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Lexikon

Entfristung Arbeitsvertrag: Definition, Ablauf & Checkliste

Hady ElHadyVeröffentlicht 11 Min. Lesezeit
Entfristung Arbeitsvertrag: Definition, Ablauf & Checkliste | Ordio

Häufige Fragen zu Entfristung Arbeitsvertrag

Was bedeutet Entfristung beim Arbeitsvertrag?

Bei der Entfristung Arbeitsvertrag wechselst du von befristet zu unbefristet: Die Zeitbegrenzung entfällt, das Arbeitsverhältnis bleibt ohne Unterbrechung bestehen. Du setzt das meist mit einem Änderungsvertrag oder Nachtrag um – nicht mit einem neuen Enddatum wie bei der Verlängerung.

Was ist der Unterschied zwischen Verlängerung und Entfristung?

Bei der Verlängerung befristeter Arbeitsverträge bleibt das Verhältnis befristet – du setzt ein neues Enddatum. Bei der Entfristung wird der Arbeitsvertrag unbefristet. Die Frist entfällt dauerhaft statt nur verschoben zu werden. Beides gehört schriftlich in die Personalakte und sollte mit TzBfG-Grenzen abgestimmt sein.

Brauche ich einen neuen Arbeitsvertrag zur Entfristung?

Oft reicht ein Nachtrag, der die Befristungsklausel streicht oder durch eine unbefristete Fortsetzung ersetzt. Ein komplett neuer Arbeitsvertrag ist sinnvoll, wenn sich nahezu alle Bedingungen ändern oder du rechtlich ein neues Verhältnis begründen willst. Für die reine Entfristung ist der schlanke Änderungsvertrag meist klarer.

Ist eine Entfristung eine Neueinstellung?

Nein. Bei der Entfristung Arbeitsvertrag besteht das Arbeitsverhältnis fort; du meldest in der Regel keine neue Beschäftigung zur Sozialversicherung. Eine Neueinstellung liegt vor, wenn ein neues Arbeitsverhältnis beginnt – etwa nach Auslauf ohne Anschluss oder mit neuem Vertrag nach Pause.

Wann wird ein befristeter Arbeitsvertrag automatisch unbefristet?

Ein Vertrag kann ohne Nachtrag als unbefristet gelten, wenn die Befristung unwirksam ist – etwa wegen fehlender Schriftform oder unzulässiger Kettenbefristung. Das prüfen Gerichte im Einzelfall. Planst du eine bewusste Entfristung Arbeitsvertrag, vereinbarst du sie trotzdem schriftlich und legst den Nachtrag in der Personalakte ab.

Was ist eine Entfristungsklage?

Eine Entfristungsklage prüft gerichtlich, ob eine vereinbarte Befristung wirksam war – etwa wegen Schriftform, Sachgrund oder Kettenbefristung. Sie betrifft Streitfälle, nicht den regulären HR-Weg mit Nachtrag zur Entfristung des Arbeitsvertrags. Bei Klageandrohung Unterlagen sichern und arbeitsrechtliche Beratung einholen, statt voreilig neue Enddaten zu setzen.

Wie unterscheidet sich Entfristung von der Probezeit?

Die Probezeit nach § 15 TzBfG ist eine Phase mit verkürzter Kündigungsfrist am Anfang des Verhältnisses. Entfristung betrifft das Ende einer Befristung und den Übergang zu unbefristet. Beides kann im Lebenslauf eines Vertrags vorkommen, ist aber rechtlich verschieden – siehe Probezeit.

Muss die Entfristung des Arbeitsvertrags schriftlich erfolgen?

Ja, eine geplante Entfristung des Arbeitsvertrags brauchst du schriftlich – üblicherweise als Nachtrag mit klarem Wortlaut zur unbefristeten Fortsetzung. Mündliche Zusagen reichen nicht. Beide Parteien unterschreiben; HR legt das Dokument in der Personalakte ab und passt Stammdaten, Lohnbüro und Schichtplan an.

Was passiert mit dem Gehalt bei einer Entfristung?

Die Entfristung ändert das Gehalt nicht automatisch. Es bleibt, was im Vertrag steht, sofern ihr nichts anderes vereinbart. Willst du mit der Entfristung eine Anpassung koppeln, brauchst du eine ausdrückliche Klausel im Nachtrag. Ohne Zustimmung gilt die bisherige Vergütung weiter.

Kann ich einen befristeten Vertrag einseitig entfristen?

Nein. Eine einvernehmliche Entfristung braucht die Mitwirkung der Beschäftigten. Nur wenn die Befristung von vornherein unwirksam war, kann das Verhältnis bereits als unbefristet gelten – das ist ein Sonderfall, kein Standardprozess. Für geplante Fortsetzungen holst du die Unterschrift ein.

Wie entfriste ich einen Arbeitsvertrag?

Du entfristest einen Arbeitsvertrag, indem du mit der Person einen Nachtrag schließt: Befristungsklausel streichen oder durch unbefristete Fortsetzung ersetzen, beide unterschreiben, Akte aktualisieren. Das TzBfG gilt für die ursprüngliche Befristung – Ketten- und Schriftformfragen vorher prüfen. Vertiefung: Sachgrundlose Befristung.