung bieten die letzten drei Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist, in der Praxis oft als Durchschnitt aus den Lohnabrechnungen.
Wenn du nur Brutto hast, kannst du im Rechner das Netto schätzen (gleiches Modell wie im Brutto-Netto-Rechner).
Wie lange bekommt man Mutterschaftsgeld?
Die Leistungsdauer und der genaue Zeitraum richten sich nach deinem Fall und der Bewilligung durch die Krankenkasse (etwa bei verlängertem Schutz nach der Geburt). Im Rechner kannst du für eine Summen-Einordnung z. B. 98 oder 112 Kalendertage wählen. Das ersetzt keine Auskunft zur tatsächlichen Zahlungsdauer.
Was bedeutet die Summe über die Schutzfrist im Rechner?
Der Rechner multipliziert den Kalendertagssatz mit der gewählten Anzahl Kalendertage (z. B. 98 im Regelfall oder 112 bei längerer Schutzfrist nach der Geburt). Das ist eine grobe Gesamtsumme zur Einordnung, ohne Abzüge und ohne steuerliche Bewertung. Sie ersetzt keinen Bescheid.
Gilt der Rechner für privat Versicherte und die Einmalzahlung beim Bundesamt?
Wähle Privat versichert (Arbeitnehmerin): Dann zeigt das Tool eine Orientierung zur Einmalzahlung (bis zu 210 € beim Bundesamt für Soziale Sicherung, wenn Anspruch; Höhe und Voraussetzungen am geltenden Recht prüfen) und zum Arbeitgeberzuschuss mit fiktivem 13-€-Tagesbezug. Das ist nicht die GKV-Logik von § 24i.
Für verbindliche Beträge gelten BAS, PKV und Arbeitgeber im Einzelfall.
Was gilt bei Familienversicherung ohne eigene GKV-Leistung nach § 24i?
In diesen Fällen liefert dieses Tool keine €-Schätzung nach dem GKV-Muster oben. Bitte Krankenkasse (z. B. der mitversicherten Person), PKV oder Bundesamt einbeziehen. Mehr Hintergrund: Lexikon Mutterschaftsgeld.
Worin unterscheiden sich Mutterschaftsgeld und Elterngeld?
Mutterschaftsgeld (hier: Fokus GKV und typischer Arbeitgeberzuschuss) hängt mit dem Mutterschutz und § 24i SGB V zusammen. Elterngeld ist eine eigene Leistung nach dem BEEG mit anderen Voraussetzungen, Bezugszeiten und Anträgen.
Für eine Schätzung zum Elterngeld nutze unseren Elterngeldrechner.
Kann ich die Berechnung als PDF oder CSV exportieren?
Ja. Nach Name, E-Mail und Einwilligung zu den im Dialog beschriebenen Zwecken (Marketing-Consent) kannst du das Ergebnis als PDF oder CSV herunterladen. Die genauen Felder und Hinweise stehen im Export-Dialog auf der Seite.
Ersetzt der Rechner einen Bescheid der Krankenkasse?
Nein. Das Tool liefert eine vereinfachte Orientierung. Regelentgelt, Zeiträume und Sonderfälle kann die Krankenkasse anders bewerten als eine Online-Eingabe. Für verbindliche Fragen nutze Unterlagen und die Kasse.