ALG 1 Rechner

Arbeitslosengeld-Rechner 2026: Höhe ALG 1 berechnen

Mit dem Rechner schätzt du die Höhe, Anspruchsdauer und den Effekt von Nebenverdienst — auf Basis der Sätze 60 % bzw. 67 % vom Netto (2026 bis ca. 2.940 €). Keine Steuerklasse nötig; verbindlich bleibt der Bescheid der Agentur für Arbeit.

Was ist Arbeitslosengeld 1 (ALG 1)?

  • Pflichtversicherung

    Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung begründet ALG-1-Anwartschaft — 12 Monate in 30 Monaten.

  • Minijob

    Geringfügige Beschäftigung zahlt in der Regel keine Arbeitslosenversicherung und begründet keinen ALG-1-Anspruch.

  • Selbstständig

    Ohne freiwillige Arbeitslosenversicherung in der Regel kein ALG 1 — Ausnahme nur bei nachgewiesener Versicherung.

Kurz zusammengefasst

Wie wird Arbeitslosengeld 1 berechnet?

  • Ohne Kinder — 60 %

  • Mit Kindern — 67 %

So rechnet die Agentur genauer
Netto / Monat60 % (ohne Kind)67 % (mit Kind)Hinweis
1.500 €900 €1.005 €unter Höchstbetrag
2.000 €1.200 €1.340 €unter Höchstbetrag
2.500 €1.500 €1.675 €unter Höchstbetrag
3.000 €1.800 €2.010 €unter Höchstbetrag
5.000 €ca. 2.940 €ca. 2.940 €BBG-Deckel (nicht 3.000 / 3.350)
3.000 € brutto ≈ 2.400 € netto1.440 €1.608 €80-%-Proxy, wenn nur Brutto bekannt

Anspruchsdauer: Wie lange bekommt man Arbeitslosengeld 1?

Versicherungspflichtige MonateAlterALG-Dauer (Monate)
126
168
2010
2412
Versicherungspflichtige MonateMindestalterALG-Dauer (Monate)
305015
365518
485824

Beispiel — 24 Monate und 55 Jahre

Was zählt als Versicherungsmonat — und was nicht?
Versicherungspflichtige MonateAlterALG-Dauer
12456 Monate
245512 Monate — nicht 18
365518 Monate
485824 Monate (Maximum)

Arbeitslos melden: Schritt-für-Schritt Anleitung 2026

  • Online

    Portal arbeitsagentur.de — rund um die Uhr

  • Telefonisch

    Servicehotline — Bestätigung notieren

  • Persönlich

    Zuständige Agentur — auch ohne Termin möglich

  1. Arbeitssuchend melden

    Sobald das Beschäftigungsende feststeht — 3 Monate vorher oder innerhalb von 3 Tagen.

  2. Arbeitslos melden

    Spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung — online, telefonisch oder persönlich.

  3. Dokumente bereithalten

    Personalausweis, Arbeitsbescheinigung, Lohnabrechnungen, Sozialversicherungsausweis.

  4. Bestätigung aufbewahren

    Meldungsbestätigung sichern — Grundlage für den ALG-1-Antrag.

  5. Antrag auf ALG 1 stellen

    Arbeitslosmeldung ≠ Leistungsantrag. Auszahlung in der Regel zum Monatsende.

Fristen beachten

Welche Unterlagen brauche ich?
Wann wird ALG 1 ausgezahlt?

Nebenverdienst bei Arbeitslosengeld: Was ist erlaubt?

NebenverdienstÜber 165 € FreibetragBeispiel bei 1.200 € ALG 1
165 €0 €1.200 € bleiben
200 €35 €Abzug 84 € → 1.116 € (Formel: (200−165)÷100 × 20 % × ALG)
603 € Minijob438 €Anteilig angerechnet, max. 80 % Abzug; unter 15 h/Woche bleiben

Erlaubt

  • Nebenverdienst bis 165 €

    Bleibt unangerechnet

  • Minijob (603 €)

    Erlaubt, wird über Freibetrag angerechnet

  • Selbstständige Tätigkeit

    Erlaubt, aber meldepflichtig

Wichtig zu beachten

  • Meldepflicht

    Jeden Nebenverdienst der Agentur melden

  • Maximaler Abzug

    Höchstens 80 % des ALG 1

  • Vollzeitbeschäftigung

    Erlischt der ALG-1-Anspruch

Selbstständig und Meldepflicht

Höchstbetrag und Bemessungsgrenze für Arbeitslosengeld 1 (2026)

  • Rechner-Obergrenze

    ca. 2.940 € Höchstbetrag pro Monat 2026 — vereinfacht, ohne Steuerklasse

  • BA-Spannweite

    Reale Höchstbeträge je Steuerklasse oft ca. 2.900–3.600 € — der BA-Rechner ist genauer

Netto / Monat60 % rechnerisch67 % rechnerischIn diesem Rechner
4.000 €2.400 €2.680 €ohne Deckel
4.900 €2.940 €3.283 €ca. 2.940 € (Deckel)
5.000 €3.000 €3.350 €ca. 2.940 € (Deckel)
Warum weicht die BA vom 2.940-€-Deckel ab?

Voraussetzungen für Arbeitslosengeld 1: Wer hat Anspruch?

PrüfungZeitfensterSchwelle
Anwartschaft30 Monate vor der Meldung12 Versicherungsmonate
Anspruchsdauerbis 5 Jahre (verlängerte Rahmenfrist)12–48 Monate plus Alter 50/55/58
Verfügbarkeitwährend des Bezugsin der Regel unter 15 h Nebenjob, bereit für 15+ h Arbeit
  • Anwartschaft in der Rahmenfrist

    Mind. 12 Monate Pflichtversicherung in den letzten 30 Monaten — nicht zwingend am Stück

  • Arbeitslos gemeldet

    Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit bei der Agentur

  • Verfügbar und arbeitsfähig

    Bereit für zumutbare Arbeit, in der Regel mindestens 15 Stunden/Woche

  • Keine Sperrzeit

    Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund kann bis 12 Wochen sperren

Ausnahmen: Kindererziehung, Krankengeld, Befristung
Wann gelten 67 % statt 60 %?
Was bedeutet verfügbar für 15 Stunden?

ALG 1 vs. ALG 2 vs. Bürgergeld: Der Vergleich

KriteriumALG 1ALG 2 / Bürgergeld
Art der LeistungVersicherungsleistungGrundsicherung
Voraussetzung12 Monate in 30-Monats-RahmenfristBedürftigkeit
Höhe60 % / 67 % Netto (max. ca. 2.940 € bundeseinheitlich)Regelsatz + Wohnkosten
Dauer6–24 Monate (§ 147)Unbegrenzt bei Bedürftigkeit
ZuständigkeitBundesagentur für ArbeitJobcenter
VermögensprüfungNeinJa (Schonvermögen)
Steuersteuerfrei, Progressionsvorbehaltsteuerfrei, Progressionsvorbehalt

Unterschied ALG 1 und Bürgergeld

Was wird auf Arbeitslosengeld 1 angerechnet?

AnlassWirkung (Orientierung)
Eigenkündigung / Aufhebungsvertrag ohne wichtigen GrundSperrzeit bis 12 Wochen — Leistungsbeginn später, Anspruchsdauer verkürzt sich
Verspätete Arbeitssuchend- oder ArbeitslosmeldungSperrzeit möglich (oft kürzer als 12 Wochen) — Meldung und Antrag sind getrennt
Ablehnung zumutbarer ArbeitSperrzeit bis 12 Wochen möglich
AbfindungKann Ruhenszeit auslösen; Höhe und Tarifbindung prüft die Agentur
Nebenverdienst und Minijob
Abfindung und Ruhenszeit
Sperrzeit, Einmalzahlungen, Krankengeld

Meldepflicht

Tipps und häufige Fehler beim Arbeitslosengeld 1

  • Zuerst arbeitssuchend

    3 Monate vorher oder innerhalb von 3 Tagen — nicht erst am letzten Arbeitstag.

  • Am Tag 1 arbeitslos

    Zweiter Schritt; erst danach der Leistungsantrag. Auszahlung in der Regel zum Monatsende.

  • Unterlagen sichern

  • Bescheid prüfen

    Agentur-Bescheid mit diesem Rechner und dem BA-Rechner abgleichen.

Häufige Fehler vermeiden

Entdecke weitere Rechner für Zeiterfassung, Lohnabrechnung und Personalmanagement.

Häufige Fragen zum Arbeitslosengeld-Rechner 2026

Wie viel Arbeitslosengeld bekommt man 2026?

60 % (ohne Kind) bzw. 67 % (mit Kind im Haushalt) vom Netto — 2026 maximal ca. 2.940 € im Monat. Die genaue Höhe hängt vom Bemessungsentgelt der letzten 12 Monate ab. Netto eingeben oder die Brutto-Schätzung (80 %) im Rechner nutzen.

Wie viel Prozent Arbeitslosengeld bekommt man?

Arbeitslosengeld 1 beträgt 60 % des Bemessungsentgelts ohne Kind und 67 % mit Kind im Haushalt (Kinderfreibetrag) — nicht 100 % des Nettos und nicht automatisch nur durch Kindergeld. Liegt der Betrag über der Beitragsbemessungsgrenze, gilt der Höchstbetrag (2026 ca. 2.940 €). Beispiele stehen im Abschnitt zur Berechnung.

Wie hoch ist das Arbeitslosengeld 2026?

2026 gelten 60 % bzw. 67 % vom Netto, bundeseinheitlicher Höchstbetrag ca. 2.940 € (seit 2025 ohne West/Ost-Trennung). Orientierung: 2.000 € netto → 1.200 € / 1.340 € ALG 1. Trage deine Werte ein — verbindlich ist der Bescheid der Agentur für Arbeit.

Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld 1?

Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hast du, wenn du in der 30-Monats-Rahmenfrist mindestens 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt warst, arbeitslos bist und der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehst. Die Monate müssen nicht lückenlos sein. Ausnahmen (z. B. Kindererziehung, Krankengeld, verkürzte Anwartschaft bei Befristung) prüft die Agentur. Mehr im Abschnitt „Voraussetzungen“ und im Lexikon zu Lohnersatzleistungen.

Wird Arbeitslosengeld 1 vom Brutto oder vom Netto berechnet?

Die Leistungshöhe bemisst sich am Netto (Leistungsentgelt nach SGB III), nicht am Bruttolohn. Dieser Rechner fragt keine Steuerklasse: du gibst Netto ein oder wir schätzen 80 % vom Brutto. Die Agentur für Arbeit rechnet genauer (12-Monats-Brutto, SV-Pauschale, Lohnsteuer). Für Brutto-Netto nutze den Brutto-Netto-Rechner; deinen ALG-1-Betrag berechnest du direkt im Formular auf dieser Seite.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1500 € netto?

Bei einem durchschnittlichen Netto von 1.500 € liegen 60 % bei 900 € und 67 % (mit Kind) bei 1.005 €. Beide Werte liegen unter der Bemessungsgrenze 2026 (ca. 2.940 €). Die tatsächliche Höhe hängt von deinem Bemessungszeitraum ab — im Rechner kannst du den Betrag direkt ausrechnen.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € Netto entsprechen 60 % genau 1.200 €, mit Kind 67 % = 1.340 €. Liegen 60 % oder 67 % über der Bemessungsgrenze, gilt der Höchstbetrag — der Rechner berücksichtigt das automatisch.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 3000 € netto?

Aus 3.000 € Netto ergeben sich rechnerisch 60 % = 1.800 € bzw. 67 % mit Kind = 2.010 € — beides unter der Bemessungsgrenze (ca. 2.940 €). Für deinen persönlichen Bemessungszeitraum und Kinderfreibeträge nutze den Rechner.

Wie hoch sind Höchstsatz und Bemessungsgrenze für Arbeitslosengeld 1 im Jahr 2026?

Für 2026 beträgt der im Rechner verwendete Höchstbetrag ca. 2.940 € monatlich — bundeseinheitlich, weil die Beitragsbemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung seit 2025 nicht mehr nach West/Ost getrennt ist (BBG ca. 8.450 €/Monat). Die reale Höhe der Agentur kann je Steuerklasse etwa 2.900–3.600 € betragen. Liegen 60 % oder 67 % deines Bemessungsentgelts darunter, erhältst du den niedrigeren, berechneten Betrag.

Wie lange bekommt man Arbeitslosengeld 1 – und ab wann bis zu 24 Monate?

Die Dauer folgt SGB III § 147, nicht „plus 2 Monate pro Lebensjahr“. Unter 50: 12/16/20/24 Versicherungsmonate → 6/8/10/12 Monate ALG. Mit Alter 50/55/58 und 30/36/48 Monaten → 15/18/24 Monate. Beispiel: 24 Monate beschäftigt und 55 Jahre alt → 12 Monate (18 Monate brauchen 36 Versicherungsmonate). Tabellen stehen im Abschnitt zur Anspruchsdauer.

Wann und wie muss ich mich arbeitslos melden?

Die Arbeitslosmeldung erfolgt spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit — online, telefonisch oder vor Ort. Zuvor oder parallel: Arbeitssuchendmeldung (in der Regel 3 Monate vorher, sonst innerhalb von 3 Tagen nach Kenntnis). Verspätung kann eine Sperrzeit bis 12 Wochen bedeuten. Die Meldung ist noch nicht der Leistungsantrag.

Was ist der Unterschied zwischen arbeitssuchend und arbeitslos melden?

Arbeitssuchend meldest du dich, sobald das Beschäftigungsende feststeht — gesetzlich spätestens 3 Monate vorher, bei kürzerer Kenntnis innerhalb von 3 Tagen. Arbeitslos meldest du dich erst am ersten Tag ohne Beschäftigung. Beide Schritte sind nötig; nur die Arbeitslosmeldung löst den Leistungsbezug aus. Details im Abschnitt „Arbeitslos melden“.

Wie stelle ich einen Antrag auf Arbeitslosengeld 1?

Nach der Arbeitslosmeldung stellst du den Antrag auf Arbeitslosengeld gesondert — häufig digital über die Agentur für Arbeit. Formulare und Hilfen stellt die Agentur online bereit. Halte Unterlagen zu Beschäftigung und Entgelt bereit; die Arbeitsbescheinigung-Vorlage hilft bei der Zusammenstellung. Eine feste Bearbeitungsfrist gibt es nicht — oft einige Wochen, je nach Vollständigkeit der Unterlagen.

Ist Arbeitslosengeld steuerfrei?

Ja: ALG 1 selbst wird nicht wie Gehalt versteuert. Es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: du gibst es in der Steuererklärung an, und es kann den Steuersatz auf dein übriges Einkommen (z. B. Gehalt vor oder nach ALG) erhöhen. Bürgergeld folgt einem ähnlichen Muster. Dieser Rechner schätzt nur die ALG-Höhe, nicht die Einkommensteuer.

Wann wird Arbeitslosengeld ausgezahlt?

ALG 1 wird in der Regel monatlich nachträglich zum Monatsende überwiesen — nicht am 1. des Monats wie ein Gehalt. Der erste Betrag kann sich verzögern, bis Meldung, Antrag und Nachweise vorliegen. Eine Sperrzeit verschiebt den Leistungsbeginn, nicht nur den Kalendertag der Überweisung.

Wie viel darf ich neben Arbeitslosengeld 1 hinzuverdienen?

Du hast einen monatlichen Freibetrag von 165 €: Einkünfte darüber werden auf das ALG 1 angerechnet — für jeden vollen 100 € über dem Freibetrag entfällt 20 % des ALG 1, höchstens jedoch 80 %. Die wöchentliche Arbeitszeit bleibt unter 15 Stunden. Jeden Nebenverdienst musst du der Agentur für Arbeit anzeigen.

Wird ein Minijob auf Arbeitslosengeld 1 angerechnet?

Ja. Geringfügige Beschäftigung zählt als Einkommen; ab 2026 liegt die Minijob-Grenze bei 603 € monatlich (Suchen nach „520 €“ beziehen sich auf frühere Jahre). Von deinem Minijob bleiben 165 € unberührt, der Rest wird nach der 20 %-Regel je 100 € angerechnet. Details im Minijob-Rechner.

Was wird auf Arbeitslosengeld 1 angerechnet – und wann droht eine Sperrzeit?

Neben Nebenverdienst können Abfindungen, Sonderzahlungen oder andere Einkünfte die Höhe oder den Leistungsbeginn beeinflussen. Bei Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund droht eine Sperrzeit bis 12 Wochen — die Anspruchsdauer verkürzt sich entsprechend. Im Zweifel die Agentur für Arbeit fragen; Details im Abschnitt zur Anrechnung.

Warum fragt der Rechner keine Steuerklasse für Arbeitslosengeld?

Die Agentur für Arbeit ermittelt das Leistungsentgelt mit Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer — dafür braucht sie die Steuerklasse. Dieser Rechner bleibt eine Orientierung: Netto direkt oder 80 % vom Brutto, ohne Steuerklasse im Formular. Für Netto aus dem Job: Brutto-Netto-Rechner. Verbindlich: offizieller Rechner der Agentur für Arbeit.

Was bedeutet die Rahmenfrist beim Arbeitslosengeld 1?

Die Rahmenfrist beträgt in der Regel 30 Monate vor der Arbeitslosmeldung: In diesem Fenster musst du mindestens 12 Monate in der Arbeitslosenversicherung gewesen sein (Anwartschaft). Die Anspruchsdauer (6–24 Monate) richtet sich zusätzlich nach Versicherungsmonaten in einer längeren Frist (bis 5 Jahre) und dem Alter — siehe § 147 und die Felder Dauer im Rechner.