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Ratgeber

Mindestlohn Gastronomie 2026: Höhe, Tarif & Pflichten

EmmaVeröffentlicht Aktualisiert 12 Min. Lesezeit
Mindestlohn Gastronomie 2026: Lohntabelle, Tarif und Pflichten im Überblick

Häufige Fragen zu Mindestlohn Gastronomie 2026

Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?

Ab dem 1. Januar 2026 gilt der Mindestlohn Gastronomie 2026 mit 13,90 Euro brutto pro Stunde – ohne Branchenausnahme. Tarifverträge können höhere Sätze vorschreiben. Ab 2027 ist eine Stufe auf 14,60 Euro vorgesehen. Du musst Trinkgeld zusätzlich zum Mindestlohn auszahlen, es darf die Untergrenze nicht ersetzen.

Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026 in der Gastronomie?

Die Minijob-Grenze 2026 liegt bei 603 Euro pro Monat (Jahresgrenze 7.236 Euro). Bei 13,90 Euro Stundenlohn sind das etwa 43,4 Stunden – wichtig für Aushilfen in Küche und Service. Wird die Grenze überschritten oder gibt es mehrere Jobs, wird die Beschäftigung in der Regel sozialversicherungspflichtig.

Was ist der Tarifvertrag Gastronomie 2026?

Der Tarifvertrag Gastronomie 2026 wird regional über DEHOGA und NGG ausgehandelt – es gibt keine einheitliche bundesweite Lohntabelle. Tariflöhne liegen oft über dem gesetzlichen Mindestlohn. Prüfe, ob dein Betrieb tarifgebunden ist und welche Entgelttabelle für dein Bundesland gilt.

Wie hoch ist der Stundenlohn in der Gastronomie 2026?

Als Untergrenze gilt der Mindestlohn Gastronomie 2026 mit 13,90 Euro pro Stunde. Der tatsächliche Stundenlohn liegt häufig darüber – durch Tarif, Erfahrung oder Zuschläge. Bei Vollzeit (rund 174 Stunden im Monat) entspricht die Untergrenze etwa 2.417 Euro brutto, ohne Nacht- oder Feiertagszuschläge.

Wie hoch ist der Mindestlohn als Koch in der Gastronomie 2026?

Für Köche gilt derselbe gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde wie in Service oder Spülküche. Viele Küchen zahlen über Tarif oder Qualifikation mehr. Plane Monatsbrutto und Zuschläge getrennt – die gesetzliche Untergrenze bezieht sich immer auf die normale Arbeitsstunde.

Gilt der Mindestlohn in der Gastronomie auch für Zuschläge?

Ja – aber nur für die Grundvergütung: Pro Arbeitsstunde musst du mindestens 13,90 Euro zahlen. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge kommen zusätzlich und dürfen den Mindestlohn nicht ausgleichen. Mit dem Zuschlagsrechner prüfst du steuerfreie Zuschläge auf Basis des Mindestlohns.

Was kostet die Mindestlohnerhöhung meinen Gastronomiebetrieb?

Die Anhebung von 12,82 auf 13,90 Euro (+8,4 %) erhöht deine Lohnkosten pro Stunde – bei zehn Vollzeitkräften sind das grob etwa 1.900 Euro mehr im Monat (ohne Lohnnebenkosten). Rechne Vollzeit, Teilzeit und Minijobs getrennt und prüfe deine Personalkostenquote; Kennzahlen findest du im Lexikon Personalkosten Gastronomie.

Muss ich für Auszubildende den Mindestlohn zahlen?

Auszubildende in Küche oder Service erhalten die Mindestausbildungsvergütung nach BBiG, nicht den allgemeinen Mindestlohn – 2026 z. B. mindestens 724 Euro im ersten Lehrjahr. Der gesetzliche Mindestlohn gilt für deine regulären Angestellten und Aushilfen ohne Ausbildungsverhältnis. Prüfe Vertrag, Stundenplan und Abrechnung getrennt.

Was passiert, wenn ich den Mindestlohn in der Gastronomie nicht zahle?

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll prüft Lohnunterzahlung – auch in der Gastronomie. Es drohen Nachzahlungen, Bußgelder und bei schweren Verstößen Strafverfahren. Fehlende Zeiterfassung kann als Hinweis auf Verstöße gewertet werden. Bewahre Verträge und Lohnnachweise mindestens zwei Jahre auf.

Wie bereite ich die Lohnabrechnung für 2026 vor?

Passe Stundenlöhne, Minijob-Grenzen und Tarifstufen zum 1. Januar 2026 an – in Ordio über neue Lohnregeln, nicht durch Überschreiben alter Einträge. Prüfe jede Abrechnungsperiode auf Mindestlohn und Zuschläge. Verknüpfe Zeiterfassung und Lohn, um Abweichungen früh zu erkennen.

Gilt die E-Rechnungspflicht 2026 auch für Gastronomiebetriebe?

Ja, soweit du B2B-Rechnungen empfängst oder ausstellst: Seit 2025 werden strukturierte Formate (z. B. ZUGFeRD, XRechnung) schrittweise Pflicht. Für dein Restaurant betrifft das vor allem Lieferanten und die Buchhaltung, nicht jede Gästerechnung. Kläre mit deiner Steuerberatung, welches Format und welche Fristen für dich gelten.

Was gilt bei der Mehrwegpflicht 2026 für Gastronomiebetriebe?

Bei To-go-Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Aluminium musst du ein Mehrwegangebot parallel zum Einweg führen; Pfand gilt, wo vorgeschrieben. Einweg bleibt möglich, wenn du Mehrweg sichtbar anbietest und im Team dokumentierst – relevant für Lieferdienst, Imbiss und Café.

Welche Tools helfen bei Mindestlohn und Schichtplanung?

Für deine Mindestlohn Gastronomie 2026 Planung eignen sich der Minijob-Rechner und der Stundenlohnrechner für schnelle Szenarien. Ein sauberer Schichtplan verhindert unnötige Überstunden. Verknüpfe Zeiterfassung und Lohn vor der Januar-Abrechnung, damit du Mindestlohn und Minijob-Grenze jederzeit nachvollziehen kannst.