Ratgeber
Mindestlohn Gastronomie 2026: Höhe, Tarif & Pflichten

Kurz gesagt: In der Gastronomie gilt ab 1. Januar 2026 der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde – ohne Branchenausnahme. Die Minijob-Grenze liegt bei 603 € monatlich. Tarifverträge (DEHOGA, NGG) können höhere Löhne vorschreiben. Zusätzlich bleiben E-Rechnung, Mehrwegpflicht und die Zeiterfassungspflicht relevant. Unten findest du Tabellen, FAQs und eine Checkliste für deinen Betrieb.
Was ändert sich 2026 für die Gastronomie?
Ab dem 1. Januar 2026 gelten für alle Gastronomiebetriebe: Mindestlohn 13,90 €/h, Minijob-Grenze 603 €, E-Rechnung und Mehrwegpflicht bleiben bestehen, dazu 7 % MwSt für Speisen dauerhaft. Die folgenden Abschnitte fassen Pflichten, Tabellen und eine Umsetzungs-Checkliste zusammen.
Im Detail – für Betriebe in Hotel und Restaurant gilt das alles unmittelbar in Personal und Kalkulation:
- Mindestlohnerhöhung: Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde – eine Erhöhung von 8,4 Prozent.
- Minijob-Grenze: Die Verdienstgrenze für Minijobs steigt von 556 Euro auf 603 Euro monatlich.
- E-Rechnungspflicht: Die seit 2025 geltende Pflicht zur elektronischen Rechnungsstellung bleibt bestehen.
- Mehrwegpflicht: Die seit 2025 geltende Mehrwegangebotspflicht für Verpackungen bleibt bestehen.
- 7 % MwSt für Speisen: Ab 1. Januar 2026 gilt dauerhaft der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % für alle gastronomischen Speisen (Getränke: 19 %).
Diese Änderungen betreffen deine Lohnabrechnung, deine Kassensysteme und dein Verpackungsmanagement. Damit Mindestlohn, Abrechnung und Nachweise zusammenpassen, lohnt sich ein klarer Fahrplan – die Checkliste weiter unten hilft dir dabei.
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn in der Gastronomie beträgt ab dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Dies gilt für alle Arbeitnehmer in der Gastronomie, unabhängig von ihrer Position, Erfahrung oder Qualifikation. Trinkgeld darf den Mindestlohn nicht ersetzen – es muss zusätzlich ausgezahlt werden. Für Aushilfen und feste Teams gilt dieselbe Untergrenze pro Arbeitsstunde.
| Jahr | Betrag | Gültig ab |
|---|---|---|
| 2026 | 13,90 €/h | 01.01.2026 |
| 2025 | 12,82 €/h | 01.01.2025 |
| 2027 | 14,60 €/h | 01.01.2027 (geplant) |
Im Vergleich zu 2025 bedeutet das eine Erhöhung von 12,82 Euro auf 13,90 Euro – eine Steigerung von 8,4 Prozent.
Wichtig zu wissen:
- Der Mindestlohn gilt für alle Stunden, die gearbeitet werden.
- Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit kommen zusätzlich zum Mindestlohn hinzu (Zuschläge berechnen).
- Der Mindestlohn ist das absolute Minimum – höhere Löhne sind natürlich möglich und in vielen Betrieben üblich.
- Tarifverträge können höhere Mindestlöhne vorsehen, die dann gelten.
Welche Lohntabelle und Stundenlöhne gelten in der Gastronomie 2026?
Es gibt keine einheitliche Lohntabelle Gastronomie 2026 für ganz Deutschland – maßgeblich sind der gesetzliche Mindestlohn (13,90 €/h) und regionale Tarifverträge. Die Tabelle unten zeigt Untergrenzen und Planungswerte ohne Zuschläge; für Koch, Service und Küche gilt dieselbe gesetzliche Untergrenze, oft liegen Markt- und Tariflöhne darüber.
| Rolle / Bezug | Stundenlohn 2026 (Orientierung) | Hinweis |
|---|---|---|
| Gesetzlicher Mindestlohn | 13,90 €/h | Für alle Arbeitnehmer, auch Aushilfen |
| Minijob (max. Verdienst) | 603 €/Monat | ≈ 43,4 h bei 13,90 € |
| Tariflohn Gastgewerbe | ≥ Mindestlohn, regional unterschiedlich | DEHOGA/NGG-Verhandlungen je Bundesland |
| Vollzeit (40 h/Woche, ≈174 h/Monat) | ≈2.417 € brutto | 13,90 € × Monatsstunden, ohne Zuschläge |
| Geplanter Mindestlohn 2027 | 14,60 €/h | Ab 1.1.2027 (beschlossene Stufe) |
Koch, Service oder Aushilfe: Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Rollen gleich – in der Praxis liegen Küchen- und Serviceentgelte in vielen Betrieben darüber, wenn Tarif, Erfahrung oder Fachkräftemangel höhere Sätze erfordern. Für Minijobs und Aushilfen zählt vor allem die 603-Euro-Grenze; rechne den Stundenkorridor mit dem Minijob-Rechner. Für Vollzeit und Teilzeit nutzt du den Stundenlohnrechner, um Brutto aus Stunden oder umgekehrt zu planen.
Für die Auswirkung auf deine Marge rechnest du Lohnnebenkosten und Stundenbedarf mit – im Lexikon Personalkosten Gastronomie und im Ratgeber Kostenkontrolle im Restaurant findest du Kennzahlen und Hebel.
Was bedeutet die Mindestlohnerhöhung für Minijobber?
Die Minijob-Grenze 2026 steigt auf 603 € monatlich (7.236 € im Jahr). Bei 13,90 €/h sind das etwa 43,4 Stunden pro Monat – relevant für Aushilfen, Service und Spülküche. Liegt der Verdienst darüber oder hast du mehrere Jobs, wird die Beschäftigung schnell sozialversicherungspflichtig; ein Midijob kann die Übergangszone abfedern.
Die Grenze steigt gegenüber 2025 von 556 auf 603 Euro monatlich – Details zu Minijobs im Lexikon.
| Jahr | Minijob-Grenze | Jahresgrenze |
|---|---|---|
| 2026 | 603 €/Monat | 7.236 € |
| 2025 | 556 €/Monat | 6.672 € |
Das bedeutet konkret:
- Bei einem Stundenlohn von 13,90 Euro können Minijobber maximal 43,4 Stunden pro Monat arbeiten, ohne die Minijob-Grenze zu überschreiten.
- Überschreitet ein Minijobber diese Grenze, wird er automatisch sozialversicherungspflichtig.
- Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten genau erfassen, um die Grenze nicht zu überschreiten.
Für die korrekte Erfassung der Arbeitszeiten hilft dir eine gesetzeskonforme Zeiterfassung in der Gastronomie. Digitale Zeiterfassung warnt dich früh, wenn Aushilfen an die 603-Euro-Grenze kommen.
Falls du mehr über die Unterschiede zwischen Minijob und Midijob erfahren möchtest, findest du in unserem Lexikon alle wichtigen Informationen.
Wie berechne ich die neuen Lohnregeln in Ordio?
Für den Wechsel auf 13,90 €/h und die neue Minijob-Grenze legst du in Ordio ab 2026 neue Lohnregeln an – nicht bestehende Einträge überschreiben. So bleiben historische Abrechnungen korrekt, während neue Schichten den aktuellen Satz nutzen. Im Video siehst du die Schritte in der Oberfläche.
Wichtig: Lege in Ordio neue Lohnregeln an – überschreibe bestehende nicht. Änderst du bestehende Regeln, überschreibst du alle Vergütungsdaten der Vergangenheit. Das ist nicht rückgängig zu machen.
Warum das wichtig ist:
- Änderst du bestehende Regeln, überschreibst du alle Vergütungsdaten der Vergangenheit. Das kann deine Jahresabrechnung und Steuerunterlagen durcheinanderbringen.
- Rückgängig machen ist nicht möglich – lege deshalb eine neue Regel mit Startdatum 1.1.2026 an.
Was du tun solltest:
- Gehe in die Ordio-Einstellungen und lege ab dem 1. Januar 2026 eine neue Lohnregel an. Im Video erfährst du, wie du das ganz einfach für mehrere Mitarbeiter erledigen kannst.
- Stelle sicher, dass die Änderung rechtzeitig erfolgt – sonst arbeiten deine Mitarbeitenden im Januar womöglich zu alten Löhnen.
- Frage unser Support-Team, falls du unsicher bist. Nutze dafür gern den Chat auf unserer Webseite.
Was ist der Tarifvertrag Gastronomie 2026?
Ein Tarifvertrag Gastronomie regelt Löhne und Arbeitsbedingungen in der Branche. DEHOGA und NGG schließen regionale Tarife ab (z. B. Baden-Württemberg, NRW, RLP, Hessen). Tariflohn liegt oft über dem gesetzlichen Mindestlohn – gilt ein Tarifvertrag, musst du ihn einhalten.
Wichtig zu wissen:
- Tarifverträge können höhere Mindestlöhne vorsehen als der gesetzliche Mindestlohn.
- In einigen Bundesländern gelten regionale Tarifverträge (z. B. DEHOGA Hessen, NGG).
- Wenn ein Tarifvertrag gilt, muss dieser eingehalten werden – auch wenn er höhere Löhne vorsieht.
- Tarifverträge können auch Regelungen zu Zuschlägen, Arbeitszeiten und Urlaubsansprüchen enthalten.
- In der Systemgastronomie gibt es einen Tarifvertrag, der garantierte Mindestlöhne über dem gesetzlichen Mindestlohn für bestimmte Gruppen vorsieht.
Informiere dich über die für deinen Betrieb relevanten Tarifverträge, um sicherzustellen, dass du alle Anforderungen erfüllst. Ein Blick in den geltenden Tarifvertrag lohnt sich, da viele Tarifverträge über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.
Für die korrekte Umsetzung von Tarifverträgen und gesetzlichen Vorgaben hilft dir eine gesetzeskonforme Dienstplanung. So stellst du sicher, dass alle Regelungen eingehalten werden.
Beispiel: In tarifgebundenen Betrieben können Stundenlöhne über 14 Euro liegen – dann gilt der Tarif, nicht nur der gesetzliche Mindestlohn. Welche Tabelle für dein Bundesland gilt, klärst du über DEHOGA oder NGG vor der Januar-Abrechnung.
Wie wirkt sich die E-Rechnungspflicht 2026 aus?
Die E-Rechnungspflicht 2026 ist kein neues Thema: Seit 2025 müssen viele B2B-Rechnungen strukturiert (z. B. ZUGFeRD oder XRechnung) empfangen und verarbeitet werden. Für Restaurants betrifft das vor allem Lieferanten, Franchise und Buchhaltung – nicht jede Gästerechnung. Prüfe mit Steuerberatung, welches Format und welche Fristen für dich gelten.
Was bedeutet E-Rechnungspflicht?
Die E-Rechnungspflicht bedeutet, dass Rechnungen zwischen Unternehmen ab 2025 in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt werden müssen. Dies betrifft alle B2B-Rechnungen, also Rechnungen zwischen Unternehmen.
Für die Gastronomie bedeutet das:
- Eingehende B2B-Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern musst du strukturiert empfangen und verarbeiten können.
- Rechnungen von Dienstleistern (z. B. Reinigungsfirmen, Wartungsunternehmen) müssen elektronisch verarbeitet werden können.
- Die Rechnungen müssen in einem standardisierten Format (ZUGFeRD oder XRechnung) vorliegen.
Vorteile der E-Rechnung
Trotz des anfänglichen Aufwands bietet die E-Rechnung zahlreiche Vorteile:
- Zeitersparnis: Automatische Verarbeitung spart Zeit bei der Buchhaltung. Rechnungen werden direkt in dein System importiert, ohne manuelle Eingabe.
- Weniger Fehler: Elektronische Rechnungen reduzieren Eingabefehler. Die maschinelle Verarbeitung minimiert Tippfehler und falsche Beträge.
- Bessere Übersicht: Digitale Rechnungen sind einfacher zu verwalten und zu durchsuchen. Du findest Rechnungen schneller und kannst sie besser archivieren.
- Umweltschutz: Weniger Papierverbrauch schont die Umwelt und reduziert deine Druckkosten.
- Rechtssicherheit: E-Rechnungen erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen und sind rechtlich bindend.
Wichtige Schritte:
- Überprüfe, ob deine Kassensysteme und Softwarelösungen die Anforderungen erfüllen. Kontaktiere deinen Systemanbieter, falls Anpassungen nötig sind.
- Passe deine Prozesse an, um fehlerfreie elektronische Rechnungen zu erstellen. Schulung deiner Mitarbeiter ist wichtig für eine reibungslose Umstellung.
- Die Umstellung mag aufwändig wirken, bietet aber Vorteile: Sie spart langfristig Zeit und reduziert Fehler in der Buchhaltung.
- Teste die E-Rechnungserstellung vor dem 1. Januar, um sicherzustellen, dass alles funktioniert.
Unser Partner ETL ADHOGA hat alle wichtigen Infos kompakt auf den Punkt gebracht! Erfahre alles, was Du über E-Rechnungen wissen musst – und vor allem, wie Du Dich perfekt darauf vorbereitest.
Zum E-Rechnungen Ratgeber der ETL Adhoga
Was bedeutet die Mehrwegpflicht 2026 für Gastronomiebetriebe?
Die Mehrwegpflicht 2026 verlangt für To-go-Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Aluminium ein paralleles Mehrwegangebot (inkl. Pfand, wo vorgeschrieben). Einweg bleibt möglich, wenn Mehrweg sichtbar angeboten und dokumentiert ist – wichtig für Lieferdienst, Imbiss und Café mit Take-away.
Was bedeutet die Mehrwegpflicht?
Die Mehrwegpflicht bedeutet, dass du für bestimmte Verpackungen zusätzlich zu Einwegverpackungen auch Mehrwegalternativen anbieten musst. Kunden können dann wählen, ob sie Einweg- oder Mehrwegverpackungen verwenden möchten.
Betroffen sind Verpackungen aus:
- Papier
- Pappe
- Karton
- Aluminium
Umsetzung der Mehrwegpflicht
Um die Mehrwegpflicht umzusetzen, solltest du:
- Mehrwegverpackungen in dein Sortiment aufnehmen. Achte darauf, dass die Verpackungen für deine Speisen und Getränke geeignet sind.
- Kunden über die Möglichkeit informieren. Stelle Schilder auf oder informiere beim Bestellen über die Mehrwegoption.
- Ein System für die Rückgabe der Mehrwegverpackungen einrichten. Dies kann ein Pfandsystem oder ein Rückgabesystem sein.
- Deine Mitarbeiter schulen, damit sie Kunden informieren können. Erkläre die Vorteile von Mehrwegverpackungen und wie das Rückgabesystem funktioniert.
Was das für dich bedeutet:
- Prüfe dein Verpackungssortiment und passe es an die neuen Vorschriften an. Stelle sicher, dass du für alle betroffenen Verpackungen Mehrwegalternativen anbietest.
- Setze auf nachhaltige Lösungen, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen und dein Image als umweltbewusster Betrieb zu stärken.
- Kalkuliere die Kosten für Mehrwegverpackungen und das Rückgabesystem in deine Preise ein.
Welche weiteren Änderungen gibt es 2026?
Neben Lohn, E-Rechnung und Mehrweg bleiben 2026 vor allem Zeiterfassung, Datenschutz und Arbeitsschutz auf dem Radar – plus Dokumentation für Prüfungen durch Zoll oder Sozialversicherung. Für Teams in Küche und Service lohnt sich ein Blick auf Ordio für die Gastronomie, wenn du Planung und Nachweise bündeln willst.
Arbeitszeiterfassung
Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung bleibt auch 2026 bestehen. Alle Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter erfassen. Digitale Lösungen wie Ordio helfen dabei, diese Pflicht einfach und gesetzeskonform zu erfüllen. Details zur Zeiterfassungspflicht in der Gastronomie erfährst du in unserem Ratgeber.
Für die Gastronomie ist eine effiziente Inventur ebenso wichtig wie die korrekte Zeiterfassung. Beide Prozesse lassen sich mit digitalen Tools optimieren.
Bei einer Sozialversicherungsprüfung werden Lohnnachweise und Arbeitszeiten gegenübergestellt – Lücken bei Mindestlohn oder Minijobs können Nachzahlungen auslösen. Eine strukturierte Vorbereitung findest du in der Checkliste Sozialversicherungsprüfung.
Datenschutz
Die Datenschutzbestimmungen bleiben streng. Stelle sicher, dass deine Softwarelösungen DSGVO-konform sind und die Daten deiner Mitarbeiter sicher verwaltet werden. Dies ist besonders wichtig, wenn du digitale Tools für die Zeiterfassung und Lohnabrechnung nutzt.
Arbeitsschutz
Die Arbeitsschutzvorschriften in der Gastronomie bleiben bestehen. Achte darauf, dass alle Vorschriften eingehalten werden, um die Sicherheit deiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Regelmäßige Schulungen und Unterweisungen sind wichtig, um Unfälle im Betrieb zu vermeiden.
Wie bereite ich meinen Betrieb auf 2026 vor?
Starte idealerweise im vierten Quartal 2025: Lohnregeln und Minijob-Grenzen in Software anpassen, Lieferanten und Kasse auf E-Rechnung prüfen, Mehrweg beschaffen und das Team schulen. Bis 1. Januar 2026 müssen Mindestlohn und Minijob-Grenze in der Abrechnung sitzen. Die Checkliste unten hilft dir, nichts zu vergessen.
Arbeite diese Punkte der Reihe nach ab:
- ✅ Neue Lohnregeln in Ordio für den Mindestlohn 13,90 Euro anlegen
- ✅ Minijob-Grenze auf 603 Euro anpassen
- ✅ Kassensysteme auf E-Rechnungspflicht prüfen
- ✅ Mehrwegverpackungen bestellen und System einrichten
- ✅ Mitarbeiter über Änderungen informieren
- ✅ Prozesse dokumentieren und anpassen
- ✅ Arbeitszeiterfassung überprüfen und sicherstellen, dass sie gesetzeskonform ist
- ✅ Tarifverträge prüfen und ggf. anpassen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Lohnregeln aktualisieren: Lege neue Lohnregeln in Ordio an, anstatt bestehende zu ändern. So vermeidest du Probleme mit der Vergangenheit. Stelle sicher, dass die neuen Regeln den erhöhten Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde berücksichtigen.
- Minijob-Grenze anpassen: Passe die Minijob-Grenze auf 603 Euro an und überprüfe, ob alle Minijobber innerhalb der Grenze bleiben. Berechne die maximalen Arbeitsstunden pro Monat (43,4 Stunden bei 13,90 Euro/Stunde).
- E-Rechnung prüfen: Überprüfe, ob deine Kassensysteme E-Rechnungen im geforderten Format (ZUGFeRD oder XRechnung) erstellen können. Kontaktiere deinen Systemanbieter, falls Anpassungen nötig sind.
- Mehrwegverpackungen bestellen: Bestelle Mehrwegverpackungen für Papier, Pappe, Karton und Aluminium. Richte ein System für die Rückgabe ein und informiere deine Mitarbeiter über die neuen Vorschriften.
- Mitarbeiter informieren: Informiere deine Mitarbeiter über die Änderungen und schule sie ggf. in den neuen Prozessen. Erkläre die neuen Lohnregeln und die erhöhte Minijob-Grenze.
- Tarifverträge prüfen: Überprüfe, ob für deinen Betrieb ein Tarifvertrag gilt und ob dieser höhere Mindestlöhne vorsieht. Stelle sicher, dass alle tarifvertraglichen Regelungen eingehalten werden.
- Dokumentation aktualisieren: Aktualisiere deine Prozessdokumentation und Arbeitsanweisungen. Stelle sicher, dass alle Änderungen schriftlich festgehalten sind.
Was kostet die Mindestlohnerhöhung meinen Betrieb?
Die Mindestlohn Gastronomie 2026-Anhebung (+8,4 %) wirkt direkt auf Lohnkosten und indirekt über mehr zulässige Minijob-Stunden. Rechne Vollzeit, Teilzeit und Aushilfen getrennt – der Rechner Arbeitsstunden pro Monat und der Brutto-Netto-Rechner unterstützen die Planung vor der Preisanpassung im Menü.
Die Mindestlohnerhöhung von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde bedeutet eine Steigerung von 8,4 Prozent. Für einen Vollzeitbeschäftigten (40 Stunden/Woche) bedeutet das:
- Monatlich: Von 2.227,20 Euro auf 2.416,80 Euro (+189,60 Euro)
- Jährlich: Von 26.726,40 Euro auf 29.001,60 Euro (+2.275,20 Euro)
Für die Planung deiner Personalkosten in der Gastronomie solltest du diese Erhöhung berücksichtigen. Mit einem Stundenlohnrechner kannst du die Auswirkungen für verschiedene Szenarien berechnen.
Beispielrechnung für verschiedene Betriebsgrößen
Für einen Betrieb mit 10 Vollzeitbeschäftigten bedeutet die Erhöhung:
- Monatlich: 1.896 Euro zusätzliche Personalkosten
- Jährlich: 22.752 Euro zusätzliche Personalkosten
Für einen Betrieb mit 5 Vollzeitbeschäftigten und 10 Minijobbern (je 20 Stunden/Woche):
- Vollzeitbeschäftigte: 948 Euro monatlich zusätzlich
- Minijobber: Die erhöhte Minijob-Grenze ermöglicht mehr Stunden bei gleichem Verdienst
- Gesamt: Etwa 1.200 Euro monatlich zusätzlich
Für die korrekte Berechnung der Arbeitszeiten hilft dir ein Arbeitszeitrechner. So stellst du sicher, dass alle Arbeitszeiten korrekt erfasst und abgerechnet werden.
Tipps zur Kostenplanung
Um die Kostensteigerung zu bewältigen, solltest du:
- Die Personalkosten in deiner Kalkulation anpassen
- Preise für Speisen und Getränke überprüfen
- Effizienzsteigerungen durch digitale Tools nutzen
- Arbeitszeiten optimieren, um Überstunden zu vermeiden
Fazit: Proaktive Vorbereitung spart Ärger
2026 bündelt Mindestlohn, Minijob-Grenze, E-Rechnung, Mehrweg und laufende Pflichten wie Zeiterfassung. Wer Lohnregeln, Dokumentation und Schichtplan früh aktualisiert, reduziert Risiko bei Kontrollen und Nachzahlungen. In Ordio legst du für die Mindestlohnerhöhung neue Lohnregeln an – ohne historische Abrechnungen zu überschreiben.
Für die Umsetzung aller Änderungen hilft dir eine korrekte Lohnabrechnung. Mit digitalen Tools wie Ordio kannst du die Änderungen einfach umsetzen und alle gesetzlichen Vorgaben einhalten.
Fragen zur Umsetzung? Ordio-Kunden nutzen den Support-Chat; Interessenten buchen eine Demo über den Button.
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Häufige Fragen zu Mindestlohn Gastronomie 2026
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?
Ab dem 1. Januar 2026 gilt der Mindestlohn Gastronomie 2026 mit 13,90 Euro brutto pro Stunde – ohne Branchenausnahme. Tarifverträge können höhere Sätze vorschreiben. Ab 2027 ist eine Stufe auf 14,60 Euro vorgesehen. Du musst Trinkgeld zusätzlich zum Mindestlohn auszahlen, es darf die Untergrenze nicht ersetzen.
Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026 in der Gastronomie?
Die Minijob-Grenze 2026 liegt bei 603 Euro pro Monat (Jahresgrenze 7.236 Euro). Bei 13,90 Euro Stundenlohn sind das etwa 43,4 Stunden – wichtig für Aushilfen in Küche und Service. Wird die Grenze überschritten oder gibt es mehrere Jobs, wird die Beschäftigung in der Regel sozialversicherungspflichtig.
Was ist der Tarifvertrag Gastronomie 2026?
Der Tarifvertrag Gastronomie 2026 wird regional über DEHOGA und NGG ausgehandelt – es gibt keine einheitliche bundesweite Lohntabelle. Tariflöhne liegen oft über dem gesetzlichen Mindestlohn. Prüfe, ob dein Betrieb tarifgebunden ist und welche Entgelttabelle für dein Bundesland gilt.
Wie hoch ist der Stundenlohn in der Gastronomie 2026?
Als Untergrenze gilt der Mindestlohn Gastronomie 2026 mit 13,90 Euro pro Stunde. Der tatsächliche Stundenlohn liegt häufig darüber – durch Tarif, Erfahrung oder Zuschläge. Bei Vollzeit (rund 174 Stunden im Monat) entspricht die Untergrenze etwa 2.417 Euro brutto, ohne Nacht- oder Feiertagszuschläge.
Wie hoch ist der Mindestlohn als Koch in der Gastronomie 2026?
Für Köche gilt derselbe gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde wie in Service oder Spülküche. Viele Küchen zahlen über Tarif oder Qualifikation mehr. Plane Monatsbrutto und Zuschläge getrennt – die gesetzliche Untergrenze bezieht sich immer auf die normale Arbeitsstunde.
Gilt der Mindestlohn in der Gastronomie auch für Zuschläge?
Ja – aber nur für die Grundvergütung: Pro Arbeitsstunde musst du mindestens 13,90 Euro zahlen. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge kommen zusätzlich und dürfen den Mindestlohn nicht ausgleichen. Mit dem Zuschlagsrechner prüfst du steuerfreie Zuschläge auf Basis des Mindestlohns.
Was kostet die Mindestlohnerhöhung meinen Gastronomiebetrieb?
Die Anhebung von 12,82 auf 13,90 Euro (+8,4 %) erhöht deine Lohnkosten pro Stunde – bei zehn Vollzeitkräften sind das grob etwa 1.900 Euro mehr im Monat (ohne Lohnnebenkosten). Rechne Vollzeit, Teilzeit und Minijobs getrennt und prüfe deine Personalkostenquote; Kennzahlen findest du im Lexikon Personalkosten Gastronomie.
Muss ich für Auszubildende den Mindestlohn zahlen?
Auszubildende in Küche oder Service erhalten die Mindestausbildungsvergütung nach BBiG, nicht den allgemeinen Mindestlohn – 2026 z. B. mindestens 724 Euro im ersten Lehrjahr. Der gesetzliche Mindestlohn gilt für deine regulären Angestellten und Aushilfen ohne Ausbildungsverhältnis. Prüfe Vertrag, Stundenplan und Abrechnung getrennt.
Was passiert, wenn ich den Mindestlohn in der Gastronomie nicht zahle?
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll prüft Lohnunterzahlung – auch in der Gastronomie. Es drohen Nachzahlungen, Bußgelder und bei schweren Verstößen Strafverfahren. Fehlende Zeiterfassung kann als Hinweis auf Verstöße gewertet werden. Bewahre Verträge und Lohnnachweise mindestens zwei Jahre auf.
Wie bereite ich die Lohnabrechnung für 2026 vor?
Passe Stundenlöhne, Minijob-Grenzen und Tarifstufen zum 1. Januar 2026 an – in Ordio über neue Lohnregeln, nicht durch Überschreiben alter Einträge. Prüfe jede Abrechnungsperiode auf Mindestlohn und Zuschläge. Verknüpfe Zeiterfassung und Lohn, um Abweichungen früh zu erkennen.
Gilt die E-Rechnungspflicht 2026 auch für Gastronomiebetriebe?
Ja, soweit du B2B-Rechnungen empfängst oder ausstellst: Seit 2025 werden strukturierte Formate (z. B. ZUGFeRD, XRechnung) schrittweise Pflicht. Für dein Restaurant betrifft das vor allem Lieferanten und die Buchhaltung, nicht jede Gästerechnung. Kläre mit deiner Steuerberatung, welches Format und welche Fristen für dich gelten.
Was gilt bei der Mehrwegpflicht 2026 für Gastronomiebetriebe?
Bei To-go-Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Aluminium musst du ein Mehrwegangebot parallel zum Einweg führen; Pfand gilt, wo vorgeschrieben. Einweg bleibt möglich, wenn du Mehrweg sichtbar anbietest und im Team dokumentierst – relevant für Lieferdienst, Imbiss und Café.
Welche Tools helfen bei Mindestlohn und Schichtplanung?
Für deine Mindestlohn Gastronomie 2026 Planung eignen sich der Minijob-Rechner und der Stundenlohnrechner für schnelle Szenarien. Ein sauberer Schichtplan verhindert unnötige Überstunden. Verknüpfe Zeiterfassung und Lohn vor der Januar-Abrechnung, damit du Mindestlohn und Minijob-Grenze jederzeit nachvollziehen kannst.











