Ratgeber
Kassensystem Einzelhandel: 7 Anbieter im Vergleich 2026

Kurzantwort: Ein Kassensystem für den Einzelhandel (POS-System am Point of Sale) bündelt Kasse, TSE-konforme Belege, Zahlarten und oft Warenwirtschaft – getrennt von Dienstplan und Zeiterfassung. Hier vergleichst du sieben POS-Anbieter für Laden und Filiale (Stand Oktober 2026). Für Schichtplan und Personal neben der Kasse siehe den Schichtplanungs-Vergleich für Filialen.
- Schnell starten (KMU): SumUp oder etron
- Warenwirtschaft + Kasse: Tillhub oder flour
- Zahlung + Kasse: Flatpay oder Payone
- Buchhaltungs-Nähe: Lexware Kassen
Wann Ordio passt – und wann nicht
Ordio ist kein Kassensystem. Es deckt Schichtplan, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung ab – ideal, wenn du Personal neben der Kasse digitalisieren willst. Für TSE, Bon und Kartenzahlung brauchst du einen der Anbieter in der Tabelle. Kombination ist üblich: POS für Umsatz, Ordio für Plan und Zeit.
Suchst du nur eine Kasse ohne Schichtbedarf, reicht die POS-Tabelle. Suchst du Filial-Schichtplanung ohne POS-Wechsel, starte beim Filialen-Vergleich – nicht hier.
Schichtplan und Zeiterfassung neben der Kasse
Für Filialen und Läden mit wechselnden Schichten: Schichtplan, Zeiterfassung, Lohnauswertung und DATEV-Schnittstelle – auch im Einzelhandel. Starter ab 89 €, Plus 129 €, Pro 169 € pro Standort und Monat (Jahresabo); Details auf Preise.
Schichtplan und Zeiterfassung für deinen Laden testen:
Wer nach kassensystem einzelhandel sucht, braucht in der Regel Kasse, Scanner, Inventur und gesetzeskonforme Belege – nicht Dienstplan-Software. Dieser Vergleich gilt für Einzelhandel (Laden und Filiale), nicht für Gastronomie – dazu der Kassensystem-Vergleich Gastronomie. Personalplanung findest du im Dienstplan-Software-Vergleich und für mehrere Standorte im Filialen-Vergleich.
Auswahlkriterien: Kassensystem Einzelhandel
Bevor du Anbieter vergleichst, kläre diese Punkte:
- TSE & KassenSichV: Signierte Belege, Export für Betriebsprüfung
- Hardware: Tablet, Festkasse, Scanner, Kassenlade
- Warenwirtschaft: Artikelstamm, Inventur, Lieferanten – integriert oder Schnittstelle
- Zahlarten: EC, kontaktlos, Rechnung, Gutscheine
- Filialen: zentraler Artikelstamm vs. pro Standort
- Buchhaltung: DATEV-Export, GoBD-Aufbewahrung
- Personal: getrenntes Tool für Schicht und Zeit (siehe Bridge oben)
Ein Kassensystem ersetzt keine Zeiterfassungspflicht. Plan und Ist für Verkaufspersonal laufen in HR- oder Schichtsoftware – nicht in der Kasse allein. Wer Filialen plant, findet im Ratgeber Personalmangel im Einzelhandel Kontext zu Fluktuation und Recruiting – das Kassenthema bleibt davon getrennt.
Warenwirtschaft und Inventur im Laden
Im Einzelhandel entscheidet oft die Warenwirtschaft, ob ein POS-System langfristig trägt: Artikelstamm, Varianten (Größe, Farbe), Lieferanten, Inventur und Retouren. Kleine Läden kommen mit schlankem Artikelkatalog aus; Mode, Sport oder Elektronik brauchen Tiefe in Beständen und Filialtransfer.
Prüfe im Demo: Inventur zählen, Schwund buchen, Preisaktionen zentral ausrollen. Wenn die Kasse nur scannt, die Bestände aber in Excel liegen, hast du kein integriertes System – nur schnelleres Abkassieren.
Retouren und Umtausch am Tresen sollten im Pilot durchspielbar sein: Bon stornieren, Gutschein oder Rückzahlung, Bestand wieder buchen. Mode und Sport ohne sauberen Retouren-Workflow erzeugen am Samstag die längsten Schlangen.
EC, kontaktlos und Rechnungskauf
Reines EC-Terminal ohne POS: Kartenterminal-Vergleich.
Deutsche Kunden erwarten EC und kontaktloses Bezahlen; Rechnungskauf, Gutscheine oder Ratenzahlung sind je nach Sortiment wichtig. Payment-Schwerpunkt-Anbieter (Flatpay, Payone) konkurrieren vor allem über Gebührenmodelle; Suite-Anbieter (Tillhub, flour) bündeln Zahlung und Kasse in einer Oberfläche.
Bevor du unterschreibst: Passt dein Acquirer (Sparkasse, Volksbank, SumUp, Payone usw.) zum POS? Ist der Offline-Modus bei Internetausfall dokumentiert? Spiel im Pilot alle relevanten Zahlarten durch – und rechne Grundgebühr plus Transaktionskosten über drei Monate realer Umsätze, nicht nur den niedrigsten Prozentsatz aus der Werbung.
Eine Filiale oder ein Netz?
Ein Standort braucht selten Multi-Store-Logik; ein Filialnetz braucht zentralen Artikelstamm, Rollenrechte und konsistente TSE-Exports pro Standort. SumUp und etron eignen sich oft für den Einstieg; Tillhub, flour und Payone adressieren eher wachsende Filialstrukturen. Skaliere nicht vorschnell in Enterprise-Pakete, wenn du noch Prozesse am ersten Standort festziehst.
Bei Filialen: kläre, ob Inventur standortweise oder zentral läuft und ob Anmeldungen für Personalsoftware getrennt von Kassen-Logins bleiben – Schichtplan und Zeiterfassung sind kein POS-Feature.
Unternehmensgröße und Budget: Ein Marktstand mit wenigen SKUs braucht keine Multi-Store-Suite; ein Fachhandel mit Lager und zwei Filialen sollte Artikelstamm-Sync und Rollenrechte früh testen, statt später zu migrieren.
KassenSichV, TSE und Belege
Seit der Kassensicherungsverordnung müssen Kassensysteme manipulationssichere Aufzeichnungen erzeugen. Im Einzelhandel zählen Bar- und Kartenzahlungen am Point of Sale. Prüfe beim Anbieter: zertifizierte TSE, DSFinV-K-Export und Aufbewahrungsfristen. Das ist keine Rechtsberatung – bei Unsicherheit Steuerberatung einbinden.
Viele Anbieter in der Tabelle werben mit „100 % rechtssicher“ – trotzdem Export und Prozess im Pilot testen, bevor du alte Kassen abschaltest.
Cloud-TSE und lokale Signaturmodule sind beides üblich – entscheidend ist, dass jeder Bon signiert wird und du ohne Hersteller-Support einen Prüfexport erzeugen kannst. Notiere Zertifikatslaufzeit und Ansprechpartner für TSE-Ausfälle im Einführungsplan.
GoBD, Aufbewahrung und Betriebsprüfung
Kassenbelege und TSE-Daten müssen für Betriebsprüfungen exportierbar und aufbewahrbar sein. Kläre mit dem Anbieter: Aufbewahrungsdauer, Zugriff für Steuerberater, Nachexport bei Systemwechsel. Cloud-Kassen sind üblich – prüfe AV-Vertrag und Standort der Datenverarbeitung.
Ein sauberer Kassenabschluss (Z-Bon, Tagesabschluss) spart Diskussionen mit der Buchhaltung. Wenn dein Steuerberater DATEV erwartet, teste den Exportformat-Namen (z. B. DSFinV-K) vor Vertragsunterschrift.
Beim Systemwechsel brauchst du oft einen Nachexport der alten Kasse – kläre Frist und Kosten vor dem Vertrag. GoBD verlangt nachvollziehbare Prozesse: wer darf Stornos buchen, wer den Tagesabschluss freigibt, und wo die Exporte archiviert werden.
Hardware: Scanner, Bondrucker, Kassenlade
Software allein reicht nicht – du brauchst passende Hardware: Barcode-Scanner, Bondrucker, Kassenlade, ggf. Kundendisplay. Manche Anbieter verkaufen Mietpakete, andere erlauben ein eigenes Tablet. Rechne Anschaffung oder Miete über 36 Monate in den TCO ein.
Teste im Laden: Scan-Geschwindigkeit bei Stoßzeiten, Papierwechsel am Drucker, Offline-Verhalten bei Internetausfall. Ein schönes UI nützt wenig, wenn die Schlange an der Kasse wächst.
Für Mode und Sport zählt oft ein Handscanner statt fest montierter Linse; Elektronik braucht EAN-Scan und manchmal Seriennummern-Erfassung. Kundendisplay und zweites Display fürs Kassenteam reduzieren Rückfragen zu Preisen – prüfe Kompatibilität im Mietpaket, nicht nur auf der Preisseite.
Kassensystem Einzelhandel: Vergleichstabelle (Oktober 2026)
Die Tabelle fasst sieben Kassensysteme für den Einzelhandel zusammen – ohne Ordio, weil Ordio kein POS ist. Preise und Compliance-Angaben stammen von Anbieterseiten (Oktober 2026); fehlende Online-Tarife sind als Angebot gekennzeichnet.
| Software | Kernfunktionen | Preis ab | Zielgruppe | TSE / Compliance |
|---|---|---|---|---|
| SumUp | Kasse, Kartenzahlung, leichte Artikelverwaltung | ab ca. 0 € Hardware + Transaktionsgebühren | Kleinstladen, Marktstand | TSE-fähige Lösungen (Paket prüfen) |
| Tillhub | Kasse, Warenwirtschaft, Inventur, Filialen | Preis auf tillhub.de (Okt. 2026) | Einzelhandel, Boutiquen | Rechtssichere Kasse (Anbieterangabe) |
| flour | POS, Bestand, Multi-Store | Preis auf Website (Okt. 2026) | Einzelhandel KMU | TSE im Paket laut Anbieter |
| etron | Kasse Einzelhandel, TSE, Scanner | ab ca. 19,80 € / Monat (Anbieterangabe) | Laden, Kiosk | TSE inklusive (Marketing) |
| Flatpay | Kasse + Zahlungslösung | Preis auf flatpay.com (Okt. 2026) | Einzelhandel ohne IT-Team | Compliance laut Anbieter |
| Payone | Kassensysteme, Zahlungsabwicklung, WW | Individuelles Angebot | Handel mit Kartenvolumen | Gesetzeskonform (Anbieterangabe) |
| Lexware Kassen | Kasse, Buchhaltungsnähe, DATEV-Umfeld | Preis auf lexware.de (Okt. 2026) | KMU mit Steuerberater | TSE / GoBD (Paket prüfen) |
Preise Mitbewerber: öffentliche Tarifseiten Oktober 2026; fehlende Online-Preise als „Preis nicht öffentlich“ oder Angebot.
Kassensystem vs. Personalplanung
Die Kasse steuert Umsatz und Belege; Personalplanung steuert Schichten, Verfügbarkeiten und Arbeitszeiten. Beides läuft in vielen Filialbetrieben parallel. Wer nur ein Budget hat, priorisiert meist zuerst die gesetzeskonforme Kasse – danach Schichtplan und Zeiterfassung, sobald WhatsApp-Listen und Excel eng werden.
Mehr zur Tool-Frage Filialen: Schichtplanungssoftware für Filialen. Zeiterfassung im Überblick: Zeiterfassung Software Vergleich.
Ein integriertes „All-in-one“ aus Kasse und HR gibt es selten – Schnittstellen für Umsatz pro Schicht reichen meist nicht für Arbeitszeitgesetz und Urlaubsplanung. Plane deshalb zwei Produkte und zwei Einführungswellen, statt ein POS-Modul als Ersatz für Dienstplan zu verkaufen.
Was kostet ein Kassensystem im Einzelhandel?
Kosten setzen sich aus Hardware (Kasse, Scanner, Drucker), Software-Lizenz oder Miete, TSE-Service und Transaktionsgebühren zusammen. Kleine Läden starten oft mit Tablet-Kasse und geringen Grundgebühren; Filialketten zahlen für Warenwirtschaft und Support. Rechne Setup, Schulung und optionalen DATEV-Export ein – nicht nur die Monatsrate aus der Werbung.
Beispielrechnung: 40 € Software, 30 € TSE-Service, 25 € Terminal-Miete und 1,5 % Kartengebühr auf 15.000 € Monatsumsatz – so siehst du den effektiven Monatspreis, bevor du bindend unterschreibst.
Mietmodelle senken die Anfangsinvestition, binden dich aber über 24–36 Monate. Kauf lohnt bei stabilen Standorten; Miete bei Pop-up oder Testfilialen.
Die sieben Anbieter im Detail
Kurzprofile zu den POS-Anbietern aus der Tabelle – mit Homepage-Screenshot (Stand Oktober 2026). Ordio erscheint hier bewusst nicht; Schicht und Zeit siehe Bridge oben.
SumUp
Profil: Bekannte Mobile-Payment-Marke mit Kassen-Apps für kleine Betriebe. Schneller Einstieg, weniger Tiefe in Warenwirtschaft als Suite-Anbieter.
Ideal für: Sehr kleine Läden, Pop-up, Nebenverkauf.
Preis (Okt. 2026): sumup.de – oft hardwaregünstig, Gebühren pro Transaktion.
Vorteile: Einfache Bedienung, bekannte Marke. Grenzen: Filial- und WW-Tiefe gegen Tillhub prüfen.
SumUp passt, wenn du schnell live gehen willst und wenige Artikel führst. Sobald Inventur und Filialen drücken, vergleiche Tillhub oder flour in derselben Preisklasse.
Tillhub
Profil: POS mit Warenwirtschaft für Einzelhandel – häufig in Tests und Branchenseiten genannt.
Ideal für: Boutiquen, Fachhandel mit Inventurbedarf.
Preis: tillhub.de (Okt. 2026).
Vorteile: Einzelhandels-Fokus, Inventur, Filialoptionen. Grenzen: Kein Ersatz für Schichtplanung.
In Branchenvergleichen für klassischen Einzelhandel oft genannt – lohnt sich bei Boutiquen mit vielen SKUs. DATEV-Export und Rollenrechte im Angebot schriftlich bestätigen.
flour
Profil: Kassensystem mit Bestandsführung – in unabhängigen Vergleichen oft Top-3 für den Einzelhandel.
Ideal für: KMU mit mehreren Artikelgruppen und Filialwachstum.
Preis: flour.io / Anbieterseite (Okt. 2026).
Vorteile: Skalierbare Handels-Suite. Grenzen: Einführungsaufwand höher als reine App-Kasse.
flour lohnt sich, wenn du von einer Filiale auf zwei oder drei Standorte wächst – Artikelstamm und Bestände sollten dann ohne Excel-Export zwischen Läden synchron bleiben.
etron
Profil: Deutscher Anbieter mit Einzelhandels-Kassensystemen und TSE-Messaging.
Ideal für: klassischer Laden mit Scanner und fester Kasse.
Preis: etron.de – Einstiegspreise in Marketing (Okt. 2026).
Vorteile: Klare Einzelhandels-Story, TSE betont. Grenzen: Angebot vs. Ketten-Suite vergleichen.
etron adressiert klassische Ladenkassen mit Scanner – sinnvoll, wenn du vom mechanischen Setup kommst und cloudbasierte Tablet-Kassen skeptisch siehst.
Flatpay
Profil: Kombination aus Zahlungslösung und Kasse für Einzelhandel.
Ideal für: Betriebe, die Zahlung und Kasse aus einer Hand wollen.
Preis: flatpay.com (Okt. 2026).
Vorteile: Weniger Anbieterwechsel bei Kartenzahlung. Grenzen: Warenwirtschaftstiefe gegen Tillhub prüfen.
Lohnt sich, wenn Kartengebühren und Kassensoftware aus einer Hand kommen sollen – kläre im Demo, ob du den Artikelstamm in derselben App pflegst oder nur Zahlungen abwickelst.
Payone
Profil: Payment- und Kassensystem-Lösungen für Handel – eher über Beratung und Angebot.
Ideal für: Handel mit höherem Kartenvolumen und Filialstruktur.
Preis: payone.com – individuell.
Vorteile: Etablierte Payment-Infrastruktur. Grenzen: Nicht für Mikroladen ohne Beratungsbedarf.
Payone lohnt eher ab mittlerem Kartenvolumen und mehreren Kassen – kleine Läden sollten SumUp oder etron gegenrechnen, bevor sie in Beratungsprojekte gehen.
Lexware Kassen
Profil: Kassensoftware im Lexware-Ökosystem – nahe an Buchhaltung und DATEV-Prozessen.
Ideal für: KMU mit Steuerberater und bestehendem Lexware-Stack.
Preis: lexware.de (Okt. 2026).
Vorteile: Vertraute Marke, Exportpfade. Grenzen: UX vs. reine Cloud-POS testen.
Wenn dein Steuerberater ohnehin Lexware nutzt, reduziert das Reibung bei Monatsabschluss – trotzdem UI und Scanner-Workflow im Laden testen, nicht nur den Export im Büro.
Einzelhandel: Schicht und Kasse zusammen denken
Im Einzelhandel laufen Kasse und Personalplanung parallel: Samstagsöffnung, Aushilfen an der Kasse, Inventur am Montag. Die POS-Tabelle oben löst die Kasse; für Dienstplan und Zeiterfassung siehe Schichtplanungssoftware für Filialen und den Dienstplan-Software-Vergleich.
Ordio bleibt bewusst außerhalb der Kassensystem-Matrix – du vermeidest so Doppelkäufe und falsche Erwartungen an TSE oder Bondruck.
In Stoßzeiten zählt besetzte Kasse plus genug Personal im Laden – der Schichtplan legt fest, wer scannt und wer berät. Nach der POS-Einführung lohnt oft ein Review der Öffnungszeiten-Schichten, damit Kassenstau nicht durch zu wenige Kassenslots entsteht.
Checkliste: Kassensystem einführen
Vor dem Go-live ergänzt du interne Abläufe – optional mit Vorlagen aus den Ordio Checklisten für Schicht und Übergaben, getrennt von der Kassen-Einführung:
- Anforderungen: Artikelanzahl, Filialen, Zahlarten, TSE-Export.
- Zwei bis drei Anbieter aus der Tabelle shortlisten.
- Pilot mit echten Artikeln und Tagesabschluss.
- DSFinV-K-Export und Steuerberater-Test.
- Parallel Personalplanung klären (Schichtplan / Zeit getrennt).
- Rollout: Schulung Kasse zuerst, dann Filialen.
- Nach vier Wochen: Z-Bon und Inventur mit Team durchgehen.
Dokumentiere Ansprechpartner für TSE-Störungen und Supportzeiten – am Samstag zählt Erreichbarkeit mehr als Feature-Listen. Halte einen Ausweichplan für Kartenausfall bereit (z. B. separates EC-Terminal), damit der Laden bei Kassenausfall weiter verkaufen kann.
So haben wir verglichen
Kriterien: Einzelhandels-Fokus, TSE- und Compliance-Angaben, Warenwirtschaft, Preistransparenz (Okt. 2026), Zielgruppe KMU vs. Filiale. Ordio ist Anbieter dieses Portals, erscheint aber nicht in der POS-Matrix – nur im Personal-Bridge-Block. Mitbewerber sachlich, ohne Vergütung durch Dritte.
Die SERP-Recherche (Deutschland, Oktober 2026) war POS-lastig – daher dieses Listicle. Preise aus Anbieterseiten; fehlende Online-Tarife als Angebot. Nächstes Review: Dezember 2026 (Performance), Preise alle 90 Tage.
Keine bezahlte Platzierung in der Tabellenreihenfolge – die Shortlist folgt Einzelhandels-Fit und öffentlicher Preistransparenz. Hinweise zu veralteten Tarifen nehmen wir gerne entgegen; Preise prüfen wir quartalsweise für alle sieben Anbieter.
Fazit
Ein passendes Kassensystem Einzelhandel hängt von Artikelumfang, Filialen und Buchhaltung ab – nicht vom lautesten Testurteil. Wer nach beste kassensysteme einzelhandel oder einem POS-System Einzelhandel sucht, shortlistet zwei Anbieter aus der Tabelle, testet TSE-Export und Tagesabschluss und plant Schicht sowie Zeiterfassung separat – siehe Filialen-Schichtplan-Vergleich.
Personal neben der Kasse digitalisierst du getrennt vom POS: Ordio bietet Schichtplan und Zeiterfassung ab 89 € pro Standort und Monat (Jahresabo), ersetzt aber weder TSE noch Bondruck.
Häufige Fragen zu Kassensystem Einzelhandel
Welches ist das beste Kassensystem für den Einzelhandel?
Es gibt keinen Testsieger für alle Läden. In Branchenvergleichen 2026 schneiden oft SumUp, Tillhub und flour gut ab – je nach Inventur-Tiefe und Filialzahl. Shortliste zwei Anbieter aus unserer Tabelle und teste TSE-Export sowie Inventur mit deinen echten Artikeln.
Dein kassensystem einzelhandel muss zu Artikelanzahl, Scanner und Filialen passen – nicht zur Marketing-Headline „Testsieger“. Ein Samstag-Pilot mit Bon-Stornos und Inventur trennt Suite von App-Kasse schneller als Feature-Listen.
Welches Kassensystem eignet sich für den Einzelhandel?
Für kleine Läden reichen oft SumUp oder etron. Mit Inventur und Filialen eignen sich Tillhub, flour oder Payone. Lexware Kassen passt, wenn du ohnehin im Lexware- oder DATEV-Umfeld arbeitest.
Starte mit Artikelanzahl und Filialzahl – dein System sollte TSE-Export und Inventur im Pilot bestehen, bevor du unterschreibst.
Wie hoch sind die Kosten für ein Kassensystem im Einzelhandel?
Typisch: Hardware plus Software ab etwa 20–80 € monatlich für KMU, dazu Transaktionsgebühren. Filial- und Warenwirtschafts-Suiten liegen höher. Rechne Setup, TSE-Service und Support ein – nicht nur den Einstiegspreis aus der Werbung.
Beispiel: 40 € Software, 30 € TSE-Service, 25 € Terminal-Miete und 1,5 % Kartengebühr auf 15.000 € Monatsumsatz – so siehst du den effektiven Monatspreis vor Vertragsabschluss.
Ist ein Kassensystem im Einzelhandel Pflicht?
Wer Barumsätze erfasst, braucht eine ordnungsgemäße Kasse mit manipulationssicherer Aufzeichnung (TSE). Details hängen vom Betrieb ab – keine Rechtsberatung; Steuerberatung bei Unsicherheit.
Am Point of Sale zählt jede Kasse – auch Tablet-Lösungen. Dokumentiere TSE-Zertifikat und DSFinV-K-Export, bevor du das alte System abschaltest.
Brauche ich TSE im Einzelhandel?
Elektronische Kassensysteme im klassischen Ladenbetrieb müssen TSE-Anforderungen erfüllen. Wähle Anbieter mit zertifizierter TSE und teste den DSFinV-K-Export vor Go-live.
Frag im Demo nach signierten Belegen und Stornos – dein Steuerberater sollte einen Testexport erhalten, bevor du alle Kassen umstellst.
Was ist der Unterschied zwischen Kassensystem und Warenwirtschaft?
Die Kasse bucht Verkäufe und Zahlungen. Warenwirtschaft verwaltet Bestände, Lieferungen und Inventur. Viele Einzelhandels-POS-Pakete bündeln beides – prüfe, ob du nur Kasse oder volle Warenwirtschaft brauchst.
Ohne integrierte Bestände planst du bei Mode oder Elektronik oft doppelt in Excel – ein schlankes Kassensystem reicht manchmal nur bei wenigen Artikeln.
SumUp oder Tillhub für Einzelhandel?
SumUp ist stark für schnellen Einstieg und geringe Komplexität. Tillhub lohnt bei Inventur, Artikelstamm und Filial-Features. Entscheidend ist dein Artikelkatalog, nicht nur der Monatspreis.
Vergleiche beide an einem Samstag mit echten Scanner-Workflows – so siehst du, ob du App- oder Suite-Tempo brauchst.
Welches Kassensystem eignet sich für kleine Läden?
Kleine Boutiquen und Kioske starten oft mit SumUp, etron oder schlanken Tillhub-Paketen. Achte im Pilot auf TSE, Bondrucker und Retouren am Tresen.
Auch ein kleines kassensystem einzelhandel braucht einen sauberen DSFinV-K-Export – App-Kassen ohne Prüfexport sind langfristig teurer als ein Einstiegspaket mit Support.
Wie exportiere ich Kassendaten für DATEV?
Viele POS-Anbieter liefern Exporte fürs Buchhaltungs- oder DATEV-Umfeld – Umfang je nach Paket. Lexware Kassen und größere Handels-Suiten werben damit explizit; Probeexport mit dem Steuerberater vor Vertragsabschluss.
Notiere im Angebot den konkreten Export (z. B. DSFinV-K vs. CSV) – „DATEV-kompatibel“ in Marketing reicht deinem Steuerberater selten.
Kassensystem oder Schichtplanung – was zuerst?
Operativ und rechtlich steht die gesetzeskonforme Kasse meist zuerst. Sobald Schichtwechsel und Zeiterfassungspflicht drücken, kommt Schichtsoftware dazu – getrennt vom kassensystem einzelhandel in der Tabelle. Mehr dazu im Filialen-Schichtplan-Vergleich.
Ordio deckt Schicht und Zeit ab, ist aber kein Kassensystem. Du kannst POS zuerst einführen und Personalsoftware später ergänzen, ohne die Kasse zu wechseln.
Lassen sich Kassensystem und Zeiterfassung verbinden?
Selten in einem Produkt. Umsatz pro Schicht kann über Schnittstellen fließen; Arbeitszeiten erfasst du in Zeiterfassungs- oder Schichtsoftware – siehe Zeiterfassung Software Vergleich.
Plane zwei Budgets: eins für TSE und Kasse, eins für Plan und Ist des Teams an der Kasse – in Filialen mit wechselnden Schichten ist das üblich.
Gehört Gastronomie in diesen Kassensystem-Vergleich?
Nein. Dieser Vergleich gilt für Einzelhandel (Laden und Filiale). In der Gastronomie gelten ähnliche TSE-Regeln, aber andere Prozesse (Service, Küche, Trinkgeld). Für Gastro-POS siehe den Kassensystem-Vergleich Gastronomie.
Suchst du kassensystem einzelhandel, bleib bei der POS-Tabelle oben – Suchmaschinen vermischen Gastro- und Handels-Treffer oft.
Ist Ordio ein Kassensystem für den Einzelhandel?
Nein. Ordio ist kein POS, sondern Software für Schichtplan, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung im Einzelhandel. Kasse und Personal bleiben getrennte Systeme – kombinierbar, aber nicht ein Vertrag für TSE und Bon.
Für POS nutze die sieben Anbieter in der Tabelle; Ordio ergänzt danach Dienstplan und Zeiterfassung ab 89 € pro Standort und Monat (Jahresabo).





