Ratgeber
Kartenterminal 2026: 7 Anbieter im Vergleich

Kurzantwort: Ein Kartenterminal (auch EC-Terminal oder Kartenlesegerät) autorisiert Kartenzahlungen – ohne Kassensoftware, TSE-Bons oder Warenwirtschaft. Im Vergleich findest du sieben Anbieter für mobil und stationär (Stand Oktober 2026), branchenneutral mit Hinweisen für Gastronomie und Einzelhandel. Entscheidend sind meist Gerätemiete, Transaktionsgebühren und girocard-Akzeptanz. Brauchst du Kasse plus Inventur, siehe Kassensystem Einzelhandel oder Kassensystem Gastronomie.
- Einstieg & mobil: SumUp, Zettle
- Flatrate ohne Grundgebühr: Flatpay
- Acquirer & Filialen: PAYONE, Nexi, CCV
- EU-KMU mobil: myPOS
Wann Ordio passt – und wann nicht
Ordio ist kein Kartenterminal. Es deckt Schichtplan, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung ab – sinnvoll, wenn du neben der Kartenzahlung Personal digitalisieren willst. Terminal, Acquirer und Transaktionsgebühren bleiben bei deinem Payment-Anbieter.
Ordio lohnt sich, wenn Schichtplan und Zeiterfassung noch in WhatsApp und Excel laufen, während die Karte bereits am Terminal läuft. Preise: Starter, Plus und Pro 89 / 129 / 169 € pro Standort und Monat (Jahresabo) auf Ordio Preise.
Viele suchen ein Kartenterminal, einen Kartenterminal-Vergleich oder ein EC-Kartenlesegerät – gemeint ist fast immer dasselbe: Zahlungen per Karte abwickeln, nicht Personalsoftware kaufen. Nicht verwechseln: Ein Zeiterfassungs-Terminal (Stechuhr) ist kein EC-Kartenleser. Praktisch zählen Kartenvolumen, Mobilbedarf und Vertragslaufzeit mehr als die längste Feature-Liste auf der Anbieterseite.
Auswahlkriterien: Kartenterminal
Bevor du Anbieter vergleichst, kläre Kartenvolumen, Gerätetyp und Vertragslaufzeit. Die Werbung zeigt oft nur den niedrigsten Prozentsatz; dein Mix aus girocard, Kredit und American Express entscheidet über die echte Rechnung.
- Gerätetyp: mobil (WLAN/SIM), stationär am Kassenplatz, Smartphone als Terminal (Tap to Pay)
- Gebühren: Monatsmiete, Grundgebühr, Prozent pro Transaktion, Mindestlaufzeit
- Kartenmix: girocard, Debit, Kredit, American Express, Apple Pay / Google Pay
- Auszahlung: T+1, Wochenend-Sperren, Rückbuchungen
- Integration: Standalone vs. Anbindung an Kassensystem oder Buchhaltung
- Support: Erreichbarkeit am Samstag, Ersatzgerät bei Defekt
Wer parallel Schichten plant, braucht dafür kein teureres Terminal-Paket: Personal organisierst du in Software wie Ordio oder über den Gastro Software Vergleich, nicht über den Acquirer-Vertrag.
Das Terminal liefert Tagesabschlüsse für die Buchhaltung; Lohn und Stunden laufen über Zeiterfassung. Ordio bereitet Stunden für DATEV vor (DATEV-Schnittstelle) – ersetzt aber weder Acquirer noch Kassenbon.
Mobil vs. stationär
Stationäre Terminals sitzen fest an der Kasse – stabil bei hohem Durchsatz im Laden. Mobile Geräte eignen sich für Service am Tisch, Märkte, Lieferservice oder Handwerk vor Ort. Viele Anbieter liefern ein Gerät für beide Modi; prüfe Akkulaufzeit, SIM-Kosten und ob du ohne zweites Gerät skalieren kannst.
Hybridmodelle (Tablet plus Dock) wirken flexibel, kosten aber oft zwei Vertragspositionen. Für einen Wochenmarkt reicht meist ein Reader; für viele Kassenplätze eher stationäre Hardware mit zentralem Acquirer.
Bei mobilem Kartenterminal oder Kartenzahlung am Terminal geht es selten um andere Anbieter, sondern um Akku, SIM-Kosten und ob du ohne Kassenbindung offline kassieren kannst.
Gebühren und Vertrag
Rechne Gesamtkosten pro Monat: Fixkosten (Miete, Service, Grundgebühr) plus erwartetes Kartenvolumen mal Transaktionsprozent. Bei 5.000 € Kartenumsatz macht 0,3 Prozentpunkte Unterschied 15 € im Monat; bei 15.000 € sind es 45 €. Flatrate-Modelle ohne Grundgebühr wirken attraktiv bei schwankendem Umsatz; klassische Acquirer-Pakete können bei hohem Volumen günstiger sein.
Beispielrechnung (Illustration, Tarife prüfen): 8.000 € Kartenvolumen, 1,1 % Transaktion, 19 € Miete → etwa 107 € variable Kosten plus 19 € Fix ≈ 126 € im Monat vor American Express. IHK-Ratgeber nennen für kleine Betriebe oft Gesamtpakete im Bereich 25–40 € Fix plus variable Anteile – dein Mix kann abweichen.
Hohes Volumen: Bei 15.000 € Kartenvolumen und 0,95 % Transaktionskosten fallen etwa 142 € an. Liegen die Konditionen bei 1,15 % statt 0,95 %, zahlst du 30 € mehr pro Monat – über 24 Monate 720 €. Acquirer-Pakete lohnen sich oft erst ab solchen Größenordnungen; kleine Cafés profitieren eher von niedriger Grundgebühr.
Miete vs. Kauf: Reader kaufen (SumUp, Zettle) reduziert Fixkosten, Acquirer-Miete inklusive Service erleichtert Ersatzgerät. Rechne beide Varianten über 36 Monate, inklusive Defekt und Versand.
Buchhaltung, Tagesabschluss und DATEV
Ein Kartenterminal erzeugt Tagesabschlüsse und Transaktionslisten für die Finanzbuchhaltung – getrennt von Lohn und Personal. Die meisten Acquirer liefern CSV, PDF oder Portal-Exporte; ob dein Steuerbüro DATEV-Import direkt aus dem Terminal bekommt, hängt vom Anbieter und der Schnittstelle ab, nicht vom Gerät allein.
Ordio überträgt Zeiterfassungs- und Lohndaten Richtung DATEV (DATEV-Schnittstelle) – das ersetzt keinen Zahlungsexport vom Terminal. KMU mit reiner Terminal-Lösung exportieren Kartendaten manuell oder über die Hausbank; wer POS plus Inventur nutzt, sollte prüfen, ob Kasse und Terminal dieselbe Buchungslogik liefern.
Vor Vertragsabschluss: Kläre Auszahlungskonto, Gebührenabrechnung und ob Rückbuchungen im Portal nachvollziehbar sind. Das spart Nacharbeit in der Buchhaltung, unabhängig vom Acquirer.
girocard, kontaktlos und Auszahlung
Deutsche Kunden zahlen überwiegend mit girocard und kontaktlos. Bestätige im Vertrag getrennt: girocard (EC), Debit, Kredit, Wallets und American Express. Internationale Payment-Apps werben manchmal nur mit Kreditkarte; für Gastronomie und Einzelhandel in Deutschland ist girocard oft Pflicht.
Auszahlung: Viele Anbieter zahlen T+1 auf dein Konto; Wochenend-Sperren oder Mindestbeträge können Liquidität verschieben. Kläre Rückbuchungen (Chargebacks) und wer Support liefert, wenn das Terminal am Samstag ausfällt. Ein gekauftes Lesegerät ohne Acquirer-Vertrag autorisiert keine Zahlung.
Tap to Pay und Handy als Terminal
Neue Anbieter ermöglichen Soft-POS: Smartphone oder Tablet als Terminal per App. Das spart Hardware, erfordert aber kompatible Geräte und klare Regeln für Mitarbeitende. Für dauerhaft hohes Volumen am festen Kassenplatz bleibt Hardware-Terminal oft robuster.
Tap to Pay auf dem privaten Handy ist organisatorisch heikel (PCI, DSGVO, wer darf kassieren). Besser: firmeneigenes Gerät und klare Regeln fürs Team. EC-Kartenlesegerät und Kartenterminal bezeichnen dasselbe Gerät; manche Angebote im Netz meinen nur Hardware ohne Vertrag – für Zahlungen brauchst du immer einen Acquirer.
Kartenterminal vs. Kassensystem
Ein Kartenterminal autorisiert Zahlungen. Ein Kassensystem führt zusätzlich Bon, Artikel, TSE und oft Inventur. Wer nur Kartenzahlung braucht (z. B. neben bestehender Kasse), bleibt beim Terminal. Wer Bon und KassenSichV braucht, wählt ein POS-System – siehe Kassensystem Gastronomie und Kassensystem Einzelhandel. Personalplanung bleibt separat (Gastro Software, Schichtplan Filialen).
Terminal plus Excel-Schichtplan ist in KMU verbreitet – solange Kasse und Personal sauber getrennt geführt werden. Ein teureres Paket vom Acquirer ersetzt keine Zeiterfassungspflicht.
Welches Terminal passt zu welchem Betrieb?
| Betriebstyp | Typisches Gerät | Oft passende Anbieter (Shortlist) |
|---|---|---|
| Café / Imbiss, Theke | Stationär oder kompakt mobil | SumUp, Flatpay, Zettle |
| Restaurant, Tischservice | Mobil am Tisch | SumUp, Flatpay, PAYONE |
| Laden, eine Kasse | Stationär, kontaktlos | Flatpay, CCV, Nexi |
| Markt / Event / Handwerk | Mobil, Akku | SumUp, Zettle, myPOS |
| Filialen, hohes Volumen | Stationär + Acquirer | PAYONE, Nexi, CCV |
Die Matrix ersetzt keine Angebotsrechnung: Tarife und girocard-Konditionen vor Unterschrift gegenrechnen. POS-Bedarf erkennst du, wenn du Bon, TSE oder Inventur brauchst – dann Terminal-Vergleich beenden und Kassensystem vergleichen.
Kartenterminal: Vergleichstabelle (Oktober 2026)
| Anbieter | Gerät | Gebührenmodell | Kartenmix | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| SumUp | Mobil, stationär, Solo | Transaktionsgebühr, Hardware optional | girocard, Kredit, kontaktlos | KMU, Einstieg |
| Flatpay | Mobil & stationär | Flatrate, oft ohne Grundgebühr (Tarif prüfen) | girocard, Kredit, Wallets | Laden, Gastro, Service |
| PAYONE | Stationär & mobil | Individuelles Acquirer-Angebot | Voller Kartenmix | Retail, Filialen |
| Zettle (PayPal) | Mobil, Reader | Pro Transaktion | girocard, Kredit, kontaktlos | Kleine Teams, Markt |
| myPOS | Mobil | Transaktionsgebühr, Gerät kaufen/mieten | EU-Karten, kontaktlos | Mobil, Events |
| Nexi | Stationär, SmartPOS | Acquirer-Vertrag | girocard, Kredit | Mittelstand, Filialen |
| CCV | Stationär & mobil | Acquirer, oft über Bank | girocard, Kredit | DE Handel, Gastronomie |
Preise Mitbewerber: öffentliche Tarifseiten Oktober 2026; fehlende Online-Preise → individuelles Angebot einholen.
So haben wir verglichen
Wir listen sieben etablierte Kartenterminal-Anbieter in Deutschland (Oktober 2026), die in unabhängigen Vergleichen (u. a. bezahlexperten.de, gruendung.de, IHK-Ratgeber) und auf Herstellerseiten regelmäßig vorkommen. Kein bezahltes Ranking; Gebühren stammen von öffentlichen Tarifseiten und können abweichen.
Auswahlkriterien für die Shortlist:
- Relevanz für KMU in Gastronomie, Einzelhandel und mobile Dienstleister
- girocard-fähige Tarife in Deutschland (nicht nur Kreditkarten-Werbung)
- Öffentliche Preis- oder Gebührenseiten bzw. nachvollziehbares Angebotsmodell
- Unterschiedliche Modelle: Self-Service (SumUp, Zettle), Flatrate (Flatpay), Acquirer (PAYONE, Nexi, CCV)
Nicht enthalten: reine Kassensysteme, Schichtplan-Software, Zeiterfassungs-Terminals und reine Shop-Hardware ohne Acquirer. Ordio steht nur im Block „Wann passt – wann nicht“, nicht in der Anbieter-Tabelle. Gebühren vor Vertragsabschluss immer auf der Anbieterseite gegenrechnen. Stand aller genannten Tarife: Oktober 2026.
Kartenterminals im Detail
Kurzprofile zu den sieben Anbietern aus der Tabelle (Oktober 2026). Jedes Profil fasst Gerätetyp, typische Zielgruppe und wann ein Wechsel zu Acquirer-Paketen sinnvoll wird. Tarife, American Express und Mindestlaufzeit vor Unterschrift auf der Anbieterseite prüfen – Online-Preise sind oft nur Einstiegstarife.
SumUp
SumUp adressiert viele Kleinbetriebe über mobile Reader und das SumUp Terminal mit Bon-Drucker. Einstieg ist schnell; bei hohem Filialvolumen oder komplexer girocard-Abwicklung lohnt der Vergleich mit Acquirer-Paketen. POS-Erweiterungen gibt es, bleiben aber getrennt vom reinen Terminal-Thema.
Transaktionsgebühren dominieren bei hohem EC-Anteil. Rechne Monatsumsatz kartengebunden durch und vergleiche mit Flatpay oder Acquirer, wenn du über 10.000 € Kartenvolumen erreichst.
Flatpay
Flatpay wirbt mit transparenten Transaktionsgebühren und oft ohne Einrichtungsgebühr. Geräte lassen sich mobil und stationär nutzen. Prüfe Mindestlaufzeit und American-Express-Konditionen separat – sie weichen oft vom EC-Standard ab.
Gut für Betriebe mit schwankendem Umsatz, die Fixkosten niedrig halten wollen. Für sehr hohes Filialvolumen lohnt ein paralleles Angebot von PAYONE oder CCV.
PAYONE
PAYONE ist ein etablierter Payment-Dienstleister mit stationären und mobilen Terminals. Sinnvoll bei planbarem Kartenvolumen und Bedarf an Beratung durch Acquirer. Preise sind selten online – Angebot mit drei Jahren TCO vergleichen.
Typisch für Einzelhandel und Dienstleister mit planbarem Kartenvolumen. Weniger Self-Service als bei SumUp, dafür Beratung und Filialbetreuung.
Zettle by PayPal
Zettle (früher iZettle) richtet sich an sehr kleine Teams mit Reader und App. Integration in PayPal-Ökosystem kann Buchhaltung vereinfachen. Für reine girocard-lastige Gastronomie mit hohem Tischumsatz Acquirer-Alternativen gegenrechnen.
Reader und App sind schnell live; bei hohem Tagesumsatz lohnt ein Vergleich der Transaktionsgebühren mit Flatpay oder SumUp über 12 Monate.
myPOS
myPOS liefert mobile Terminals mit sofortiger Auszahlungsoption in vielen Tarifen. Beliebt bei Events und Außendienst. Prüfe girocard-Verfügbarkeit und Support in Deutschland explizit im Vertrag.
Geräte kannst du kaufen oder mieten – rechne Versand, SIM und Auszahlungsgebühren in die Gesamtkosten ein. Weniger Filial-Standard als Nexi oder CCV.
Nexi
Nexi bedient mittlere und größere Händler mit SmartPOS und Bank-Acquiring. Sinnvoll ab stabilem Kartenvolumen, wenn du Filialen zentral abrechnen willst.
Verträge laufen oft über Hausbank oder Payment-Partner – vergleiche Angebote mit CCV und PAYONE, bevor du verlängerst.
CCV
CCV ist in Deutschland als Terminal- und Acquirer-Partner verbreitet, oft über Sparkasse oder Volksbank. Stationäre Kassen und mobile Geräte möglich. Tarife kommen häufig über die Hausbank – Vergleich lohnt sich vor Vertragsverlängerung.
Typisch für Einzelhandel und Gastronomie mit fester Kasse; mobile Erweiterungen sind möglich, aber nicht immer im Standardpaket enthalten.
Kartenterminal in der Gastronomie
Am Tisch zählt Mobilität und Akku; an der Theke oft stationär mit schnellem Durchsatz. Kombination mit Lieferplattformen braucht klare Zuordnung: Terminal-Umsatz vs. Plattform-Abrechnung. Schichtplan und Trinkgeld-Verteilung bleiben in Personalsoftware – siehe Gastro Software Vergleich.
Trinkgeld auf EC und Split-Zahlungen am Tisch solltest du im Pilot testen, nicht nur in der Preisliste lesen. Wer zusätzlich Bon und TSE braucht, ist beim Kassensystem Gastronomie besser aufgehoben als bei reiner Terminal-Wahl.
Lieferservice und Abholung: Kläre, ob Kartenzahlung an der Tür über dasselbe Terminal läuft wie im Laden, und ob Trinkgeld-Ausweis in der Kassensoftware oder im Personal-Tool erfolgt. Schichtplanung für Service und Küche bleibt getrennt vom Acquirer (Dienstplan Software Gastronomie).
Kartenterminal im Einzelhandel
Im Laden dominiert der feste Kassenplatz; kontaktlos ohne PIN bis 50 € beschleunigt die Schlange. Wer Warenwirtschaft braucht, ist beim Kassensystem-Vergleich besser aufgehoben als bei reiner Terminal-Auswahl. Filial-Schichtplanung: Schichtplanung Filialen.
Saisonale Spitzen (Weihnachten, Sales) zeigen, ob Auszahlung und Ersatzgerät am Samstag funktionieren. Ein zweites mobiles Terminal kann Retouren-Schlangen entlasten, wenn die Hauptkasse blockiert ist. Für Inventur und Scanner-Anbindung bleibt das Thema Einzelhandel POS, nicht reines EC-Gerät.
Vertragswechsel, Kündigung und Hardware
Vor dem Wechsel: alten Acquirer-Vertrag und Mindestlaufzeit prüfen, Rückgabebedingungen für Miet-Hardware klären und parallele Laufzeit vermeiden (doppelte Fixkosten). Viele Betriebe wechseln nach Vertragsverlängerung – nutze die Frist (oft 3–6 Monate vor Laufzeitende) für drei Vergleichsangebote.
Beim Go-live: Testzahlungen mit girocard und kontaktlos, Tagesabschluss mit Buchhaltung abstimmen, Mitarbeitende kurz schulen. Alte Terminal-ID und Zugänge deaktivieren, damit keine Umsätze auf dem falschen Vertrag landen. Datenexport aus dem alten System ist beim Payment-Anbieter selten nötig; Umsatzhistorie liegt meist beim Acquirer oder in der Buchhaltung.
Checkliste vor Vertragsabschluss
Geh die Punkte mit Anbieter und Steuerberater durch – nicht nur mit dem Vertrieb:
- Monatliches Kartenvolumen und Anteil girocard vs. Kredit schätzen
- Drei Angebote mit identischer Laufzeit (12 vs. 24 Monate) vergleichen
- Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Ersatzgerät klären
- girocard und American Express separat bestätigen
- Test an einem Stoßtag (Samstag, Abendservice) durchführen
- Export für Buchhaltung klären (Tagesabschluss, CSV, Schnittstelle)
Für steuerliche Belege bei Kleinbeträgen siehe auch Kleinbetragsrechnung – das Terminal ersetzt keine ordentliche Rechnungsstellung bei B2B. Bei Unsicherheit zu Belegpflicht Steuerberatung einbinden; das ist keine Rechtsberatung. Dokumentiere Testzahlungen und Tarifzusagen schriftlich vor der Unterschrift.
Fazit
Das passende Kartenterminal hängt von Kartenvolumen, Gerätetyp und Vertragslaufzeit ab – nicht von pauschalen Testsiegern. Nutze Betriebstyp-Matrix, Tabelle und Checkliste als Shortlist, hole drei Angebote mit gleicher Laufzeit ein und teste an einem Stoßtag.
Brauchst du Bon, TSE und Inventur, vergleiche Kassensysteme für Gastronomie oder Einzelhandel. Liegt der Engpass bei Schichtplan und Zeiterfassung, starte mit Ordio oder dem Gastro Software Vergleich – unabhängig vom Payment-Anbieter.
Häufige Fragen zu Kartenterminal 2026
Was ist ein Kartenterminal?
Ein Kartenterminal (auch EC-Terminal oder EC-Kartenlesegerät) liest girocard, Debit- und Kreditkarten und autorisiert Zahlungen. Es ist kein Kassensystem – ohne Bon, TSE oder Artikelstamm. Für reine Kartenzahlung reicht das Terminal; für Kasse plus Inventur brauchst du ein POS-System.
Wie viel kostet ein Kartenterminal?
Kosten setzen sich aus Gerätemiete oder -kauf, Grundgebühr und Transaktionsprozent zusammen. Einfache mobile Reader starten oft unter 50 € Hardware plus ca. 1–2 % pro Zahlung (Stand öffentlicher Tarife Oktober 2026). Rechne dein realistisches Monatsvolumen durch – nicht nur den Werbe-„ab“-Preis.
Welches Kartenterminal ist das günstigste?
Das hängt vom Kartenvolumen ab: Flatrate ohne Grundgebühr (z. B. Flatpay) kann bei kleinem Umsatz gewinnen; Acquirer-Pakete (PAYONE, CCV) bei hohem Volumen. Vergleiche drei Angebote über 24 Monate inklusive girocard und American Express – es gibt keinen pauschalen Testsieger.
Welches Kartenterminal passt am besten zu meinem Betrieb?
Das hängt vom Einsatz ab: SumUp oder Zettle für schnellen mobilen Start, PAYONE, Nexi oder CCV für Filialen mit Acquirer-Beratung, Flatpay für transparente Flatrate. Entscheide nach Gerätetyp, girocard, Support und Gesamtkosten – nicht nach pauschalen Rankings.
Wie hoch sind die Transaktionsgebühren beim Kartenterminal?
Typisch sind ca. 0,9–1,9 % pro Kartenzahlung plus ggf. Fixcent pro Transaktion; American Express oft höher. Bei 10.000 € Kartenumsatz und 1,2 % zahlst du etwa 120 € im Monat – plus Miete. Fordere eine Beispielrechnung mit deinem Umsatzmix an.
Welche Kartenterminal-Anbieter gibt es?
In Deutschland sind u. a. SumUp, Flatpay, PAYONE, Zettle, myPOS, Nexi und CCV verbreitet – oft über Banken oder Acquirer gebündelt. In der Vergleichstabelle findest du sieben Anbieter mit Kurzprofil (Stand Oktober 2026).
Kann ich mein Handy als Kartenterminal nutzen?
Ja, mit Tap to Pay oder Soft-POS-Apps auf dem Smartphone – vorausgesetzt, Gerät und Vertrag unterstützen es. Für dauerhaft hohen Durchsatz an der Kasse ist dedizierte Hardware meist stabiler. Prüfe PCI-Vorgaben, girocard und wer das Gerät im Alltag bedient.
Akzeptieren alle Terminals girocard?
Nicht automatisch. girocard braucht deutsche Acquirer-Anbindung. Bestätige im Vertrag girocard, Debit, Kredit und kontaktlos getrennt – besonders bei internationalen Payment-Apps oder reiner Kreditkarten-Werbung.
Kartenterminal mieten oder kaufen?
Miete inklusive Service ist üblich bei Acquirern; Kauf lohnt bei SumUp/Zettle-Readern für flexible Einsätze. Rechne 36 Monate Gesamtkosten inklusive Defektaustausch. Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist vor Unterschrift lesen.
Was ist der Unterschied zwischen EC-Terminal und Kassensystem?
Das EC-Terminal autorisiert Kartenzahlungen; das Kassensystem führt zusätzlich Bon, TSE, Artikel und oft Inventur. Terminal-only passt zur bestehenden Kasse; ein POS ersetzt die Kasse – in Gastronomie und Einzelhandel getrennt vergleichen. Start: Kassensystem Einzelhandel oder Kassensystem Gastronomie.
Welche Vertragslaufzeit ist üblich?
Acquirer-Verträge laufen oft 12–24 Monate; manche Flatrate-Anbieter sind monatlich kündbar nach Einführungsphase. Achte auf automatische Verlängerung und Kündigungsfrist (3–6 Monate). Terminal-Miete und Acquirer-Vertrag können gekoppelt sein.
Ist Ordio ein Kartenterminal?
Nein. Ordio ist kein Kartenterminal und kein Acquirer – sondern Software für Schichtplan, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung ab 89 / 129 / 169 € pro Standort und Monat (Jahresabo, siehe Preise). Kartenzahlung bleibt bei deinem Payment-Anbieter; Zeiterfassung am Terminal siehe Zeiterfassungs-Terminal.











