Lohnnebenkosten
Arbeitgeberkosten-Rechner 2026: Gesamtkosten pro Mitarbeiter
Der Arbeitgeberkosten-Rechner zeigt, was ein Mitarbeiter dich wirklich kostet: Brutto + ca. 20–22 % Lohnnebenkosten (AG-SV und Umlagen) — abhängig von Beschäftigungsart und KV-Zusatzbeitrag. Automatische Erkennung von Minijob, Midijob und Vollzeit; Ausgabe in Monats-, Jahres- und Stundenkosten.
So rechnest du Arbeitgeberkosten (3 Schritte)
Bruttogehalt eingeben
Monats- oder Jahresbrutto wählen — Presets 2.000 / 3.000 / 3.500 / 4.000 / 5.000 € oder eigene Summe. Wochenstunden für Stundenkosten setzen.
Versicherung & Umlagen
GKV-Zusatzbeitrag oder PKV-Beiträge; optional Sachsen, U1/U2 und Minijob-Typ unter „Erweitert“.
Gesamtkosten lesen & exportieren
Monats-, Jahres- und Stundenkosten inkl. Aufschlag %; Aufstellung der AG-Anteile. CSV oder PDF nach E-Mail-Freigabe.
Kurzantwort: Was kostet ein Mitarbeiter den Arbeitgeber?
Auf ein Bruttogehalt von 3.500 € (GKV 2,9 %, NRW, ohne U1) kommen 2026 typischerweise etwa 753,90 € Arbeitgeberanteile — Gesamtkosten 4.253,90 €/Monat (ca. 21,5 % Aufschlag). Berufsgenossenschaft, bAV und Sonderzahlungen sind nicht enthalten.
US-FICA-Variante: Employee Cost Calculator (hreflang-Paar). Netto und Lohnsteuer: Brutto-Netto-Rechner.
Arbeitgeberkosten-Rechner: Brutto, Arbeitgeberbrutto & Lohnnebenkosten
Im Alltag meinen viele mit Arbeitgeberkosten oder Personalkosten das, was über das vereinbarte Bruttogehalt hinaus auf dich zukommt: die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (KV, PV, RV, AV) plus Umlagen U2 und Insolvenzgeld (optional U1). Das Ergebnis heißt auch Arbeitgeberbrutto — nicht zu verwechseln mit dem Netto des Arbeitnehmers.
Als Lohnnebenkosten-Rechner oder Gehaltsrechner für Arbeitgeber nutzt du das Tool, um Budgets, Angebote und Gehaltserhöhungen mit realistischen Gesamtkosten zu planen — ohne Steuerklasse und Lohnsteuer (dafür: Brutto-Netto-Rechner).
Arbeitgeberanteile Sozialversicherung 2026
| Zweig | AG-Satz (Vollzeit) | BBG 2026 (monatlich) |
|---|---|---|
| Krankenversicherung | 7,3 % + ½ Zusatzbeitrag | 5.812,50 € |
| Pflegeversicherung | 1,8 % (1,3 % Sachsen) | 5.812,50 € |
| Rentenversicherung | 9,3 % | 8.450 € |
| Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | 8.450 € |
Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze steigen die SV-Beiträge nicht weiter — der Aufschlag in Prozent sinkt dann.
Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeld
U1 (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, § 1 AAG) gilt nur für Betriebe mit bis zu 30 Beschäftigten — der Satz ist kassenindividuell (oft 0,7–3,5 %), Bemessung bis RV-BBG. U2 (Mutterschaft) ca. 0,24 % und Insolvenzgeldumlage 0,15 % (§ 360 SGB III) werden auf das Brutto berechnet.
Minijob, Midijob oder Vollzeit?
Minijob (≤ 603 €)
Pauschalabgaben statt voller SV — Details im Minijob-Rechner.Midijob (603,01–2.000 €)
Reduzierte AG-Beiträge in der Gleitzone — siehe Midijob-Rechner.Vollzeit (> 2.000 €)
Volle Arbeitgeber-SV + Umlagen; Stundenkosten aus Wochenstunden.
So berechnet der Rechner die Arbeitgeberkosten
AG-Gesamtkosten = Brutto + RV (9,3 % bis BBG) + AV (1,3 %) + KV (7,3 % + halber Zusatzbeitrag) + PV (1,8 % bzw. 1,3 % Sachsen) + U2 + Insolvenz [+ U1 optional]. Beiträge werden nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze berechnet — darüber sinkt der Aufschlag in Prozent.
Beispiel 3.500 € brutto (GKV 2,9 %, NRW, ohne U1): AG-Anteile 753,90 €, Gesamtkosten 4.253,90 €/Monat (21,54 % Aufschlag). Quellen: § 168 SGB VI, § 346 SGB III, § 249 SGB V, § 58 SGB XI, AAG.
Beitragsbemessungsgrenze: Warum der Aufschlag sinkt
| Brutto/Monat | Gesamtkosten | Aufschlag % |
|---|---|---|
| 3.500 € | 4.253,90 € | 21,54 % |
| 6.000 € | 7.272,62 € | 21,21 % |
| 8.450 € (BBG RV) | 9.991,88 € | 18,25 % |
Unterhalb der BBG KV/PV (5.812,50 €) liegt der typische Aufschlag bei Vollzeit stabil bei ca. 21,5 %. Ab höheren Gehältern kappen KV/PV und später RV/AV die Beiträge — Gehaltserhöhungen schlagen dann fast 1:1 auf die Kosten durch.
Beispiele: Arbeitgeberkosten nach Bruttogehalt
| Brutto/Monat | AG-Anteile (ca.) | Gesamtkosten (ca.) |
|---|---|---|
| 2.000 € | ~431 € | ~2.431 € |
| 3.000 € | ~646 € | ~3.646 € |
| 3.500 € | ~754 € | ~4.254 € |
| 4.000 € | ~862 € | ~4.862 € |
| 5.000 € | ~1.077 € | ~6.077 € |
Werte mit GKV 2,9 %, NRW, ohne U1 — exakte Beträge liefert der Rechner oben.
Was der Rechner nicht abbildet
Nicht enthalten: Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung, betriebliche Altersvorsorge, Sachbezüge, Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld (Sonderzahlungen) und individuelle Tarifzuschläge. Für reine Verwaltungs-ROI siehe Kostenrechner (kein Lohn-NK-Rechner).
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Häufige Fragen zum Arbeitgeberkosten-Rechner 2026
Wie berechne ich Arbeitgeberkosten 2026?
Addiere zum Bruttogehalt die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (KV, PV, RV, AV) sowie Umlagen U2 und Insolvenz (optional U1). Der Rechner oben macht das automatisch — inklusive Minijob- und Midijob-Logik.
Was sind Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber?
Lohnnebenkosten sind die Pflichtabgaben des Arbeitgebers: etwa 20–22 % auf das Brutto bei Vollzeit (2026), plus Umlagen. Sie sind nicht identisch mit dem Netto-Abzug des Arbeitnehmers.
Wie hoch sind Arbeitgeberkosten bei 3.500 € brutto?
Bei 3.500 € brutto, GKV 2,9 %, NRW und ohne U1 liegen die Gesamtkosten 2026 bei etwa 4.253,90 €/Monat — ein Aufschlag von rund 21,5 %.
Was kostet ein Minijob den Arbeitgeber?
Bei einem gewerblichen Minijob zahlt der Arbeitgeber Pauschalabgaben (RV, KV, Steuer) — bei 603 € brutto oft über 780 € Gesamtkosten. Der Rechner erkennt Minijobs automatisch.
Was ist der Unterschied zu Brutto-Netto?
Der Brutto-Netto-Rechner zeigt die Auszahlung an den Arbeitnehmer. Dieser Rechner zeigt die Gesamtkosten für den Arbeitgeber — ohne Steuerklasse und Lohnsteuer.
Wie berechne ich Personalkosten pro Stunde?
Teile die monatlichen Arbeitgeber-Gesamtkosten durch die Monatsstunden (Wochenstunden × 52 ÷ 12). Im Rechner siehst du die Stundenkosten direkt — relevant für Schichtbetriebe und Gastronomie.
Gilt ein anderer Pflegeversicherungssatz in Sachsen?
Ja — der Arbeitgeber-PV-Satz beträgt in Sachsen 1,3 % statt 1,8 %. Wähle Sachsen im Formular für die korrekte Berechnung.
Sind Berufsgenossenschaftsbeiträge enthalten?
Nein. BG-Beiträge hängen von Gefahrklasse und Branche ab und werden nicht berechnet. Plane sie separat in deinem Budget.
Ist der Rechner verbindlich?
Nein. Die Berechnung orientiert sich an den offiziellen Rechengrößen 2026 (SV, Umlagen-Richtwerte). Individuelle Kassen- und Betriebssätze können abweichen — für verbindliche Lohnabrechnung nutze deine Lohnsoftware oder Steuerberatung.
Wie viel Prozent Lohnnebenkosten zahlt der Arbeitgeber?
Bei Vollzeit und Brutto unter der BBG KV/PV liegen die Lohnnebenkosten 2026 typischerweise bei ca. 21,5 % auf das Brutto (plus U1 für Kleinbetriebe). Im Midijob kann der prozentuale Aufschlag höher ausfallen; beim Minijob gelten Pauschalsätze.
Was ist die Umlage U1 und wer muss sie zahlen?
U1 (Aufwendungsausgleich Lohnfortzahlung, § 1 AAG) ist für Arbeitgeber mit höchstens 30 Beschäftigten vorgesehen und erstattet einen Teil der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Der Satz ist kassenindividuell — im Rechner optional unter „Erweitert“.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG)?
Die BBG begrenzt die Bemessungsgrundlage für SV-Beiträge. 2026: 8.450 €/Monat (RV/AV) und 5.812,50 €/Monat (KV/PV). Darüber steigen die AG-Beiträge in diesem Zweig nicht weiter — der Aufschlag in % sinkt.
Was kostet ein Angestellter bei 2.000 € brutto?
Bei 2.000 € brutto (Midijob, GKV 2,9 %, NRW, ohne U1) liegen die Gesamtkosten 2026 bei etwa 2.430,80 €/Monat — rund 430,80 € Arbeitgeberanteile zusätzlich zum Brutto.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitgeberkosten und Bruttogehalt?
Das Bruttogehalt ist der vertragliche Lohn. Arbeitgeberkosten (= Arbeitgeberbrutto) umfassen zusätzlich alle AG-Pflichtbeiträge und Umlagen — typischerweise 20–22 % Aufschlag bei Vollzeit, ohne BG und Sonderzahlungen.