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Lexikon

Solidaritätszuschlag: Freigrenze & Berechnung 2026

Hady ElHadyVeröffentlicht Aktualisiert 27 Min. Lesezeit
Solidaritätszuschlag: Freigrenze & Berechnung 2026 | Ordio

Häufige Fragen zu Solidaritätszuschlag

Was ist der Solidaritätszuschlag?

Der Solidaritätszuschlag (Soli) ist ein Zuschlag von 5,5 % auf die festgesetzte Einkommensteuer – nicht auf dein Bruttogehalt. Seit 2021 entfällt er für die meisten Beschäftigten; Freigrenze 2026: 20.350 € ESt (ledig) bzw. 40.700 € (zusammenveranlagt). Auf der Lohnabrechnung steht er als eigene Zeile, oft mit 0,00 €.

Was ist die bemessungsgrundlage für den Solidaritätszuschlag?

Bemessungsgrundlage ist die festgesetzte Einkommensteuer – im Lohnsteuerabzug die berechnete Lohnsteuer des Monats bzw. Jahres. Nicht Bemessungsgrundlage sind Bruttolohn, Sozialversicherungsbeiträge oder der Grundfreibetrag direkt. Der Soli ist ein Zuschlag auf die ESt: Steigt die Lohnsteuer, steigt auch der Soli – bis zur Freigrenze oder in der Milderungszone.

Was ist die milderungszone beim Solidaritätszuschlag?

In der Milderungszone zahlst du nicht sofort 5,5 % der gesamten Einkommensteuer. Der Soli steigt gleitend zwischen Freigrenze und Obergrenze (2026 ledig: 20.350 € bis 37.094 € ESt; zusammenveranlagt bis 74.188 €). Payroll-Systeme rechnen das automatisch – auf der Lohnabrechnung siehst du nur den Ergebnisbetrag.

Wann entfällt der Solidaritätszuschlag?

Der Soli entfällt, wenn deine Jahres-Einkommensteuer unter der Freigrenze liegt (2026: 20.350 € ledig, 40.700 € zusammenveranlagt). Im Lohnsteuerabzug gilt das seit 2021 – viele Abrechnungen zeigen daher dauerhaft 0 €. Bei Sonderzahlungen kann der monatliche Soli kurzzeitig ansteigen, bis die Jahresprognose wieder unter der Grenze liegt.

Ist der Solidaritätszuschlag noch verfassungsgemäß?

Ja. Das Bundesverfassungsgericht hat am 26. März 2025 (2 BvR 1505/20) die Erhebung des Soli als verfassungsgemäß bestätigt; der Vorläufigkeitsvermerk entfällt. Die Entlastung für rund 90 Prozent der Steuerpflichtigen gilt seit 2021 per Gesetz. Für HR ändert sich am Lohnsteuerabzug nichts: Software und Freigrenzen wie beschrieben anwenden.

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag?

Der Soli beträgt grundsätzlich 5,5 % der festgesetzten Einkommensteuer – aber nur oberhalb der Milderungszone; unter der Freigrenze (2026: 20.350 € ESt ledig) sind es 0 €. Beispiel bei vollem Satz: 40.000 € Einkommensteuer im Jahr → 2.200 € Soli. Die monatliche Lohnabrechnung zeigt einen Vorauszahlungsbetrag; exakte Jahreswerte stehen auf der Lohnsteuerbescheinigung.

Wie hoch ist die Freigrenze für den Solidaritätszuschlag ab 2026?

Ab 2026 liegt die Soli-Freigrenze bei einer Jahres-Einkommensteuer von 20.350 € (Einzelveranlagung) bzw. 40.700 € (Zusammenveranlagung). Liegt die ESt darunter, fällt kein Soli an – unabhängig vom Bruttogehalt. Der Lohnsteuerabzug berücksichtigt diese Grenzen seit 2021.

Wer muss noch den Solidaritätszuschlag zahlen?

Seit der Entlastung ab 2021 zahlen nur noch rund 10 Prozent der Steuerpflichtigen Soli – vor allem bei höherem zu versteuerndem Einkommen. Wer im Jahr eine Einkommensteuer oberhalb der Freigrenze (2026: 20.350 € ledig) hat, zahlt vollen oder teilweisen Soli (Milderungszone). Arbeitgeber führen ihn im Lohnsteuerabzug automatisch ab, wenn die Software einen Betrag > 0 € ermittelt.

Wer ist vom Solidaritätszuschlag befreit?

Eine Kirchensteuer-ähnliche „Befreiung“ gibt es nicht. Der Soli entfällt faktisch, wenn deine Einkommensteuer unter der Freigrenze liegt (2026: 20.350 € ledig, 40.700 € zusammenveranlagt). In der Milderungszone zahlst du einen teilweisen Soli. ElStAM und Payroll-Software setzen das um – HR muss den Soli nicht manuell ein- oder ausschalten.

Wie wird der Solidaritätszuschlag berechnet?

Solidaritätszuschlag berechnen in Kurzform: (1) Einkommensteuer nach Tarif, (2) unter Freigrenze → 0 €, (3) in der Milderungszone → Gleitformel, (4) darüber → 5,5 % × Einkommensteuer (2026 ledig ab ESt > 37.094 €). Der Arbeitgeber rechnet das im Lohnsteuerprogramm anhand der ElStAM. Beispiel voller Satz: 40.000 € ESt → 2.200 € Soli. Schätzen: Einkommensteuer-Rechner.

Wo finde ich den Solidaritätszuschlag auf meiner Lohnabrechnung?

Im Block Steuern oder Abzüge – meist direkt unter der Lohnsteuer, vor der Kirchensteuer. Die Bezeichnung ist „Solidaritätszuschlag“ oder „Soli“. 0,00 € ist seit 2021 für viele normal und kein Fehler. Mehr zur Struktur: Lohnabrechnung und Lohnzettel.

Wer ist ab 2021 vom Solidaritätszuschlag befreit?

Seit 2021 wurden die Freigrenzen stark angehoben – deshalb zahlen rund 90 % der Steuerpflichtigen keinen Soli mehr. Betroffen sind vor allem Beschäftigte, deren Jahres-Einkommensteuer unter der jeweiligen Freigrenze bleibt; im Lohnsteuerabzug sehen viele dauerhaft 0 €. Die Grenzen steigen weiter (2026: 20.350 € / 40.700 € ESt).

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag 2026?

2026 bleibt der Satz bei 5,5 % der Einkommensteuer oberhalb der Milderungszone. Neu sind die Freigrenzen: 20.350 € ESt (ledig) und 40.700 € (zusammenveranlagt). Wer darunter liegt, zahlt keinen Soli. Grenzwerte und Milderungszone findest du in der Freigrenzen-Tabelle im Artikel; zum Schätzen: Brutto-Netto-Rechner.

Ab wann fällt der Solidaritätszuschlag an?

Der Soli fällt an, sobald deine festgesetzte Jahres-Einkommensteuer die Freigrenze überschreitet (2026: ab 20.350,01 € ledig, ab 40.700,01 € zusammenveranlagt). Bis zur Obergrenze der Milderungszone (37.094 € bzw. 74.188 € ESt) zahlst du einen teilweisen Soli; darüber 5,5 % der Einkommensteuer. Im Lohnsteuerabzug entscheidet die Jahresprognose – nicht ein einzelner Monatslohn.