Ratgeber
Beste Zeiterfassung Software 2026: 7 Tools im Test

Kurzantwort: Die beste Zeiterfassungssoftware 2026 hängt von Branche und Erfassungsart ab — für Schichtbetriebe mit Plan und Zeit in einem System eignen sich Ordio, clockin und Crewmeister; für Projektzeiten Clockodo oder ZEP; HR-Suites wie Personio ab mittlerer Teamgröße. In der Tabelle unten vergleichst du sieben Anbieter mit Preisen, DATEV und Zielgruppen.
Seit dem BAG-Urteil 2022 gilt die Pflicht zur systematischen Arbeitszeiterfassung — unabhängig davon, ob ein Reformgesetz noch aussteht. In diesem Zeiterfassung Software Vergleich 2026 vergleichst du sieben etablierte Anbieter in einer Tabelle: Preise, DATEV-Anbindung und Zielgruppen für Gastro, Homeoffice und Mittelstand.
Überblick Zeiterfassung: Pflicht, Modelle, Gesetz und Einführung im Ratgeber Zeiterfassung 2026 — dieser Artikel fokussiert auf Software-Vergleich, Kosten und Tool-Auswahl.
Du bekommst Checklisten, Kostenrahmen und Empfehlungen nach Betriebsprofil — ohne Werbetext. Rechtliche Pflicht und Dokumentation: Arbeitszeiterfassung Pflicht und Zeiterfassung Gesetz. Für App-Funktionen (Offline, GPS, Terminal): Zeiterfassung App.
| Dein Profil | Empfehlung aus der Tabelle | Warum |
|---|---|---|
| Gastro / Schicht + Zuschläge | Ordio, clockin, Crewmeister | Plan + Zeit, DATEV, App |
| Agentur / Projektabrechnung | Clockodo, ZEP | Projektzeiten, Kundenreporting |
| HR-Suite + Personalakte | Personio, TimeTrack | Onboarding, Lohn, Compliance |
| Freelancer / kleines Team | Clockify, Toggl (Übergang) | Einfach, aber oft ohne ArbZG-Tiefe |
Was ist Zeiterfassungssoftware?
Zeiterfassungssoftware dokumentiert Arbeitszeiten digital — revisionssicher, DSGVO-konform und mit Pflichtfeldern für Beginn, Ende und Pausen. Sie ersetzt in vielen Betrieben lose Excel-Listen und Stundenzettel, die bei Prüfungen oft nicht belastbar genug sind.
Was muss Zeiterfassungssoftware können? Mindestens Arbeitsbeginn, -ende und Pausen dokumentieren, Daten unveränderbar speichern und für die zweijährige Aufbewahrungspflicht bereitstellen. Von der Projektzeiterfassung unterscheidet sie sich dadurch, dass der Fokus auf Lohn und Compliance liegt — nicht auf Kundenabrechnung.
Moderne Systeme erfassen per App, Terminal oder Browser. Optional kommen Projektzuordnung, Zuschläge für Schichtarbeit und DATEV-Export für die Lohnabrechnung hinzu — bei Schichtbetrieben oft zusammen mit Schichtplanung.
Zeiterfassung Software Vergleich: Die besten Tools 2026
Die Tabelle vergleicht sieben etablierte Anbieter; darunter findest du Freemium-Tools als Orientierung. Preise und Funktionen können sich ändern — prüfe die aktuellen Konditionen beim Anbieter.
| Software | Kernfunktionen | Preis (ab) | DATEV | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| Ordio | Zeiterfassung + Schichtplanung, Abwesenheiten, Lohnvorbereitung | €89/Standort/Monat | Ja (Lohnexport) | Schichtbetriebe, Gastronomie, Einzelhandel |
| Personio | HR-Suite, Zeiterfassung, Recruiting | ca. €3/Nutzer/Monat | Ja | Unternehmen ab 10 MA |
| Clockodo | Projekt- und Arbeitszeiterfassung, Auswertungen | ab 4,75 €/Nutzer | Teilweise | Agenturen, KMU |
| clockin | Mobile Zeiterfassung, Schichtplanung, Terminal, Browser | ab 3,19 €/Nutzer | Ja (Lohnimport, Lohnauswertung, Lohnaustauschdatenservice) | Handwerk, Pflege, Gastro |
| TimeTrack | Zeiterfassung, Spesen, Schichtplanung | variabel | Ja | Mittelstand |
| Crewmeister | Zeiterfassung + Schichtplanung | ab 1,50 €/Nutzer | Ja (Lohnimportdatenservice; Modul Lohnexport) | Kleinbetriebe, Gastronomie |
| ZEP | Projektzeiterfassung, Abrechnung | variabel | Ja | Projektorientierte Betriebe |
| Clockify / Toggl | Zeiterfassung (Freemium) | kostenlos (Basis) | Nein | Freelancer — oft ohne Revisionssicherheit für Unternehmen |
Für Marken-Direktvergleiche mit OMR-Bewertungen: Clockodo Vergleich, Personio Vergleich, Crewmeister Vergleich und clockin Vergleich. Parallel zum Planungsfokus: Dienstplan Software Vergleich.
Wann welches Tool? Agenturen mit Projektabrechnung tendieren zu Clockodo oder ZEP; HR-lastige Mittelständler zu Personio oder TimeTrack. Schichtbetriebe in Gastro, Einzelhandel oder Produktion brauchen meist Plan und Zeit in einem System — nicht nur eine Stempeluhr-App.
Zeiterfassung Software mit Schichtplan
Viele Teams suchen gezielt nach Zeiterfassung Software mit Schichtplan — weil Soll-Stunden aus dem Plan und Ist-Stunden aus der Erfassung sonst in getrennten Tools landen. Das erzeugt Medienbrüche bei Überstunden, Zuschlägen und der Lohnabrechnung.
Aus der Vergleichstabelle kombinieren Ordio, clockin, Crewmeister und TimeTrack Zeiterfassung mit Schicht- oder Personalplanung. Clockodo und ZEP sind stark bei Projekten — für Filialen und Gastro brauchst du meist Schichtlogik. Entscheidend ist nicht nur „Zeit stempeln“, sondern:
- Soll-Ist-Abgleich: Geplante Schicht vs. tatsächliche Arbeitszeit sichtbar machen
- Zuschläge: Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden automatisch erkennen
- Export: DATEV oder Lohnbüro ohne manuelles CSV-Zusammenführen
- Aufbewahrung: Mindestens zwei Jahre revisionssicher — siehe Arbeitszeiterfassung Pflicht
Parallel zum Zeitfokus hier findest du den Dienstplan Software Vergleich und den Überblick im Zeiterfassungs-Hub.
Wie vergleichst du Zeiterfassungssoftware?
Ein strukturierter Vergleich spart Zeit und verhindert teure Fehlkäufe. Arbeite mit einer Checkliste — nicht mit Bauchgefühl allein:
- Revisionssicherheit prüfen — unveränderbare Speicherung, mindestens zweijährige Aufbewahrung
- DSGVO-Konformität — Datensparsamkeit, Zweckbindung, Betroffenenrechte
- Erfassungsmethoden — App, Terminal oder Browser je nach Arbeitsort
- Integration in Lohn und HR — DATEV-Anbindung, Lohnvorbereitung
- Branchenpassung — Schichtzuschläge, Filialen, Projektzeiterfassung
Welche Zeiterfassungssoftware hat DATEV-Anbindung? Personio, TimeTrack, clockin, Crewmeister, Ordio und ZEP bieten Schnittstellen — clockin und Crewmeister über DATEV-Datenservices (Lohnimportdatenservice; bei Crewmeister zusätzlich das Modul Lohnexport). Wichtig, wenn Lohn direkt aus der Zeiterfassung vorbereitet wird. Freemium-Tools wie Clockify oder Toggl fehlen für Unternehmen oft Aufbewahrungspflicht, Zuschläge und Lohnanbindung; sie eignen sich eher für Freelancer.
Im Unterschied zur Projektzeiterfassung steht bei Arbeitszeiterfassung die Compliance-Dokumentation im Vordergrund. Plane eine zweiwöchige Testphase mit echten Schichten — so prüfst du Export, Pausenlogik und Bedienung, bevor du vertraglich bindest. Mehr zum gesetzlichen Rahmen: Arbeitszeiterfassungsgesetz und Arbeitszeitrechner.
Die sieben Anbieter im Detail
Kurzprofile zu Stärken, typischen Einsatzszenarien und Grenzen — ergänzend zur Tabelle. Preise: Richtwerte Stand Juni 2026.
Ordio
Ordio verbindet Zeiterfassung mit Schichtplanung, Abwesenheiten und Lohnvorbereitung. Schichtbetriebe stempeln per App, Zuschläge fließen in den Export.
Vorteile: Schicht + Zeit + DATEV-Export, Standortmodell. Einschränkungen: Kein reines Projekt-Tool für Agenturen.
Typisch für Gastro, Events und Filialen mit wechselnden Teams — Plan und Ist-Stunden laufen in einer Datenbasis, ohne Excel zwischen Schichtplan und Lohnvorbereitung.
Zeiterfassung und Schichtplan in einer App testen:
Personio
Personio bietet Zeiterfassung als Teil der HR-Suite — sinnvoll ab ca. 10–20 Mitarbeitenden mit Personalakte und Recruiting.
Vorteile: DATEV-Schnittstellen, skalierbare HR-Suite. Einschränkungen: Schichtzuschläge weniger Schwerpunkt als bei Schichttools. Personio Vergleich.
Typisch für wachsende Büro-Teams mit HR-Abteilung: Zeiterfassung läuft in derselben Datenbasis wie Urlaub und Onboarding — Schichtbetriebe mit Nachtzuschlägen prüfen Export und Zuschlagslogik in der Demo.
Clockodo
Clockodo fokussiert Projekt- und Arbeitszeiterfassung mit Auswertungen — beliebt bei Agenturen und Dienstleistern. Du ordnest Stunden Kunden und Aufträgen zu; sinnvoll bei Abrechnung und Projektcontrolling, weniger bei Schichtzuschlägen in der Gastro.
Vorteile: Übersichtliche Projektauswertung, Einstieg ab ca. 4,75 €/Nutzer. Einschränkungen: DATEV nur teilweise; Schichtlogik begrenzt. Clockodo Vergleich.
Agenturen mit fakturierbaren Stunden profitieren von Projektberichten — für reine Schichtbetriebe mit Zuschlägen eher Ordio oder Crewmeister in die Shortlist nehmen.
clockin
clockin verbindet mobile Zeiterfassung mit integrierter Schichtplanung — typisch für Handwerk, Pflege und Gastronomie. Schichten lassen sich per Drag-and-drop planen und landen live in der App; Zeiten erfassen Mitarbeitende per App, Terminal oder Browser.
Vorteile: App + Terminal, DATEV-Anbindung über DATEV-Datenservices (Lohnimport, Lohnauswertung, Lohnaustauschdatenservice), DATEV-Marktplatzpartner. Einschränkungen: DATEV-Datenservices separat bei DATEV buchen und aktivieren; Tarifstufe und Zuschlagslogik vor dem Kauf mit deinem Steuerberater klären. clockin Vergleich.
Gut für Einsatzbetriebe mit mobiler Dokumentation und Lohnbüro-Anbindung — wenn du Zeiterfassung, Schichtplanung und Zuschläge mit Standortmodell in einer Plattform bündeln willst, vergleiche zusätzlich Ordio.
TimeTrack
TimeTrack kombiniert Zeiterfassung, Spesen und teils Schichtplanung für den Mittelstand. Wer neben Stunden auch Reisekosten in einem System abbilden will, findet hier eine Alternative zu reinen Stempel-Apps.
Vorteile: DATEV-Anbindung, Mittelstands-Fokus. Einschränkungen: Preise variabel — Angebot einholen; Schichttiefe geringer als bei spezialisierten Schichttools.
Sinnvoll für Büro-Mittelstand mit Reisekosten und Lohnbüro-Anbindung — weniger für reine Gastro-Schichten mit hohem Aushilfsanteil.
Crewmeister
Crewmeister verbindet Zeiterfassung und Schichtplanung — Einstieg ab ca. 1,50 €/Nutzer für Kleinbetriebe und Gastro.
Vorteile: Günstiger Einstieg, Schicht + Zeit, DATEV-Lohnimportdatenservice. Einschränkungen: Weniger HR-Tiefe als Suite-Anbieter; Lohnexport-Modul und DATEV-Datenservice separat buchen. Crewmeister Vergleich.
Beliebt in Gastronomie und kleinen Schichtteams — teste App-Akzeptanz im Service und ob Zuschläge für Nachtarbeit automatisch in den Export fließen.
ZEP
ZEP richtet sich an projektorientierte Betriebe mit Abrechnung und DATEV-Schnittstellen — Beratungen, IT-Dienstleister und Agenturen mit kundenbezogener Zeitbuchung.
Vorteile: Projektzeiterfassung + Abrechnung, DATEV. Einschränkungen: Weniger für reine Schichtbetriebe ohne Projekte; Schichtzuschläge und Filialplanung sind nicht der Kern.
IT-Dienstleister und Beratungen mit Kundenabrechnung sind die Kernzielgruppe — vertiefend: Projektzeiterfassung im Lexikon.
Welche Zeiterfassung eignet sich für wen?
Kleinbetriebe brauchen Einfachheit, Schichtbetriebe Zuschläge und DATEV-Export, Remote-Teams eine zuverlässige App — die passende Zeiterfassung hängt von Betriebsgröße, Branche und Arbeitsort ab.
Kleinbetriebe (unter 10 Mitarbeiter)
Kleinbetriebe brauchen vor allem Einfachheit und einen schnellen Einstieg. Ordio, Crewmeister und clockin starten schnell — Ordio besonders mit Schichtarbeit oder Filialen dank Standortmodell statt Preis pro Kopf.
Auch mit wenigen Mitarbeitenden gilt die Aufbewahrungspflicht: digitale Zeiterfassung für Kleinbetriebe muss revisionssicher sein, nicht nur günstig. Plane 1–2 Tage für Einrichtung und kurze Einweisung ein.
Gastronomie und Einzelhandel
Gastronomie und Einzelhandel profitieren von mobilen Apps, Schichtplanung und Zuschlagsberechnung. Ideal sind Tools mit Nacht- und Feiertagszuschlägen, Filial-Unterstützung und einfacher App-Erfassung für Aushilfen — ohne dass jede Filiale eigene Excel-Listen führt.
Anbieter mit mehreren Standorten — etwa Ordio — bündeln Zuschläge, Abwesenheiten und Planung zentral. Ein Restaurant mit drei Filialen spart so die Doppelerfassung zwischen Küche, Service und Lohnvorbereitung.
Homeoffice und Remote-Teams
Homeoffice und Remote-Teams benötigen eine Zeiterfassung per App oder Browser — ohne Terminal vor Ort. Entscheidend sind Offline-Modus, einfache Pausenerfassung und klare Regeln zur Vertrauensarbeitszeit.
Ordio bietet App und Browser je nach Einsatzort. Das BAG hat 2022 bestätigt: Auch im Homeoffice gilt die Pflicht zur dokumentierten Arbeitszeit — Vertrauensarbeitszeit ohne Erfassung reicht nicht.
Mittelstand
Mittelstand mit DATEV-Anbindung und Lohnabrechnung sollte auf Integrationen achten. Personio, TimeTrack, Crewmeister und Ordio bieten Schnittstellen zur Lohnbuchhaltung. Bei wachsenden Teams lohnt sich eine Lösung, die Zeiterfassung, Abwesenheiten und Lohnvorbereitung verbindet — Urlaub und Krankmeldungen fließen dann in dieselbe Datenbasis wie die gestempelten Stunden.
So vermeidest du Doppeleingaben zwischen HR-Tool, Zeiterfassung und Steuerberater. Prüfe beim Anbieter explizit, ob Exportformate zu deinem Lohnbüro passen und ob Korrekturen revisionssicher protokolliert werden.
Was kostet Zeiterfassungssoftware?
Zeiterfassungssoftware kostet typisch 3–15 € pro Nutzer und Monat — kostenlose Varianten fehlen oft Revisionssicherheit und Lohnanbindung für Unternehmen.
Die Preismodelle unterscheiden sich stark: pro Nutzer und Monat (typisch 3–15 €), pro Standort (z. B. Ordio: €89/Standort/Monat) oder Flatrate. Günstige Einstiege ab 1,50 €/Nutzer gibt es bei Crewmeister; All-in-One-Lösungen wie Personio liegen höher.
Zeiterfassung kostenlos oder kostenpflichtig? Kostenlose Varianten (z. B. Clockify, Toggl) richten sich oft an Freelancer und haben eingeschränkte Funktionen für Unternehmen: fehlende Revisionssicherheit, keine Aufbewahrungspflicht, keine Zuschläge. Für Betriebe mit Lohnabrechnung und Compliance-Anforderungen ist eine kostenpflichtige Lösung meist nötig.
Beispiel: Ein Betrieb mit 15 Mitarbeitern zahlt bei 5 €/Nutzer rund 75 €/Monat — bei Standortmodellen wie Ordio (€89/Standort) bleibt die Summe unabhängig von der Mitarbeiterzahl, was Filialen planbarer macht.
Versteckte Kosten sind Einrichtung, Schulung, Support und Schnittstellen zur Lohnabrechnung — im Lohnabrechnung Software Vergleich 2026 findest du passende Tools mit DATEV-Export. Rechne die Gesamtkosten über 12 Monate, nicht nur den Listenpreis pro Nutzer. Testversionen helfen, Bedienung und Export in die Buchhaltung vor dem Vertragsabschluss zu prüfen — mit dem Brutto-Netto-Rechner kannst du parallel prüfen, ob Zuschläge und Überstunden in der Lohnvorbereitung stimmig aussehen.
App, Terminal oder Browser – was ist besser?
Die Wahl hängt vom Einsatzort ab: App für mobil, Terminal für stationär, Browser für flexible Büroarbeit. Viele Anbieter bieten alle drei Varianten.
App
Ideal für mobile Mitarbeiter, Außendienst und Homeoffice. Erfassung per Smartphone — optional mit Standortfreigabe, wenn du das betrieblich brauchst und rechtlich abgesichert ist.
Vorteile: kein Terminal, schneller Rollout bei wechselnden Teams. Nachteile: Akku, Datenschutz bei GPS und Schulungsbedarf. Mehr im Ratgeber Zeiterfassung per App.
Terminal
Stationär am Eingang oder in der Produktion. Gut für Filialen und Betriebe im Handwerk und Industrie, in denen alle am gleichen Ort stempeln.
Vorteile: einheitlicher Prozess, kein Firmenhandy nötig. Nachteile: weniger flexibel für Außendienst. Oft kombiniert mit App für Vertrieb oder Lieferdienst.
Browser
Überall nutzbar, keine Installation — passend für Büroarbeitsplätze und gelegentliches Homeoffice. Mitarbeiter loggen sich ein und erfassen Beginn, Ende und Pausen im Browser.
Vorteile: geringe IT-Hürde, funktioniert auf jedem Rechner. Nachteile: weniger geeignet für Produktion ohne PC-Zugang. Viele Anbieter erlauben Mischformen pro Standort oder Rolle.
Praxis-Tipp: Anbieter wie Ordio, clockin und TimeTrack kombinieren App, Terminal und Browser — z. B. Terminal im Lager, App für Außendienst. Achte bei mobiler Erfassung auf Offline-Modus und revisionssichere Speicherung; Details im Ratgeber Zeiterfassung per App.
Rechtliche Anforderungen: Zeiterfassungspflicht (BAG 2022)
Hinweis: Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Kläre Aufbewahrung, Betriebsrat und Einsicht im Einzelfall mit Fachberatung.
Seit EuGH (C-55/18) und BAG-Urteil 2022 gilt die systematische Arbeitszeiterfassung — auch in Kleinbetrieben. Ein novelliertes Arbeitszeitgesetz mit Schwerpunkt auf elektronischer Erfassung ist politisch diskutiert; in Entwürfen werden Bußgelder bis zu 30.000 € pro Verstoß genannt. Die grundlegende Dokumentationspflicht besteht aber bereits heute.
Aufbewahrungspflichten
Erfasst werden müssen Beginn, Ende und Dauer der Pausen. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren — auch nach Ausscheiden von Mitarbeitenden relevant für Nachweise.
Bei Betriebsprüfung oder Arbeitsgericht musst du Zeiten lückenlos vorlegen können. Ohne revisionssichere Dokumentation drohen Rückzahlungen, Zusatzzahlungen oder Bußgelder im Rahmen des geplanten Arbeitszeiterfassungsgesetzes.
Zudem gilt DSGVO: Datensparsamkeit, Zweckbindung und informationelle Selbstbestimmung der Beschäftigten. Nur notwendige Daten erfassen — keine Standortdaten ohne Einwilligung, keine übermäßige Überwachung. Details findest du im Zeiterfassung Gesetz und im Arbeitszeiterfassungsgesetz.
Excel vs. Zeiterfassungssoftware
Excel-Listen und Stundenzettel sind manuell, fehleranfällig und oft nicht revisionssicher genug — nachträgliche Änderungen sind schwer nachzuweisen. In sehr kleinen Teams mit einfachen Mustern können sie noch funktionieren; für Lohnabrechnung, mehrere Standorte oder Schichtzuschläge ist Software meist die sicherere Wahl.
- Excel: flexibel, aber ohne Audit-Trail, hoher manueller Aufwand, Fehler bei Zuschlägen
- Software: unveränderbare Speicherung, Aufbewahrungspflicht, DATEV-Export, App/Terminal
Zeiterfassungssoftware integriert sich mit Lohnsystemen und reduziert den manuellen Abgleich zwischen Plan und Ist-Stunden — besonders relevant mit Schichtplanung.
Wann reicht Excel noch? Höchstens als Übergang in sehr kleinen Teams ohne Schichtzuschläge — sobald Prüfungen, DATEV oder mehrere Standorte ins Spiel kommen, ist Software die sicherere Wahl.
Der Umstieg lohnt sich: weniger Fehler in der Lohnabrechnung, weniger Nacharbeit, bessere Nachweise. Ausführlich: Zeiterfassung mit Excel — Nachteile und Alternativen.
Häufige Fehler bei der Tool-Wahl
Viele Fehlkäufe entstehen nicht durch fehlende Features, sondern durch ungetestete Prozesse. Diese fünf Stolpersteine siehst du in Schicht- und Mittelstandsbetrieben am häufigsten:
- Freemium zu lange behalten: Clockify und Toggl eignen sich für Freelancer — Unternehmen brauchen Aufbewahrungspflicht, Zuschläge und Lohnexport.
- Projekt-Tool für Schichtbetrieb: Clockodo und ZEP sind stark bei Projekten — Gastro und Filialen brauchen Schichtlogik und Standortmodelle.
- Zeit ohne Plan: Reine Stempeluhr ohne Schichtplanung erzeugt Abweichungen zwischen Plan und Ist-Stunden.
- Demo statt Praxis: Teste zwei Wochen mit echten Schichten, Ausfällen und DATEV-Export — nicht nur die Verkaufsdemo.
- Datenschutz ignorieren: Standortdaten und Überstunden sind personenbezogen — Rollenrechte und AV-Vertrag vor Go-live klären.
Wenn du zwei Shortlist-Kandidaten aus der Tabelle parallel testest, erkennst du solche Lücken früh — bevor Vertragslaufzeit und Migration den Wechsel teuer machen.
Fazit
Es gibt kein Universal-Tool — die beste Zeiterfassungssoftware 2026 hängt von Betriebsgröße, Branche und Erfassungsmethode ab.
So gehst du in drei Schritten vor:
- Anforderungen notieren — Teamgröße, Standorte, DATEV ja/nein, Schichtzuschläge, App vs. Terminal
- Shortlist aus der Tabelle — zwei bis drei Anbieter mit Testversion vergleichen
- Recht und Prozesse prüfen — Revisionssicherheit, Aufbewahrung, Einbindung in Lohn und ggf. Schichtplanung
Für Schichtbetriebe in Gastronomie, Einzelhandel und Produktion verbindet Ordio Zeiterfassung, Planung und Lohnvorbereitung — ohne Medienbruch zwischen Stempeluhr und Buchhaltung.
Häufige Fragen zu Beste Zeiterfassung Software 2026
Was ist ein Zeiterfassung-Software-Vergleich?
Ein Zeiterfassung-Software-Vergleich ordnet Tools nach Preis, Funktionen, DATEV-Anbindung und Zielgruppe — damit du revisionssichere Arbeitszeiterfassung auswählen kannst. Entscheidend sind unveränderbare Speicherung, DSGVO-Konformität und passende Erfassung per App, Terminal oder Browser. Die Tabelle im Ratgeber zeigt sieben etablierte Anbieter plus Freemium-Orientierung.
Wie funktioniert mobile Zeiterfassung?
Mitarbeitende stempeln per Smartphone-App ein und aus; Pausen werden direkt erfasst. Wichtig sind Offline-Modus für Küche, Lager oder Baustelle sowie revisionssichere Speicherung. Ordio, clockin und TimeTrack bieten App-Erfassung mit DSGVO-konformer Datenhaltung — GPS nur mit Einwilligung und klarer betrieblicher Regel.
Welche Zeiterfassungssoftware ist die beste?
Die beste Lösung 2026 hängt von deinem Einsatz ab: Schichtbetriebe brauchen oft Zeiterfassung plus Planung (z. B. Ordio, clockin oder Crewmeister), Agenturen eher Projektzeiterfassung (Clockodo, ZEP), HR-lastige Teams Personio oder TimeTrack. Entscheidend sind Revisionssicherheit, DATEV-Export und passende Erfassungsmethode — nicht der niedrigste Listenpreis.
Welche Zeiterfassung für Gastronomie?
In der Gastronomie brauchst du mobile App-Erfassung, Schichtplanung und automatische Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit. Crewmeister und Ordio verzahnen Planung und Stempeluhr; wichtig sind Filial-Unterstützung und revisionssichere Aufbewahrung für Aushilfen. Prüfe DATEV-Export, wenn die Lohnabrechnung extern läuft.
Welche Zeiterfassung für Homeoffice?
Für Homeoffice eignen sich App oder Browser — ohne Terminal vor Ort. Wichtig sind einfache Pausenerfassung, klare Regeln zur Vertrauensarbeitszeit und revisionssichere Dokumentation (BAG 2022). Ordio und clockin bieten beides; das BAG verlangt auch remote nachvollziehbare Zeiten — nicht nur Vertrauen ohne Nachweis.
Welche Zeiterfassungssoftware hat DATEV-Anbindung?
Im Zeiterfassung Software Vergleich 2026 bieten Personio, TimeTrack, clockin, Crewmeister, ZEP und Ordio Schnittstellen zur Lohnbuchhaltung bzw. DATEV-Export — clockin über DATEV-Datenservices (Lohnimport, Lohnauswertung, Lohnaustauschdatenservice) als DATEV-Marktplatzpartner; Crewmeister über DATEV Lohnimportdatenservice (Modul Lohnexport). Clockodo teilweise. Für Betriebe mit externer Lohnabrechnung ist der Export revisionssicherer Stunden inkl. Zuschläge entscheidend — prüfe vor dem Kauf, ob dein Steuerberater den Anbieter unterstützt.
Welche Zeiterfassung eignet sich für Schichtbetriebe mit Dienstplan?
Schichtbetriebe brauchen Zeiterfassung und Dienstplanung aus einer Hand: Zuschläge, Überstunden und Abwesenheiten müssen zusammenpassen. Ordio verbindet beides für Gastronomie, Einzelhandel und Produktion; Crewmeister und clockin bieten ebenfalls Schichtplanung mit Zeiterfassung. Reine Projektzeiterfassung (z. B. Clockodo) reicht, wenn keine Schichtzuschläge anfallen. Mehr: Dienstplan Software Vergleich.
Ist Zeiterfassung Pflicht — und gilt das erst ab 2026?
Die Pflicht zur belastbaren Arbeitszeiterfassung gilt seit EuGH-Linie und BAG-Urteil 2022 — nicht erst mit einem künftigen Stichtag. Ein Reformgesetz kann Formvorgaben und Sanktionen verschärfen; in Entwürfen werden Bußgelder bis zu 30.000 € genannt. Du brauchst heute schon Beginn, Ende und Pausen dokumentiert und mindestens zwei Jahre aufbewahrt. Vertiefung: Arbeitszeiterfassung Pflicht.
Ist Excel für Zeiterfassung ausreichend?
Excel kann in sehr kleinen Teams mit einfachen Mustern noch funktionieren — wenn Einträge objektiv und verlässlich sind. Für Prüfungen, mehrere Standorte oder Schichtzuschläge ist Excel aber fehleranfällig und oft nicht revisionssicher genug. Spezialisierte Software mit Audit-Trail und DATEV-Export ist dann die sicherere Wahl. Mehr: Zeiterfassung mit Excel.
Zeiterfassung kostenlos oder kostenpflichtig?
Kostenlose Tools wie Clockify oder Toggl fehlen Unternehmen oft Revisionssicherheit, Aufbewahrungspflicht und Lohnanbindung — sie richten sich eher an Freelancer. Kostenpflichtige Lösungen starten ab ca. 1,50 €/Nutzer oder Standortmodellen wie Ordio (€89/Standort). Rechne Gesamtkosten über 12 Monate und nutze Testversionen vor dem Vertragsabschluss.
Wie vergleichst du Zeiterfassungssoftware sinnvoll?
Notiere Teamgröße, Standorte, DATEV-Bedarf und Erfassungsmethode (App, Terminal, Browser). Prüfe Revisionssicherheit, DSGVO und Schichtlogik — dann teste zwei bis drei Shortlist-Kandidaten mit echten Schichten. So siehst du, ob Export, Zuschläge und Planung zu deinen Prozessen passen, bevor du vertraglich bindest.
Zeiterfassung mit Projektzeiterfassung – was ist der Unterschied?
Arbeitszeiterfassung dient der gesetzlichen Dokumentation für Lohn und Compliance; Projektzeiterfassung der Abrechnung von Kundenprojekten und Kapazitätsplanung. Clockodo und ZEP fokussieren Projekte; Ordio eher Schichtplanung und Lohnvorbereitung. Viele Betriebe brauchen beides — kläre, welcher Schwerpunkt bei dir zuerst relevant ist.
Zeiterfassung DSGVO-konform – was bedeutet das?
Du erfasst nur notwendige Arbeitszeitdaten, speicherst sie sicher und informierst Beschäftigte transparent über Zweck und Speicherdauer. Keine Standortdaten ohne Einwilligung, keine übermäßige Überwachung. Revisionssichere Systeme dokumentieren Änderungen nachvollziehbar — prüfe DSGVO-Zusicherung, Rollenrechte und einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter vor dem Rollout.
Gibt es kostenlose Zeiterfassungssoftware für Unternehmen?
Kostenlose Tools wie Clockify oder Toggl eignen sich oft nur für Freelancer: Es fehlen Revisionssicherheit, zweijährige Aufbewahrungspflicht und Lohnanbindung. Für Unternehmen ab 2026 ist eine kostenpflichtige Lösung meist nötig — ab ca. 3 €/Nutzer/Monat oder Standortmodellen wie Ordio (€89/Standort). Nutze Testversionen und vergleiche im Ratgeber die Tabelle oben, bevor du dich für ein Freemium-Modell entscheidest.
Was kostet Zeiterfassungssoftware?
Typisch 3–15 € pro Nutzer und Monat; Standortmodelle wie Ordio (€89/Standort) können bei vielen Mitarbeitenden pro Filiale günstiger sein. Versteckte Kosten sind Einrichtung, Schulung und Lohn-Schnittstellen — rechne über 12 Monate und teste Export zur Lohnabrechnung vor dem Kauf.











