Lexikon
Minijob 2026: Regeln, Stunden, Anmeldung & Urlaub

Häufige Fragen zu Minijob 2026
Ist die Minijob-Grenze 2026 brutto oder netto?
Die Geringfügigkeitsgrenze von 603 Euro (2026) gilt für das monatliche Bruttoarbeitsentgelt – nicht für das Netto auf dem Konto. Steuern und der pauschale Rentenversicherungsbeitrag werden erst danach abgezogen. Entscheidend ist also, was vertraglich als Bruttolohn vereinbart und ausgezahlt wird.
Kann ich 20 Stunden pro Woche im Minijob arbeiten?
Nein – bei 20 Stunden pro Woche und Mindestlohn 13,90 Euro verdienst du etwa 1.112 Euro monatlich. Das überschreitet die Minijob-Grenze von 603 Euro (2026) deutlich. Du wärst sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Minijob bleibst du bei 13,90 Euro mit maximal etwa 43 Stunden im Monat – rund 10 Stunden pro Woche.
Kann ein Minijobber ein Arbeitszeitkonto haben?
Ja, auch Minijobber können ein Arbeitszeitkonto haben. Damit können Arbeitszeiten und Überstunden flexibel erfasst werden – ein Minijobber kann in einer Woche weniger arbeiten und in einer anderen mehr. Dabei sind die gesetzlichen Regelungen zu beachten, insbesondere die monatliche Verdienstgrenze von 603 Euro (2026).
Ist ein 520-Euro-Job ein Teilzeitjob?
Nein – ein Minijob (früher oft „520-Euro-Job“ genannt) ist keine Teilzeit im arbeitsrechtlichen Sinn. Teilzeit bedeutet eine kürzere regelmäßige Wochenarbeitszeit als Vollzeit nach dem TzBfG. Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung mit Entgeltgrenze (2026: 603 Euro monatlich brutto). Die Bezeichnung 520 Euro ist veraltet; entscheidend ist die aktuelle Geringfügigkeitsgrenze.
Kann ich mich von der Rentenversicherung im Minijob befreien lassen?
Ja. Minijobber sind grundsätzlich rentenversicherungspflichtig, können sich aber mit einem schriftlichen Befreiungsantrag beim Arbeitgeber von der Versicherungspflicht befreien lassen – idealerweise vor Arbeitsbeginn. Dann entfallen die Rentenansprüche aus diesem Job. Ohne Befreiung zahlst du 3,6 Prozent pauschal und erwirbst reduzierte Rentenansprüche.
Was kostet die Anmeldung eines Minijobs?
Die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale ist für dich als Arbeitgeber kostenlos. Danach fallen monatliche Pauschalabgaben an – im Gewerbe insgesamt rund 34,77 Prozent, davon etwa 31,17 Prozent Arbeitgeberanteil. Der Minijobber zahlt 3,6 Prozent in die Rentenversicherung ein, sofern er keinen Befreiungsantrag stellt.
Was kostet ein Minijob den Arbeitgeber?
Bei einem Minijob mit 603 Euro Verdienst (2026) fallen im Gewerbe insgesamt rund 34,77 Prozent Pauschalabgaben an – der Arbeitgeberanteil liegt bei etwa 31,17 Prozent (ca. 188 Euro). Hinzu kann eine Pauschalsteuer von 2 Prozent kommen. Die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale ist kostenlos. Der Minijobber zahlt 3,6 Prozent in die Rentenversicherung.
Wie viele Stunden darf ein Minijobber in der Woche arbeiten?
Im Minijob 2026 darfst du maximal 603 Euro brutto im Monat verdienen. Bei 13,90 Euro Mindestlohn sind das etwa 43 Stunden monatlich – rund 10 Stunden pro Woche. Überschreitest du die Grenze, musst du sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Für deine konkrete Stundenzahl nutze den Minijob-Rechner.
Wie viele Stunden pro Woche sind bei der Minijob-Grenze 2026 möglich?
Bei der Minijob-Grenze von 603 Euro (2026) und Mindestlohn 13,90 Euro sind maximal etwa 43 Stunden im Monat möglich – das entspricht rund 10 Stunden pro Woche. Je höher der Stundenlohn, desto weniger Stunden sind zulässig. Die genaue Zahl hängt immer vom monatlichen Brutto ab, nicht nur von der Wochenarbeitszeit auf dem Papier.
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie?
Ab dem 1. Januar 2026 gilt in der Gastronomie ein Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Dieser Mindestlohn gilt auch für Minijobber in der Gastronomie und stellt die Untergrenze des Stundenlohns dar. Der Arbeitgeber muss mindestens diesen Betrag zahlen – unabhängig davon, ob es sich um einen Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt.
Haben Minijobber Anspruch auf Urlaub?
Ja – auch im Minijob hast du Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (mindestens 20 Tage bei 5-Tage-Woche). Bei weniger Arbeitstagen pro Woche wird der Anspruch anteilig berechnet. Fällt ein Feiertag auf einen Werktag, steht Feiertagsentgelt nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen zu.
Wie viele Stunden im Monat sind bei einem 450-Euro-Job?
Die Bezeichnung 450-Euro-Job ist veraltet – seit 2023 liegt die Grenze höher (2026: 603 Euro). Bei einem Verdienst von 450 Euro und Mindestlohn 13,90 Euro wären das etwa 32 Stunden im Monat. Entscheidend ist: Solange die monatliche Grenze (603 Euro) nicht überschritten wird, bleibt es ein Minijob. Nutze unseren Minijob-Rechner für die genaue Berechnung.
Ab wann gilt die Minijob-Grenze?
Ab dem 1. Januar 2026 liegt die Geringfügigkeitsgrenze bei 603 Euro monatlich brutto. Überschreitet der Verdienst diese Grenze regelmäßig, endet die Minijob-Regelung und der Arbeitnehmer muss sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Die Grenze ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt und wird jährlich angepasst.
Wie melde ich einen Minijob an?
Die Anmeldung erfolgt elektronisch bei der Minijob-Zentrale (MZ) der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Der Arbeitgeber meldet den Minijobber über das MZ-Portal an. Du benötigst die Daten des Arbeitnehmers und die geplante Vergütung. Die Meldung muss vor Arbeitsaufnahme erfolgen, spätestens aber bis zum ersten Arbeitstag.
Was passiert, wenn ein Minijobber die Grenze überschreitet?
Überschreitet ein Minijobber die monatliche Grenze (603 Euro, 2026), muss er sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Der Arbeitgeber muss die Beiträge für Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abführen. Ausnahme: Bis zu zweimal jährlich darf in einzelnen Monaten das Doppelte (1.206 Euro) verdient werden – z.B. bei Krankheitsvertretung – wenn der Jahresdurchschnitt eingehalten wird.







