Du willst schnell wissen, wie viele Urlaubstage dir zustehen – bei Resturlaub, Teilzeit, Minijob, Kündigung oder Probezeit? Trage Beschäftigungsbeginn, Arbeitstage pro Woche und optional dein Vertragsurlaub ein: Der Rechner orientiert sich am Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), rundet nach § 5 und kann Schwerbehinderung sowie einen Stundenmodus abbilden. Mit Bundesland siehst du außerdem Feiertage für Planungstipps.
Der Rechner oben liefert eine Orientierung nach BUrlG – ersetzt aber keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Hier die wichtigsten Einordnungen, Tabellen und Links zum Lexikon und zu weiteren Tools.
Diese Schritte entsprechen auch der HowTo-Struktur in den strukturierten Daten auf dieser Seite.
| Woche | Mindesturlaub (BUrlG §3) |
|---|---|
| 6 Arbeitstage (Mo–Sa) | 24 Werktage |
| 5 Arbeitstage (Mo–Fr) | 20 Arbeitstage (üblich) |
Mehr Hintergrund: Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), Urlaubsanspruch, Resturlaub.
Resturlaub ist nicht genommener Urlaub aus deinem Kontingent. Bei Austritt richtet sich die Höhe oft nach § 5 BUrlG (u. a. Zwanzigstelregelung) und deinen Beschäftigungsmonaten – nicht nach vereinfachten „zweites-Halbjahr“-Stories.
Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Mindesturlaub, der sich an der Zahl der Arbeitstage pro Woche orientiert. Wer fünf Tage arbeitet, hat typischerweise 20 Urlaubstage Anspruch; wer sechs Tage arbeitet, 24 Werktage. Das Gesetz unterscheidet bewusst zwischen Werktagen und dem, was im Alltag oft „Arbeitstage“ heißt – im Zweifel zählen Vertrag und Betriebspraxis.
§ 4 BUrlG regelt den Zeitpunkt, ab dem du in einem neuen Arbeitsverhältnis in den Genuss des vollen Jahresurlaubs kommst: In der Regel nach sechs Monaten ununterbrochener Zugehörigkeit zum selben Arbeitgeber. Bis dahin steht oft ein anteiliger Urlaub zu – berechnet über die vollen Kalendermonate der Beschäftigung. Unser Rechner bildet diese Wartezeit und die anteilige Logik ab, damit du eine erste Orientierung erhältst.
§ 5 BUrlG ist zentral, wenn das Arbeitsverhältnis endet oder wenn du nur einen Teil des Jahres gearbeitet hast. Die sogenannte Zwanzigstelregelung (Anteil je vollem Beschäftigungsmonat) spielt hier eine große Rolle. Vereinfachte Merksätze zum „zweiten Halbjahr“ oder „automatisch voller Urlaub“ führen in der Praxis oft zu Streit – deshalb betonen wir: Einzelfall prüfen, Vertrag und interne Regelungen lesen, und bei Unsicherheit professionelle Hilfe einholen.
Bei Teilzeit ändert sich der Mindesturlaub, wenn du weniger Tage pro Woche arbeitest als in Vollzeit üblich – nicht automatisch, weil du weniger Stunden leistest. Ein Minijob mit zwei festen Arbeitstagen pro Woche führt damit zu einem anderen Jahresurlaub als ein Job mit fünf festen Tagen. Für Stundenmodelle bietet der Rechner zusätzlich einen Stundenmodus, der die Umrechnung näherungsweise abbildet – immer mit dem Hinweis, dass dein Arbeitgeber und Tarif die maßgebliche Quelle bleiben.
Wer Schwerbehinderung im Sinne des SGB IX vorliegen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen mit zusätzlichen Erholungstagen rechnen – der Rechner kann die gängige Ergänzung von fünf Tagen berücksichtigen, sofern du die Option aktivierst. Jugendliche unter 18 Jahren unterliegen den Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes mit höheren Mindesturlauben; auch das ist im detaillierten Modus abbildbar.
Resturlaub ist der nicht genommene Teil deines Urlaubsanspruchs. Er spielt eine Rolle bei der Planung, bei Krankheit und bei Austritt. Seit der europäisch geprägten Rechtsprechung zum Verfall von Urlaub sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitende aktiv und nachweisbar über noch offenen Urlaub zu informieren – sonst kann der Verfall unterbleiben. Krankheit während des Urlaubs, längere Arbeitsunfähigkeit und Mutterschutz können Ausnahmen begründen. Für diese Themen lohnt sich der Blick ins Resturlaub-Lexikon und ggf. ins Lexikon Mutterschutz & Urlaub.
Der Rechner hilft bei der schnellen Orientierung. In Unternehmen entsteht der Mehrwert, wenn Regeln dauerhaft hinterlegt sind: Soll-Volumen pro Jahr, Übertrag, Genehmigungsworkflows und Anbindung an die Zeiterfassung. Mit Ordio Abwesenheiten und Zeiterfassung lassen sich Pläne und Ist-Stunden zusammenführen – weniger Excel, weniger Rückfragen. Für Lohnabrechnung und Vertragslogik ist Ordio Payroll die passende Ergänzung, wenn du Skalierung suchst.
Viele Streitfragen entstehen, weil Arbeitstage und Werktage verwechselt werden. Für die Urlaubsplanung ist entscheidend, welche Wochentage du regelmäßig arbeitest – nicht nur, wie viele Stunden du im Schnitt leistest. Wer im Schichtbetrieb arbeitet, sollte die feste Wochenstruktur im Rechner abbilden oder mit HR abstimmen. Für die Umrechnung von Kalendertagen in Arbeitstage hilft unser Arbeitstage-Rechner; er ergänzt den Urlaubsanspruch-Rechner, wenn du Jahres- oder Monatsfenster planen willst.
Praktischer Tipp: Speichere dir die Eingaben (Arbeitstage, Startdatum, Modus) als Screenshot oder Notiz, wenn du später mit deinem Arbeitgeber vergleichen willst – so bleibt nachvollziehbar, welche Annahmen du getroffen hast. Bei Tarifverträgen prüfe zusätzlich Sonderregeln zu Urlaubsübertrag, Ausschlussfristen und etwaigen Zusatzurlaub.
Stand der Erläuterungen: allgemeine Informationen zu Deutschland nach BUrlG; keine individuelle Rechtsberatung. Gesetze und Rechtsprechung ändern sich – prüfe aktuelle Fassungen und deinen Vertrag.
Mit Ordio Abwesenheiten behältst du Kontingente, Anträge und Team-Übersicht an einem Ort – statt Listen und Rückfragen in Excel.
Urlaubsanspruch wird automatisch nach Arbeitsbeginn und Teilzeit berechnet.
Urlaubsanträge digital einreichen und genehmigen – alles an einem Ort.
Behalte den Überblick über alle Urlaubstage und Resturlaub deines Teams.
Besondere Regeln gelten für den Urlaubsanspruch bei Kündigung, Austritt oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Kurz eingeordnet – Details und Beispiele auch im Ratgeber oben und in den FAQs.
Bei Austritt spielt das Ende des Arbeitsverhältnisses und § 5 BUrlG eine zentrale Rolle – vereinfachte „zweites Halbjahr“-Regeln sind oft irreführend. Nutze den Rechner mit deinen Daten oder hole dir eine verbindliche Einschätzung bei HR.
In der Probezeit (häufig 6 Monate, vertraglich abweichend möglich) zählt vor allem die Dauer der Zugehörigkeit: Den vollen Jahresurlaub nach § 4 BUrlG erhältst du in der Regel erst nach 6 Monaten im Betrieb – davor meist anteilig nach vollen Monaten.
Bestimme deinen vollen Jahresurlaub nach Arbeitszeitmodell
Berechne die Monate von Arbeitsbeginn bis Kündigung
Jahresurlaub × (Beschäftigungsmonate ÷ 12)
Auch bei Minijob und Teilzeit hast du Anspruch auf Erholungsurlaub – der gesetzliche Mindestrahmen richtet sich nach deinen Arbeitstagen pro Woche (nicht nur nach Stundenlohn). Beispiele unten; im Zweifel Vertrag und HR prüfen.
Beispiel nach BUrlG-Logik (1 von 5 Wochentagen): 4 Urlaubstage pro Jahr bei 20-Tage-Referenz – konkrete Zahl hängt von deiner Wochenstruktur und Vertrag ab.
Beispiel (2 von 5 Tagen): 8 Urlaubstage pro Jahr – immer in Tagen denken, nicht nur nach Stundenlohn. Aktuelle Minijob-Grenzen: Minijob-Rechner.
Entscheidend ist die Zahl der Arbeitstage pro Woche, nicht allein die Wochenstunden: Arbeitest du weiterhin an fünf Tagen mit kürzeren Schichten, bleibt der gesetzliche Mindesturlaub in Tagen in der Regel wie in Vollzeit (z. B. 20 Tage). Weniger Wochentage (z. B. 4-Tage-Woche mit freiem Freitag) reduziert den Jahresurlaub anteilig.
Vier feste Arbeitstage statt fünf: typisch 16 Urlaubstage bei 20-Tage-Referenz (4/5 von 20) – der Rechner nutzt deine Eingabe „Arbeitstage/Woche“.
Drei feste Tage: typisch 12 Urlaubstage (3/5 von 20). Tarifverträge können abweichen.
Wann verfällt dein Urlaubsanspruch? Welche Regeln gelten bei Krankheit, Mutterschutz oder anderen Sonderfällen? Hier findest du die wichtigsten Informationen.
Bei längerer Krankheit kann Urlaub übertragen werden, auch über den 31. März hinaus.
Mutterschutz und Elternzeit berühren Urlaub und Fristen – genaue Wirkung hängt von Dauer, Antrag und Vereinbarung ab. Nicht pauschal mit „Normalurlaub“ gleichsetzen.
Für den gesetzlichen Mindesturlaub endet die Abräumfrist in der Praxis oft am 31. März des Folgejahres – mit Ausnahmen (Krankheit, Nachweis, Arbeitgeberinformation nach EuGH). Im Zweifel HR oder Fachberatung.
Entdecke unsere anderen kostenlosen Tools für Personalmanagement, Zeiterfassung und Lohnberechnung.
Im Alltag kursiert oft die Idee, im zweiten Halbjahr stehe automatisch „mehr“ Urlaub zu. Tatsächlich hängt der Urlaub bei Kündigung oder Austritt vor allem an § 5 Abs. 1 BUrlG (u. a. Zwanzigstelregelung) sowie an Beschäftigungsbeginn, -ende und dem Urlaubsjahr – vereinfachte Faustregeln können im Einzelfall falsch sein.
Keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte: Personalabteilung oder Fachanwalt.
Deinen Urlaubsanspruch kannst du in 3 einfachen Schritten berechnen:
Beispiel: 5-Tage-Woche = 20 Urlaubstage/Jahr. Arbeitsbeginn 1. März, Ende 31. Dezember = 10 Monate = 20 × (10÷12) = 16,7 Tage (aufgerundet auf 17 Tage).
Der kostenlose Urlaubsanspruch-Rechner macht diese Berechnung automatisch und berücksichtigt alle gesetzlichen Vorgaben nach § 4 BUrlG.
Resturlaub berechnest du so:
Beispiel: 20 Tage Jahresurlaub, 8 Tage genommen, Kündigung nach 8 Monaten = (20 × 8÷12) - 8 = 13,3 - 8 = 5,3 Tage Resturlaub.
Der Urlaubsanspruch-Rechner hilft dir bei der Orientierung anhand deiner Eingaben.
Bei Krankheit und Sonderfällen gelten besondere Regeln zum Urlaubsverfall:
Übertragener Urlaub sollte in der Regel vor neuem Urlaub genommen werden. Zur digitalen Urlaubsverwaltung passt Ordio mit Berechnung und Dokumentation.
Bei Kündigung in der Probezeit gelten besondere Regeln:
Der Urlaubsanspruch-Rechner berücksichtigt automatisch die Probezeit und berechnet deinen Anspruch korrekt.
Ja, Resturlaub kann bei Kündigung ausgezahlt werden:
Der Urlaubsanspruch-Rechner liefert eine erste Einordnung; verbindliche Auskünfte zur Auszahlung klärt HR oder Fachberatung.
Ja! Mit Ordio wird die Urlaubsverwaltung vollautomatisch durchgeführt:
Mehr zu Abwesenheiten & Urlaub in Ordio.
Nach § 3 BUrlG beträgt der Mindesturlaub 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche – bei Montag bis Freitag spricht man häufig von 20 Arbeitstagen. Zusätzliche Tage können aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder z. B. Schwerbehinderung (häufig +5 Tage) folgen.
Mehr im Lexikon: BUrlG und Urlaubsanspruch.
Anteilig: Jahresurlaub × (volle Beschäftigungsmonate ÷ 12). Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden nach § 5 BUrlG in der Regel auf volle Tage aufgerundet. Der Rechner übernimmt diese Logik für deine Eingaben.
Der Mindesturlaub richtet sich nach Arbeitstagen pro Woche, nicht nach Stundenlohn. Minijobber haben denselben Mindestrahmen wie vergleichbare Beschäftigte mit derselben Wochenstruktur – gerechnet wird in Tagen.
Vertiefung: Urlaubsanspruch von Minijobbern, Minijob-Rechner, Teilzeitarbeit.
Für den gesetzlichen Mindesturlaub zählt in der Regel, an wie vielen Wochentagen du vertraglich arbeitest – nicht nur, wie viele Stunden du verteilst. Arbeitest du z. B. weiterhin montags bis freitags (nur kürzere Schichten), bleibt die Zahl der Urlaubstage oft wie bei Vollzeit. Reduzierst du die Anzahl der Arbeitstage (z. B. 4-Tage-Woche), sinkt der Jahresurlaub typischerweise anteilig. Im Zweifel Vertrag, Tarif und HR prüfen.
Bei einer 4-Tage-Woche mit vier festen Arbeitstagen und Referenz 20 Tage bei 5 Tagen ergibt sich häufig 16 Urlaubstage (4/5 von 20). Abweichungen sind durch Tarifvertrag oder höheren Vertragsurlaub möglich. Trage im Rechner deine Arbeitstage pro Woche ein – dann wird der gesetzliche Rahmen entsprechend berechnet.
Viele Betriebe nutzen ein abweichendes Urlaubsjahr (z. B. April bis März). Der Rechner arbeitet standardmäßig im Kalenderjahr – passe die Daten an oder kläre dein Kontingent mit der Personalabteilung.
Nein. Beamte unterliegen anderen Gesetzen (Bundes- oder Landesbeamtenurlaub). Dieser Rechner ist für typische private Arbeitsverhältnisse nach BUrlG gedacht.
Bei (teilweisem) Beschäftigungsverbot, Mutterschutz oder ähnlichen Schutzfristen können sich Urlaub und Fristen unterscheiden. Das hängt von Ursache, Dauer und Vertrag ab – bitte mit HR oder einer Fachperson klären. Fragen zu Mutterschutz: Lexikon Urlaubsanspruch Mutterschutz.
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