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Lexikon

13. Monatsgehalt: Definition, Anspruch, Berechnung & Steuer

Hady ElHadyVeröffentlicht 14 Min. Lesezeit
Sonderzahlung am Jahresende: 13. Monatsgehalt auf der Gehaltsabrechnung (Ordio Insights Lexikon)

Häufige Fragen zu 13. Monatsgehalt

Was ist das 13. Monatsgehalt?

Das 13. Monatsgehalt (auch 13. Gehalt) ist eine Sonderzahlung zusätzlich zu den zwölf regulären Monatsgehältern – oft in Höhe eines vollen Monatsgehalts. Es ist keine gesetzliche Pflicht, sondern Ergebnis von Vertrag, Tarif oder Betriebsvereinbarung. Rechtlich oft als Gratifikation eingeordnet.

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf das 13. Monatsgehalt?

Nein. Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch besteht nicht. Du hast nur dann einen Anspruch, wenn Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder eine anerkannte betriebliche Übung die Zahlung vorsehen. Ohne Regelung kann der Arbeitgeber eine freiwillige Zusage auch mit Vorbehalt widerrufen – sofern das zulässig ist.

Wie wird das 13. Gehalt berechnet?

Das 13. Gehalt (13. Monatsgehalt) berechnest du nach deiner Vereinbarung: oft ein volles Monatsgehalt oder ein Prozentsatz (z. B. 50–100 % eines Monats). Bei Austritt im Jahr gilt häufig die anteilige Formel (Sonderzahlung × beschäftigte Monate) ÷ 12. Beispiel: 3.000 € Monatsbrutto und ein volles 13. Gehalt → 3.000 € brutto Sonderzahlung, bevor Steuer und Sozialabgaben abgezogen werden.

Ist das 13. Monatsgehalt steuerfrei?

Nein – das 13. Monatsgehalt ist in der Regel steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Dein Arbeitgeber führt Lohnsteuer und Sozialversicherung wie beim regulären Gehalt ab. Steuerfrei sind dagegen nur bestimmte Zuschläge (z. B. nach § 3b EStG), nicht die klassische Jahressonderzahlung.

Was ist der Unterschied zwischen 13. Monatsgehalt und Weihnachtsgeld?

13. Monatsgehalt meint oft ein volles zusätzliches Monatsgehalt pro Jahr. Weihnachtsgeld ist die übliche Sonderzahlung zum Jahresende und kann niedriger sein (z. B. ein halbes Monatsgehalt). In Stellenanzeigen werden beide Begriffe oft synonym verwendet – für deinen Anspruch zählen Höhe, Stichtag und Klausel im Vertrag. Mehr dazu im Lexikon Weihnachtsgeld.

Was ist der Unterschied zwischen 13. und 14. Monatsgehalt?

Beim 13. Monatsgehalt erhältst du in der Regel eine Sonderzahlung im Jahr. Beim 14. Monatsgehalt sind es zwei – typischerweise Sommer- und Winterzahlung. Klassisch heißen die Bausteine Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Ob du 13 oder 14 „Monatsgehälter“ im Jahresbrutto hast, steht nur im Tarif oder Arbeitsvertrag – nicht in der Überschrift des Jobangebots.

Bekomme ich das 13. Monatsgehalt bei Kündigung?

Das hängt von Stichtag und deiner Tarif- oder Vertragsklausel ab. Viele Regelungen zahlen die Sonderzahlung nur bei Anwesenheit bis zu einem Datum (z. B. 30. September) oder anteilig für die Monate, in denen du beschäftigt warst. Ohne klare Regelung ist der Anspruch im Streitfall unsicher – lies Vertrag und Tarif und hole dir bei Bedarf Unterstützung vom Betriebsrat oder einer Beratungsstelle.

Wann wird das 13. Monatsgehalt ausgezahlt?

Üblich sind November oder Dezember, oft zusammen mit dem Gehalt dieses Monats. Manche Tarife legen einen festen Kalendertag oder einen Stichtag für die Betriebszugehörigkeit fest (z. B. 30. September). Der genaue Termin muss in deinem Vertrag oder Tarif stehen. Wenn ein verbindlicher Anspruch besteht, solltest du zum Fälligkeitstag die Zahlung erhalten – anhaltender Verzug kann eine Fristsetzung oder rechtliche Schritte nach sich ziehen.

Zahlt der Arbeitgeber Sozialversicherung auf das 13. Gehalt?

Ja – das 13. Gehalt ist in der Regel sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt. Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zu Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden wie beim regulären Monatslohn berechnet, sofern keine Sonderregel greift. Auf deinem Lohnzettel sollte die Zahlung als eigene Lohnart ausgewiesen sein, damit du Grundgehalt und Sonderzahlung unterscheiden kannst.

Gilt das 13. Monatsgehalt auch für Minijobber?

Grundsätzlich kann auch Minijobbern eine Sonderzahlung vereinbart werden. Sie zählt zum Entgelt und kann die Geringfügigkeitsgrenze (603 €/Monat, Stand 2026) im Auszahlungsmonat überschreiten oder den Minijob-Status verkomplizieren. Kläre vor der Auszahlung mit Lohnbüro oder Minijob-Zentrale, ob du im Auszahlungsmonat noch geringfügig beschäftigt bist und wie die Abrechnung dokumentiert wird.

Wie hoch ist das 13. Monatsgehalt im TVöD?

Im öffentlichen Dienst (TVöD/TV-L) sind Jahressonderzahlungen tariflich geregelt – meist als Prozentsatz des Monatsgehalts mit Stichtagen für die Betriebszugehörigkeit. Das entspricht nicht immer einem vollen privaten 13. Monatsgehalt. Die aktuellen Prozentsätze findest du im gültigen Tarifwerk; außerhalb des öffentlichen Dienstes gilt nur dein Arbeits- oder Tarifvertrag.

Wie viel bleibt vom 13. Monatsgehalt netto?

Das Netto hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Sozialversicherung ab – wie beim normalen Gehalt. Im Auszahlungsmonat wirkt die Sonderzahlung oft stärker auf den Abzug, weil mehr Brutto anfällt; dein Jahresnetto ergibt sich aus der Gesamtabrechnung. Eine pauschale Prozentregel vom Brutto gibt es nicht – maßgeblich ist die Position auf deinem Lohnzettel.