HR-Kennzahl
Fehlzeitenquote & Krankenquote berechnen: Formel, Benchmark & 3 Modi
Mit dem Fehlzeitenquote-Rechner berechnest du Gesamt-Fehlzeitenquote (auch Abwesenheitsquote), Krankheitsquote bzw. Krankenquote oder Fehlzeiten ohne Urlaub — inklusive optionaler Aufschlüsselung, Branchen-Benchmark und Live-Formel. Ohne Anmeldung, direkt im Browser. Vertiefung: Lexikon Fehlzeitenquote · Krankheitsquote · Kapazität: FTE-Rechner.
Kurzantwort: Fehlzeitenquote berechnen
Das Wichtigste in Kürze
- Fehlzeitenquote (oft auch Abwesenheitsquote) = Fehltage ÷ Sollarbeitstage × 100 — welche Abwesenheitsarten im Zähler liegen, legt ihr intern fest
- Krankheitsquote bzw. Krankenquote = nur krankheitsbedingte Fehltage ÷ Sollarbeitstage × 100
- Sollarbeitstage = Mitarbeitende × Arbeitstage im Zeitraum (z. B. 250/Jahr; Presets 220/250/260)
- Der Rechner bietet drei Modi: Gesamt (inkl. Urlaub), nur Krankheit, ohne Urlaub
- Beispiel: 40 MA × 220 Tage = 8.800 Soll; Krank 420, Urlaub 1.200 → Gesamt 18,9 %, Krank 4,8 %
- Einordnung DE: Betriebliche Krankheitsquoten liegen häufig bei etwa 4–5 % — branchenabhängig; im Rechner mit Benchmark vergleichen
Was Fehlzeitenquote und Krankheitsquote messen
Die Fehlzeitenquote zeigt, welcher Anteil der geplanten Arbeitstage durch Abwesenheiten nicht geleistet wird — je nach Policy mit Urlaub, Fortbildung oder Sonderurlaub im Zähler. In Schichtplanung und Dienstplan-Tools wird dieselbe Logik oft Abwesenheitsquote genannt. Die engere Krankheitsquote (im Umgangssprachlichen auch Krankenquote) zählt nur krankheitsbedingte Tage. Beide nutzen oft denselben Nenner (Sollarbeitstage), unterscheiden sich aber im Zähler.
Nicht verwechseln mit der Fluktuationsrate (Personalabgänge) oder dem öffentlichen Destatis-Krankenstand — andere Methodik und Bezugsgrößen. Definitionen: Lexikon Fehlzeitenquote · Krankheitsquote · Absentismus.
Fehlzeitenquote, Abwesenheitsquote und Krankenquote — Begriffe
| Begriff | Typischer Zähler | Häufige Suchanfrage |
|---|---|---|
| Fehlzeitenquote | Krank + Urlaub + Sonstiges (Policy) | fehlzeitenquote berechnen |
| Abwesenheitsquote | Wie Fehlzeitenquote; Fokus Schichtplanung | abwesenheitsquote berechnen |
| Krankheitsquote / Krankenquote | Nur krankheitsbedingte Fehltage | krankheitsquote berechnen · krankenquote berechnen |
In der Praxis werden Krankenquote und Krankheitsquote oft synonym verwendet — beide meinen krankheitsbedingte Ausfälle im Verhältnis zu Sollarbeitstagen. Für Monats- oder Quartalswerte wählst du im Rechner die passende Periode; für Arbeitstage im Jahr: Arbeitstage-Rechner · Urlaubsplanung: Urlaubsanspruch-Rechner.
So nutzt du den Fehlzeitenquote-Rechner
Grunddaten eingeben
Mitarbeitendenzahl und Arbeitstage im Zeitraum (Jahr, Quartal oder Monat) — Presets 220/250/260 für Vollzeit.
Modus wählen
Gesamt-Fehlzeitenquote, nur Krankheitsquote oder Fehlzeiten ohne Urlaub — optional mit Aufschlüsselung Krank/Urlaub/Sonstiges.
Einordnen und exportieren
Branche wählen, Benchmark lesen, Ergebnis per CSV oder PDF exportieren oder mit dem Vorjahreswert vergleichen.
Formeln und Modi im Überblick
| Modus | Zähler | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Gesamt-Fehlzeitenquote | Krank + Urlaub + Sonstiges | HR-Reporting mit vollständiger Abwesenheitsbilanz |
| Krankheitsquote | Nur Krankheit | Vergleich mit Branchen-Benchmark, BGM |
| Ohne Urlaub | Krank + Sonstiges | Ungeplante Ausfälle ohne geplanten Urlaub |
Grundformel: Quote (%) = (Fehltage ÷ Sollarbeitstage) × 100 mit Sollarbeitstage = Mitarbeitende × Arbeitstage pro Person im Zeitraum. Die Live-Formel im Rechner zeigt die Substitution für deinen aktiven Modus.
Rechenbeispiel: Fehlzeitenquote mit Aufschlüsselung
Ausgangslage (Jahr): 40 Beschäftigte, 220 Arbeitstage pro Person, 420 Krankheitstage, 1.200 Urlaubstage, 45 sonstige Fehltage.
Schritt 1 — Sollarbeitstage: 40 × 220 = 8.800
Schritt 2 — Quoten:
- Gesamt-Fehlzeitenquote: (420 + 1.200 + 45) ÷ 8.800 × 100 = 18,9 %
- Krankheitsquote: 420 ÷ 8.800 × 100 = 4,8 %
- Ohne Urlaub: (420 + 45) ÷ 8.800 × 100 = 5,3 %
Aktiviere im Rechner die Aufschlüsselung und trage deine Zahlen ein. Für Kapazität: FTE-Rechner · Fluktuation: Fluktuationsrate-Rechner.
Typische Krankheitsquoten nach Branche
Orientierungswerte für die jährliche Krankheitsquote (nur krankheitsbedingte Fehltage, Planungskorridor — nicht verbindlich). Branchenübergreifend liegen betriebliche Werte in Deutschland häufig bei etwa 4–5 % der Sollarbeitstage; Gastronomie und Pflege tendieren höher, Büro und IT oft niedriger:
| Branche | Typischer Jahreskorridor (Krankheitsquote) |
|---|---|
| Gastronomie & Hotellerie | ca. 6–8 % |
| Einzelhandel | ca. 5–7 % |
| Gesundheit & Pflege | ca. 5–7 % |
| Produktion & Handwerk | ca. 4–6 % |
| Dienstleistung & IT | ca. 3–5 % |
| Büro & Verwaltung | ca. 3–5 % |
| Öffentlicher Dienst | ca. 4–6 % |
Der Rechner vergleicht deine Krankheitsquote mit dem gewählten Branchenkorridor. Für Abwesenheitsprozesse: Abwesenheiten · Schichtplan · Zeiterfassung.
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Häufige Fragen zum Fehlzeitenquote-Rechner
Was ist der Unterschied zwischen Fehlzeitenquote und Krankheitsquote?
Die Fehlzeitenquote erfasst typischerweise alle in der Kennzahl vorgesehenen Fehltage — je nach Policy auch Urlaub oder Fortbildung. Die Krankheitsquote zählt nur krankheitsbedingte Abwesenheitstage. Beide nutzen oft denselben Nenner (Sollarbeitstage), unterscheiden sich aber im Zähler. Dieser Rechner zeigt beide Werte nebeneinander.
Zählt Urlaub zur Fehlzeitenquote?
Das hängt von eurer internen Definition ab. Viele Unternehmen rechnen Urlaub in die Gesamt-Fehlzeitenquote ein, weil geplante Abwesenheit Kapazität bindet. Für Vergleiche mit Branchen-Benchmarks zur Krankheitsquote nutzt du den Modus „nur Krankheit“ oder „ohne Urlaub“.
Wie berechnet man die Fehlzeitenquote?
1. Fehltage summieren (laut Policy). 2. Sollarbeitstage = Mitarbeitende × Arbeitstage im Zeitraum. 3. Quote = Fehltage ÷ Sollarbeitstage × 100. Wichtig: dieselbe Kohorte und Periodenlogik für Zähler und Nenner.
Was ist eine normale Krankheitsquote in Deutschland?
In vielen Branchen liegen betriebliche Krankheitsquoten (Krankenquoten) grob zwischen 3 und 8 % der Sollarbeitstage — häufig um 4–5 % branchenübergreifend. Stark abhängig von Branche, Saison, Teamstruktur und Teilzeitanteil. Der Rechner zeigt einen Orientierungskorridor für deine gewählte Branche; vergleiche immer mit euren eigenen Vorperioden und Abteilungen.
Fehlzeitenquote vs. Destatis-Krankenstand — was ist der Unterschied?
Der öffentliche Krankenstand nach Statistischem Bundesamt nutzt andere Methodik und Bezugsgrößen. Eure betriebliche Fehlzeitenquote rechnet mit HR-Zähler und Sollarbeitstagen nach interner Logik und kann Urlaub enthalten. Destatis dient der groben Einordnung, nicht dem 1:1-Vergleich.
Fehlzeitenquote vs. Fluktuationsrate — was ist der Unterschied?
Die Fehlzeitenquote misst Abwesenheitstage bei bestehenden Beschäftigten. Die Fluktuationsrate misst Personalabgänge (Kündigungen, Vertragsende). Beides sind HR-Kennzahlen mit anderem Nenner und anderer Steuerungslogik. Rechner: Fluktuationsrate-Rechner.
Wie berechnet man die Krankenquote?
Krankenquote und Krankheitsquote meinen in der Praxis meist dasselbe: krankheitsbedingte Fehltage ÷ Sollarbeitstage × 100. Sollarbeitstage = Summe der vertraglichen Arbeitstage aller Beschäftigten im Zeitraum. Im Rechner Modus „nur Krankheit“ wählen — optional mit Aufschlüsselung für Gesamt-Fehlzeitenquote parallel.
Was ist die Abwesenheitsquote?
Die Abwesenheitsquote ist in vielen Dienstplan- und HR-Tools ein Synonym für die Fehlzeitenquote: Anteil der Abwesenheit an der verfügbaren Arbeitszeit. Formel: Abwesenheitstage ÷ Sollarbeitstage × 100. Ob Urlaub im Zähler liegt, definiert ihr intern — der Rechner-Modus „Gesamt“ entspricht der vollen Abwesenheitsquote.
Welche Abwesenheiten gehören in den Zähler?
Typisch: Krankheit, Urlaub, Sonderurlaub, Fortbildung, Elternzeit — je nachdem, was eure Policy zur Fehlzeitenquote zählt. Dokumentiert die Definition schriftlich und bleibt bei Vergleichen konsequent. Im Rechner kannst du optional Krank, Urlaub und Sonstiges getrennt erfassen; Modus „ohne Urlaub“ für ungeplante Ausfälle.
Wie werden Teilzeitkräfte berücksichtigt?
Jede Person zählt mit ihren tatsächlichen Sollarbeitstagen im Zeitraum — bei Teilzeit entsprechend weniger Tage im Nenner. Alternativ: alle Personen mit individuellen Arbeitstagen erfassen und Fehltage sowie Soll summieren. Wichtig: keine pauschale 5-Tage-Woche für alle, wenn Teilzeit dominiert.
Fehlzeitenquote in Excel berechnen — wie?
Spalten für Fehltage und Sollarbeitstage je Person oder aggregiert; Formel = Summe_Fehltage / Summe_Sollarbeitstage (als Prozent formatieren). Separate Spalten für Krank, Urlaub und Sonstiges erleichtern Varianten (mit/ohne Urlaub). CSV-Export aus diesem Rechner als Startpunkt für Excel oder Google Sheets.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in deinem Browser. Es werden keine Personalzahlen an Ordio-Server übertragen. Du kannst Ergebnisse per CSV oder PDF exportieren.
Rechner-Ergebnis – Teamprozesse vereinfachen?
Wenn du Schichten und Zeiten organisierst, zeigen wir dir am Telefon, wie Ordio Planung und Zeiterfassung verbindet.