Kündigungsfrist-Rechner

Kündigungsfrist-Rechner: Gesetzliche Frist nach §622 BGB berechnen

Du willst die Kündigungsfrist für deinen Arbeitsvertrag berechnen — nicht für Mietvertrag oder Wohnung (§ 573c BGB)? Trage Eintrittsdatum, Zugang der Kündigung und optional die Probezeit ein. Der Rechner ermittelt taggenau das frühestmögliche Ende nach § 622 BGB — inklusive Staffel und Stufensprung bei Arbeitgeber-Kündigung. Vertiefung: Lexikon Kündigungsfrist · Schriftform: Kündigungsschreiben-Vorlage.

Kurzantwort: Gesetzliche Kündigungsfrist

Das Wichtigste in Kürze

Kündigungsfrist für Arbeitgeber (Staffel §622 Abs. 2)

BetriebszugehörigkeitKündigungsfrist (AG)
0–2 Jahre4 Wochen zum 15. oder Monatsende
2–5 Jahre1 Monat zum Monatsende
5–8 Jahre2 Monate zum Monatsende
8–10 Jahre3 Monate zum Monatsende
10–12 Jahre4 Monate zum Monatsende
12–15 Jahre5 Monate zum Monatsende
15–20 Jahre6 Monate zum Monatsende
20+ Jahre7 Monate zum Monatsende

Stufensprung: Staffel zum Ende des Arbeitsverhältnisses

Kündigungsfrist in der Probezeit

So wird die Kündigungsfrist berechnet (§§ 187–188 BGB)

Rechenbeispiele zur Kündigungsfrist

So funktioniert der Kündigungsfrist-Rechner

  1. Wer kündigt wählen

    Arbeitnehmer (Grundfrist 4 Wochen) oder Arbeitgeber (Staffel nach Betriebszugehörigkeit).

  2. Daten eintragen

    Eintrittsdatum, Zugang der Kündigung beim Empfänger und optional vereinbarte Probezeit (0–6 Monate).

  3. Enddatum lesen

    Frühestmögliches Ende des Arbeitsverhältnisses mit Fristlabel, Rechenweg und Betriebszugehörigkeit.

  4. Export & nächste Schritte

    Ergebnis als PDF/CSV exportieren. Kündigungsschreiben mit dem berechneten Datum: Kündigungsschreiben-Vorlage.

Typische Fehler bei der Fristberechnung

Was der Rechner nicht abbildet

Nächste Schritte nach der Berechnung

Methodik & Rechtsquellen

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Häufige Fragen zum Kündigungsfrist-Rechner 2026

Wie lang ist die gesetzliche Grundkündigungsfrist?

Die gesetzliche Grundkündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder Monatsende (§ 622 Abs. 1 BGB). 4 Wochen = 28 Kalendertage, nicht ein Kalendermonat. Für Arbeitnehmer gilt diese Grundfrist unabhängig von der Betriebszugehörigkeit — sofern der Arbeitsvertrag nichts Längeres vorsieht.

Gelten verlängerte Fristen auch für Arbeitnehmer?

Nein — die verlängerten Monatsfristen nach § 622 Abs. 2 BGB gelten gesetzlich nur für Arbeitgeber-Kündigungen. Arbeitnehmer kündigen in der Regel mit 4 Wochen, auch nach vielen Jahren Betriebszugehörigkeit. Längere Fristen für Arbeitnehmer sind nur möglich, wenn sie im Arbeitsvertrag vereinbart sind — dürfen aber die Frist des Arbeitgebers nicht übersteigen (§ 622 Abs. 6 BGB).

Welche Frist gilt in der Probezeit?

In der Probezeit (höchstens 6 Monate) beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB) — für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Das Arbeitsverhältnis kann zu jedem Kalendertag enden.

Ab wann läuft die Frist — Zugang oder Absenden?

Die Frist beginnt am Tag nach dem Zugang der Kündigung beim Empfänger (§ 187 Abs. 1 BGB) — nicht am Absendedatum. Deshalb empfiehlt sich ein nachweisbarer Zugang (Einschreiben, Übergabe mit Empfangsbestätigung).

Was ist der Unterschied zwischen „4 Wochen“ und „1 Monat“?

4 Wochen sind 28 Kalendertage (Grundfrist). 1 Monat im Sinne des § 622 Abs. 2 BGB ist ein voller Kalendermonat zum Monatsende — ab 2 Jahren Betriebszugehörigkeit bei Arbeitgeber-Kündigung. Der Rechner unterscheidet beide Fälle.

Wann verlängert sich die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber?

Ab 2 Jahren Betriebszugehörigkeit steigt die AG-Frist staffelweise von 1 Monat bis 7 Monate (ab 20 Jahren). Maßgeblich ist die Zugehörigkeit zum Ende des Arbeitsverhältnisses — der Rechner berücksichtigt den Stufensprung.

Zählen Zeiten vor dem 25. Lebensjahr?

Ja. Nach EuGH-Rechtsprechung (Kücükdeveci) wird die Betriebszugehörigkeit grundsätzlich vollständig gezählt — auch Zeiten vor Vollendung des 25. Lebensjahres. Der Rechner wendet keine 25-Jahres-Ausschlussregel an.

Was gilt bei Tarifvertrag oder abweichendem Arbeitsvertrag?

Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag können längere Fristen vorsehen — kürzere als die gesetzliche Mindestfrist sind für Arbeitnehmer unzulässig. Der Rechner zeigt nur die gesetzliche Mindestfrist. Details: Lexikon Kündigungsfrist.

Was muss ich nach Kündigungserhalt beachten?

Als Arbeitnehmer: spätestens 3 Tage arbeitssuchend melden (SGB III). Gegen eine Kündigung: Kündigungsschutzklage binnen 3 Wochen ab Zugang beim Arbeitsgericht (§ 4 KSchG) — unabhängig von der Kündigungsfrist. ALG-Schätzung: Arbeitslosengeld-Rechner.

Gilt das für Minijob und Teilzeit?

Ja. Die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten unabhängig vom Beschäftigungsumfang — Vollzeit, Teilzeit und Minijob. Entscheidend sind Eintritt, Zugang und wer kündigt, nicht die Wochenstunden.

Was ist der Stufensprung bei der Kündigungsfrist?

Der Stufensprung tritt bei Arbeitgeber-Kündigungen auf: Maßgeblich ist die Betriebszugehörigkeit zum Ende des Arbeitsverhältnisses — nicht nur beim Zugang. Erreicht das Arbeitsverhältnis während des Laufs der Frist die nächste Staffelstufe (z. B. 5 Jahre), gilt bereits die längere Monatsfrist. Der Rechner berücksichtigt das automatisch.

Gilt der Rechner für Mietvertrag und Wohnung?

Nein. Dieser Rechner berechnet Kündigungsfristen für Arbeitsverträge nach § 622 BGB. Für Mietverträge und Wohnungen gelten andere Regeln — als Mieter kündigst du in der Regel mit 3 Monaten (§ 573c BGB), unabhängig von der Wohndauer. Vermieter-Kündigungen können längere Fristen haben.

Muss die Kündigung schriftlich erfolgen?

Ja — die ordentliche Kündigung eines Arbeitsverhältnisses muss schriftlich erfolgen (§ 623 BGB). E-Mail, SMS oder mündliche Kündigung sind unwirksam. Nutze das berechnete Enddatum in deinem Schreiben: Kündigungsschreiben-Vorlage.

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