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Gewinnschwelle berechnen
Kostenloser Break-even-Rechner mit Live-Ergebnis (ohne Berechnen-Button): Fixkosten, variable Kosten pro Stück und Verkaufspreis (netto) eingeben — sofort Gewinnschwelle bzw. kritische Menge in Stück und Umsatz, Deckungsbeitrag in € und %, optional Sicherheitsmarge bei geplantem Absatz. Vertiefung: Deckungsbeitrag im Lexikon. Netto-Preise: Mehrwertsteuer-Rechner.
Was ist die Gewinnschwelle?
Die Gewinnschwelle (Break-even-Point, kritische Menge) ist der Punkt, an dem Erlöse und Kosten gleich sind. Darunter entsteht ein Verlust, darüber ein Gewinn — vorausgesetzt, du verkaufst oder leistest tatsächlich die berechnete Menge.
Für Gründer:innen, Selbstständige und KMU ist die Gewinnschwelle ein einfaches Steuerungsinstrument: Sie zeigt die Mindestabsatzmenge bzw. den Mindestumsatz, den du brauchst, um kostendeckend zu arbeiten.
Warum die Gewinnschwelle wichtig ist
Die Break-even-Analyse beantwortet drei zentrale Fragen: Wie viel muss ich mindestens verkaufen? Ab wann lohnt sich mein Modell? Wie viel Puffer habe ich bei meinem Plan?
- Preisentscheidungen: Du siehst, welchen Deckungsbeitrag du pro Einheit brauchst — und ob ein Rabatt noch tragfähig ist.
- Businessplan & Bank: Investoren und Kreditgeber erwarten eine klare Mindestumsatz-Logik neben Liquiditätsplanung.
- Risiko & Liquidität: Die Sicherheitsmarge zeigt, wie weit dein geplanter Absatz über der Gewinnschwelle liegt — wichtig bei Saisonalität oder schwankender Nachfrage.
Formel: Gewinnschwelle & Break-even-Umsatz berechnen
Stückdeckungsbeitrag (DB) = Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück
Gewinnschwelle / kritische Menge (Stück) = Fixkosten ÷ DB
Break-even-Umsatz = Gewinnschwelle (Stück) × Verkaufspreis
Alternativ mit relativer Größe: Break-even-Umsatz = Fixkosten ÷ DB-Quote (wenn du mit Prozent arbeitest).
Fixkosten vs. variable Kosten
| Kostenart | Beispiele | Verhalten |
|---|---|---|
| Fixkosten | Miete, Gehälter, Versicherung, Software | Unabhängig von der Menge |
| Variable Kosten | Material, Wareneinsatz, Versand, Provision | Pro verkaufter Einheit |
Deckungsbeitrag und DB-Quote erklärt
Der Deckungsbeitrag pro Stück ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt, um Fixkosten zu decken. Die DB-Quote (DB ÷ Preis × 100) hilft beim Preisvergleich.
Vertiefung: Deckungsbeitrag im Lexikon · Prozent-Rechnung: Prozentrechner.
Sicherheitsmarge
Wenn du eine geplante Absatzmenge eingibst, zeigt der Rechner Gewinn oder Verlust sowie die Sicherheitsmarge in Stück und Prozent. Das ist nicht dasselbe wie eine Investitions-Sicherheitsmarge am Kapitalmarkt — hier geht es um Absatzpuffer über der Gewinnschwelle.
Kosten-Umsatz-Diagramm lesen
Im Chart siehst du Fixkosten (waagerecht), variable Kosten (steigend) und den Umsatz bei deinem Preis. Der Schnittpunkt von Umsatz und Gesamtkosten ist die Gewinnschwelle — links davon Verlust, rechts davon Gewinn.
Die grafische Break-even-Analyse hilft beim Verständnis; für Entscheidungen zählen die Zahlen im Ergebnis (Stück, Umsatz, DB). Ändere Preis oder Kosten im Rechner — das Diagramm aktualisiert sich live.
Rechenbeispiel: 67 Stück / 3.350 € Umsatz
Fixkosten 2.000 €, Verkaufspreis 50 €, variable Kosten 20 € → DB = 30 € → Gewinnschwelle = 2.000 ÷ 30 ≈ 67 Stück → Break-even-Umsatz = 67 × 50 = 3.350 €.
| Position | Wert |
|---|---|
| Deckungsbeitrag/Stück | 30 € |
| DB-Quote | 60 % |
| Gewinnschwelle | 67 Stück |
| Break-even-Umsatz | 3.350 € |
Break-even-Analyse in der Praxis
- Realistische Annahmen: Fixkosten pro Monat oder Jahr klar halten; Saisonalität mit Szenario prüfen.
- Preistests: Preis oder variable Kosten im Rechner ändern und beobachten, wie sich die Gewinnschwelle verschiebt.
- Investitionen trennen: Einmalige Anschaffungen nicht als laufende Fixkosten buchen — dafür ist Amortisation gedacht, nicht Break-even.
- Netto durchgängig: Brutto- und Netto-Werte nicht mischen — USt mit dem Mehrwertsteuer-Rechner klären.
- Branchen-Presets: Café/Gastro, Online-Shop oder Handwerk als Ausgangspunkt — dann an deine Zahlen anpassen.
Gewinnschwelle für Dienstleister, Handwerk & Gastro
Als Dienstleister kannst du als „Stück“ eine Stunde oder ein Paket wählen. Variable Kosten sind z. B. Fremdleistung oder Reisekosten; dein Stundensatz fließt in den Verkaufspreis ein.
Im Handwerk sind variable Kosten oft Material und Fremdleistung; in der Gastro Wareneinsatz und Verpackung. Für Rechnungen mit korrekten Netto-Beträgen: Rechnungsgenerator.
Typische Fehler
- Einmalkosten als laufende Fixkosten buchen (Investition ≠ Miete)
- Brutto und Netto mischen — nutze durchgängig Netto-Preise
- Saisonalität ignorieren — Fixkosten pro Monat vs. Jahr klar halten
- Gewinnschwelle mit Amortisation oder ROI verwechseln
Grenzen des Rechners
Ein Produkt, konstanter Stückdeckungsbeitrag, keine Staffelpreise. Keine Steuer-, Bilanz- oder Investitionsberatung. Für Umsatzsteuer: Mehrwertsteuer-Rechner.
So nutzt du den Rechner
Fixkosten eingeben
Summe der Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen (z. B. monatlich).
Variable Kosten und Preis pro Stück
Netto-Werte pro Einheit oder Leistung — der Rechner zeigt DB und Gewinnschwelle live.
Optional: geplanten Absatz prüfen
Im Bereich Absatzszenario die erwartete Menge eingeben für Gewinn und Sicherheitsmarge.
Export & Excel-Hinweis
Nutze CSV oder PDF unter dem Ergebnis. Für eigene Tabellen: Formel in Excel = Fixkosten/(Preis-Variable) für die Stückzahl. Langfristige Finanzplanung: Zinseszinsrechner.
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Häufige Fragen zur Gewinnschwelle
Was ist die Gewinnschwelle?
Die Gewinnschwelle (auch Break-even-Point, Break-even-Menge oder kritische Menge) ist die Absatzmenge, bei der Umsatz und Gesamtkosten gleich sind — weder Gewinn noch Verlust entstehen. Ab dieser Menge deckt jede weitere verkaufte Einheit einen Teil der Fixkosten und danach den Gewinn.
Wie berechnet man die Gewinnschwelle?
Gewinnschwelle (Stück) = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück). Der Nenner ist der Stückdeckungsbeitrag. Multipliziert mit dem Preis ergibt sich der Break-even-Umsatz. Alle drei Werte trägst du oben im Rechner ein — das Ergebnis aktualisiert sich live.
Was ist der Unterschied zwischen Gewinnschwelle und Break-even-Point?
Keiner inhaltlich — beide Begriffe meinen denselben Kostendeckungspunkt. „Gewinnschwelle“ und „kritische Menge“ sind im deutschen BWL-Kontext üblich; „Break-even-Point“ wird oft in Gründer- und internationaler Literatur verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Gewinnschwelle und kritischer Menge?
Keiner — kritische Menge und Gewinnschwelle sind Synonyme für die Mindestabsatzmenge, ab der du kostendeckend arbeitest. In Prüfungen und Lehrbüchern wird oft „kritische Menge“ verwendet; in Gründer-Guides eher „Break-even“.
Was ist der Unterschied zwischen Break-even-Menge und Break-even-Umsatz?
Die Break-even-Menge (Gewinnschwelle in Stück) gibt an, wie viele Einheiten du verkaufen musst. Der Break-even-Umsatz ist der daraus resultierende Geldbetrag (Menge × Verkaufspreis). Beides zeigt der Rechner im Ergebnis.
Was sind Fixkosten und variable Kosten?
Fixkosten fallen unabhängig von der Menge an (Miete, Gehälter, Versicherungen, Software). Variable Kosten steigen mit jeder Einheit (Material, Wareneinsatz, Versand, Transaktionsgebühren). Die saubere Trennung ist die halbe Break-even-Analyse.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag (DB) ist Verkaufspreis minus variable Kosten pro Stück. Er zeigt, wie viel jede Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Die DB-Quote bezieht den DB auf den Preis in Prozent. Mehr Hintergrund: Lexikon Deckungsbeitrag.
Wie berechne ich den Break-even-Umsatz?
Break-even-Umsatz = Gewinnschwelle (Stück) × Verkaufspreis pro Stück. Alternativ: Fixkosten ÷ DB-Quote, wenn du mit relativen Größen arbeitest. Der Rechner zeigt beide Kennzahlen im Ergebnis.
Was passiert, wenn der Verkaufspreis unter den variablen Kosten liegt?
Dann ist der Deckungsbeitrag negativ — mit jedem Verkauf wächst der Verlust. Eine Gewinnschwelle existiert nicht. Lösung: Preis erhöhen, Stückkosten senken oder das Angebot prüfen.
Gilt die Gewinnschwelle auch für Dienstleister?
Ja. Auch ohne Wareneinsatz hast du Fixkosten (Büro, Versicherung, Software) und oft variable Kosten (Fremdleistung, Reise). Als „Stück“ kannst du eine abrechenbare Stunde oder ein Projektpaket wählen — wichtig ist eine konsistente Bezugsgröße. Im Handwerk oder in der Gastro nutze die Branchen-Presets als Startpunkt.
Was ist die Sicherheitsmarge?
Die Sicherheitsmarge ist der Abstand zwischen geplantem Absatz und Gewinnschwelle — in Stück und in Prozent des Plans. Sie zeigt, wie viel Puffer du hast, bevor du wieder in die Verlustzone fällst. Trage die geplante Menge unter Absatzszenario ein.
Worin unterscheiden sich Gewinnschwelle und Amortisation?
Die Gewinnschwelle fragt nach der Menge, ab der ein Geschäft profitabel arbeitet (laufende Fix- und variable Kosten). Die Amortisation fragt nach der Zeit, bis eine einmalige Investition zurückverdient ist. Beides markiert den Übergang von Verlust zu Gewinn — auf verschiedenen Achsen.
Wie oft sollte ich die Gewinnschwelle neu berechnen?
Mindestens vierteljährlich oder bei jeder größeren Preis- oder Kostenänderung — auch vor Bankgesprächen oder Businessplan-Updates. Bei Saisonalität oder neuen Produkten lohnt sich ein Szenario mit geplantem Absatz im Erweitert-Bereich.
Brauche ich die Break-even-Analyse für Bank oder Businessplan?
Oft ja: Banken und Investoren wollen wissen, ab welcher Absatzmenge dein Modell tragfähig ist. Die Break-even-Analyse zeigt die Mindestumsatz-Logik — ergänze sie um Liquidität, Investitionen und realistische Nachfrageannahmen. Der Export als PDF eignet sich für Unterlagen.
Kann ich mehrere Produkte abbilden?
Dieser Rechner modelliert ein Produkt oder eine Leistung mit konstantem Stückdeckungsbeitrag. Für ein Sortiment brauchst du gewichtete DB-Sätze oder separate Rechnungen pro Linie — das ist für eine spätere Version geplant.
Ist der Rechner kostenlos?
Ja — ohne Anmeldung, mit optionaler CSV- und PDF-Export der Ergebnisse.
Wie exportiere ich das Ergebnis?
Nach der Berechnung findest du unter dem Ergebnis die Buttons CSV und PDF. Die Datei enthält Eingaben, Gewinnschwelle, Deckungsbeitrag und — falls gesetzt — das Absatzszenario.
Rechner-Ergebnis – Teamprozesse vereinfachen?
Wenn du Schichten und Zeiten organisierst, zeigen wir dir am Telefon, wie Ordio Planung und Zeiterfassung verbindet.