Ratgeber
Beste digitale Personalakte Software 2026: 8 Tools im Vergleich

Kurzantwort: Digitale Personalakte Software speichert Verträge, Stammdaten und HR-Dokumente zentral, statt in Ordnern und E-Mail-Anhängen. Für KMU zählen DSGVO, Rollenrechte, DATEV-Schnittstellen und optional Self-Service. In diesem Vergleich siehst du acht Anbieter mit Preisen und Zielgruppen (Stand Oktober 2026).
- Volle HR-Suite inkl. Personalakte: Personio, Kenjo oder HRworks
- Schichtbetrieb + Dokumente + Zeit: Ordio
- Etablierte HR-Plattformen: Haufe HR, Sage HR, rexx systems
- Schneller KMU-Einstieg: Factorial
Worauf zuerst achten? Rechtsgrundlage und AV-Vertrag, Speicherort in der EU, klare Zugriffsrechte, Löschfristen und revisionssichere Ablage für lohnrelevante Belege. Danach zwei bis drei Anbieter aus der Tabelle für Demos auswählen.
Du suchst digitale Personalakte Software oder einen Personalakte-Software-Vergleich für den DACH-Raum? Hier findest du acht etablierte Lösungen mit Tabelle und Kurzprofilen. Definition, BVV 2027 und Einführungstipps stehen im Lexikon Digitale Personalakte; den breiteren HR-Markt ordnet der HR-Software-Vergleich ein. Ordio als Produkt: Digitale Personalakte bei Ordio.
Personalakte mit Schichtplan und Dokumenten
Für operative Teams: Verträge und HR-Dokumente in der digitalen Personalakte, gebündelt mit Schichtplan, Zeiterfassung und Dokumentenmanagement. Kein Ersatz für eine reine Recruiting-Suite.
Typisch in der Praxis: Minijobber-Vertrag und Schulungsnachweis liegen neben dem Stempel der letzten Schicht in derselben Oberfläche, statt in getrennten Tools und E-Mail-Threads.
Was ist digitale Personalakte Software?
Eine digitale Personalakte (elektronische Personalakte) bündelt mitarbeiterbezogene Dokumente: Arbeitsvertrag, Zeugnisse, Abmahnungen, Schulungsnachweise, Krankmeldungen und Lohnbelege. Die Software legt Akten pro Person an, steuert Zugriffsrechte und archiviert Änderungen nachvollziehbar.
Typische Bausteine: Stammdaten (Name, Vertrag, Bank), Dokumentenablage mit Versionen, Rollenrechte für HR, Lohn und Führungskräfte sowie optional ein Mitarbeiterportal (ESS), in dem Beschäftigte Adressänderungen oder Bescheinigungen anstoßen. Suchfunktion und Fristen (z. B. Probezeit-Ende) unterscheiden gute Lösungen von einer bloßen Cloud-Ordnerstruktur.
Abgrenzung: Ein reines DMS ohne HR-Stammdaten ist nicht automatisch eine Personalakte. Volle HR-Software kombiniert oft Recruiting, Performance und Lohnvorbereitung mit der Akte; Archivsysteme wie ELO oder DocuWare decken Dokumentenflüsse ab, ersetzen aber selten ESS und Stammdaten. Was in die Akte gehört, steht im Artikel Personalakte Inhalt; DMS, BVV und Einführung erklärt das Lexikon Digitale Personalakte.
Für die Phase davor siehe unseren Bewerbermanagement Software Vergleich (ATS, kein Ordio-Produkt).
Digitale Personalakte Software: Vergleichstabelle (Oktober 2026)
| Software | Kernfunktionen | Preis ab | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Ordio | Personalakte, Dokumente, Schicht, Zeit, DATEV-Vorbereitung | 89 € / Standort / Monat (Jahr) | Gastro, Handel, Schicht-KMU |
| Personio | HR-Suite, Personalakte, Recruiting, Performance | Preis auf Website (Okt. 2026) | Wachsende KMU, HR-Team |
| Haufe HR | Personalakte, HR-Prozesse, Compliance | Preis auf Website (Okt. 2026) | KMU, HR-Abteilung |
| Sage HR | Personalakte, Self-Service, Lohnanbindung | Preis auf Website (Okt. 2026) | KMU bis Mittelstand |
| HRworks | Personalakte, Zeiterfassung, Lohn | Preis auf Website (Okt. 2026) | Deutschland, HR + Lohn |
| Factorial | Personalakte, HR-Core, Self-Service | Preis auf Website (Okt. 2026) | KMU, schneller Rollout |
| rexx systems | Personalakte, Recruiting, Talent | Preis auf Website (Okt. 2026) | Mittelstand, ATS + Akte |
| Kenjo | Personalakte, HR-Workflows | Preis auf Website (Okt. 2026) | KMU, international |
Preise Mitbewerber: öffentliche Tarifseiten Oktober 2026; wenn keine Online-Preise, in den Tool-Blöcken „Preis nicht öffentlich“.
So liest du die Tabelle: Spalte Kernfunktionen fasst Personalakte plus angrenzende Module zusammen (nicht jedes Lohn-Detail). Preis ab ist der niedrigste öffentliche Einstieg oder Hinweis auf Angebotsseite. Für deine engere Auswahl reichen oft zwei HR-Suites und ein operativer Anbieter.
So haben wir verglichen
Kriterien: Personalakte-Tiefe (Dokumenttypen, Fristen), DSGVO (AV-Vertrag, EU-Hosting), Betriebsrats- und ESS-Themen, DATEV-/Lohn-Schnittstelle, Self-Service, Preismodell pro Kopf vs. Standort. Gewichtung: Für reine Akten-Suchende zählen Archivierung und Rechte stärker als Recruiting-Module; für Schichtbetriebe zusätzlich Anbindung an Plan und Zeit.
Quellen: Anbieterwebsites, OMR/Factorial-Vergleichsartikel und redaktionelle Tests (Oktober 2026). Preise Mitbewerber ohne Online-Tarif bleiben als „Preis auf Website“ markiert.
Transparenz Ordio: Ordio ist Anbieter dieses Guides und steht in der Liste. Mitbewerber werden sachlich beschrieben; keine Vergütung durch Drittanbieter.
Die acht Anbieter im Detail
Jeder Block folgt demselben Raster: Profil, Zielgruppe, Preis (Oktober 2026), Vorteile, Personalakte-Schwerpunkt und Grenzen. Die Reihenfolge ist redaktionell (nicht Ranking); Ordio steht als Anbieter dieses Guides ebenfalls in der Liste.
Ordio
Profil: Ordio bündelt operative HR-Dokumente mit Schichtplanung und Zeiterfassung. Verträge und Checklisten landen in der digitalen Akte, ohne separates Recruiting-ATS.
Ideal für: Schichtbetriebe in Gastro, Handel und Events, die Plan, Zeit und Dokumente in einem System führen wollen.
Preis (Okt. 2026): Starter 89 €, Plus 129 €, Pro 169 € pro Standort und Monat (Jahresabo); 99 € / 149 € / 199 € monatlich flexibel. Preise.
Vorteile: Standortpreis statt pro-Kopf-Spirale; Dokumente + operative Prozesse; DATEV-Vorbereitung aus Zeiterfassung.
Personalakte: Verträge, Nachweise und Checklisten pro Mitarbeitendem; sinnvoll, wenn Filialleitung und HR dieselben Dokumente ohne E-Mail-Kette sehen sollen.
Grenzen: Kein Full-ATS wie Personio; Recruiting-Pipeline und komplexes Performance-Management eher bei HR-Suites.
Personio
Profil: Personio ist eine weit verbreitete HR-Suite mit digitaler Personalakte, Recruiting, Onboarding und Performance.
Ideal für: Büro-KMU mit wachsender HR-Abteilung und Fokus auf Recruiting plus Stammdaten.
Preis: personio.de (Okt. 2026); modulabhängig, oft pro Mitarbeitendem. Preis nicht als einheitlicher Online-Einstieg.
Vorteile: Tiefe Personalakte; viele Integrationen; starker Marktstandard in DACH. Ordio vs. Personio.
Personalakte: Dokumentkategorien, Fristen und Onboarding-Ordner sind ausgereift; ESS für Stammdaten und Anträge weit verbreitet.
Grenzen: Schichtplan-Tiefe für Gastro/Filialen mit Ordio oder Papershift vergleichen.
Haufe HR
Profil: Haufe adressiert HR-Prozesse und digitale Personalakte mit Compliance-Fokus für den deutschen Markt.
Ideal für: KMU mit etablierter HR-Abteilung und Bedarf an Haufe-Ökosystem.
Preis: haufe.de/hr (Okt. 2026). Preis nicht als pauschaler Online-Einstieg.
Vorteile: Bekanntes Marken- und Rechts-Know-how; Personalakte als Modul.
Personalakte: Prozesse und Compliance-Texte aus dem Haufe-Umfeld; gut, wenn HR ohnehin Haufe-Materialien nutzt.
Grenzen: Operative Schichtplanung separat prüfen.
Sage HR
Profil: Sage HR bietet Personalakte, Self-Service und Anbindung an Sage-Lohnprodukte.
Ideal für: Unternehmen, die bereits Sage im Finanz-/Lohnumfeld nutzen.
Preis: sage.com/de-de (Okt. 2026). Preis nicht als pauschaler Online-Einstieg.
Vorteile: Self-Service-Portal; Skalierung über Module.
Personalakte: Anbindung an Sage-Lohn und Finanzprodukte; Akte als Ergänzung zum bestehenden Sage-Stack.
Grenzen: Gesamtkosten mit Lohnmodulen kalkulieren.
HRworks
Profil: HRworks verbindet Personalakte, Zeiterfassung und Lohn in einer deutschen HR-Suite.
Ideal für: Betriebe mit HR und Lohn in einem System, ohne reine Schicht-Gastro-Spezialisierung.
Preis: hrworks.de (Okt. 2026). Preis nicht als pauschaler Online-Einstieg.
Vorteile: Starke DE-Positionierung; Akte plus Zeit.
Personalakte: Zeiterfassungs- und Lohnbezug aus einer Hand; weniger Recruiting-Tiefe als Personio.
Grenzen: Filial-Schichtplanung gegen Ordio abwägen.
Factorial
Profil: Factorial liefert HR-Core inklusive Personalakte und Self-Service für schnelle Einführung.
Ideal für: KMU, die schnell digitalisieren wollen, ohne schwere ERP-Integration.
Preis: factorialhr.de (Okt. 2026); Einstiegstarife teils online. Details im Demo-Gespräch prüfen.
Vorteile: Schneller Rollout; verständliche Oberfläche für HR und Führungskräfte.
Personalakte: Standard-Dokumenttypen und Self-Service schnell live; Enterprise-Archivierung im Detail prüfen.
Grenzen: Tiefe DATEV-/Schicht-Szenarien im Angebot explizit klären.
rexx systems
Profil: rexx systems kombiniert Recruiting (ATS) mit Personalakte und Talentprozessen.
Ideal für: Mittelstand mit aktivem Recruiting und Bedarf an durchgängiger Akte nach Einstellung.
Preis: rexx-systems.com (Okt. 2026). Preis nicht als pauschaler Online-Einstieg.
Vorteile: Starke ATS-Story; Akte an Recruiting angebunden.
Personalakte: Bewerberdaten fließen nach Einstellung in die Akte; sinnvoll bei hohem Recruiting-Volumen.
Grenzen: Operative Zeiterfassung in Schichtbetrieben separat bewerten.
Kenjo
Profil: Kenjo bietet HR-Workflows und digitale Personalakte für KMU, auch mit internationalen Teams.
Ideal für: Wachsende Teams mit HR-Self-Service und dokumentierten Prozessen.
Preis: kenjo.io/de (Okt. 2026). Preis nicht als pauschaler Online-Einstieg.
Vorteile: Moderne UX; Personalakte im HR-Kern.
Personalakte: Workflows für Anträge und Dokumente; internationale Teams mit mehreren Sprachen.
Grenzen: Schichtbetrieb und DATEV-Export im Paket verifizieren.
Was kostet digitale Personalakte Software?
Preismodelle unterscheiden sich stark: pro Mitarbeitendem (Personio, Factorial, Kenjo), pro Modul (Haufe, Sage) oder pro Standort (Ordio). Kalkuliere Scanning alter Papierakten, AV-Vertrag und Schulung mit. Ordio startet ab 89 € pro Standort und Monat im Jahresabo (Oktober 2026); HR-Suites oft ab mittlerer zweistelliger Summe monatlich ab ~20 MA.
Versteckte Kosten: Zusatzmodule für Lohnexport, Mehrsprachigkeit, API und externe Signaturdienste. Frage in der Demo nach Preis pro aktivem MA und Einmalgebühren für Migration.
Beispielrechnung (35 MA, drei Standorte): Pro-Kopf-Modell mit 8 € pro MA und Monat ergibt 280 € monatlich, unabhängig von Standorten. Ordio Plus mit 129 € pro Standort und Monat (Jahresabo) liegt bei 387 € für drei Standorte, skaliert aber nicht mit jeder Neueinstellung in derselben Filiale. Welches Modell günstiger ist, hängt von Wachstum und Standortstruktur ab.
DATEV, Lohnexport und Schnittstellen
Viele KMU führen die Personalakte in HR-Software, die Lohnabrechnung aber beim Steuerberater. Dann brauchst du saubere Stammdaten-Exporte und Belegübergabe (Lohnsteuerbescheinigung, Sozialversicherungsmeldungen), nicht nur PDF-Ablage. Prüfe, ob der Anbieter DATEV-LODAS/ASCII oder definierte CSV-Schnittstellen anbietet oder nur manuelle Downloads.
Ordio bereitet Zeiterfassungs- und Stammdaten für die Lohnvorbereitung vor; die finale Buchung erfolgt oft im Lohnbüro. HRworks und Sage adressieren stärker den Lohn-Kontext. Vertiefung: DATEV Lexikon und Lohnabrechnung Software Vergleich.
HR-Suite oder operative Personalakte?
Volle HR-Software lohnt sich, wenn Recruiting, Performance und Abwesenheit in einem System bleiben sollen. Operative Betriebe mit Schichtplan und Zeiterfassung brauchen oft zuerst Plan, Zeit und Vertragsdokumente in einer Akte, ohne ATS-Tiefe. Ordio adressiert letzteres; Personio oder rexx eher ersteres. Der HR Software Vergleich ordnet die Suite-Ebene ein.
Praxis: Nutzt du Personio schon fürs Recruiting, kann die Personalakte dort bleiben. Ein zweites Akten-System parallel erzeugt Medienbrüche. Steuerst du vor allem Filialen und Schichten, lohnt sich zuerst der Blick auf operative Pakete statt auf eine HR-Suite „von der Stange“.
Migration: Papierakte und Scanning
Viele Projekte starten mit Neu-Dokumenten digital und scannen Altakten nur für aktive Mitarbeitende. Plane Indexierung (Name, Dokumenttyp, Datum) und wer alte PDFs freigibt. Ohne klare Struktur wird die Akte zur Ablage ohne Suchfunktion.
Scan-Dienstleister oder interne Teams sollten Qualitätsstichproben liefern (Lesbarkeit, Vollständigkeit). Sensible Daten (Gesundheit, Abmahnungen) gehören in getrennte Ordner mit strengeren Rechten. Nach Go-live: Papierordner nur noch als Archiv, nicht parallel als „zweite Wahrheit“ führen.
Plane eine Testphase mit zehn Akten, bevor du alle Altbestände importierst. So erkennst du fehlende Metadaten und doppelte Dateinamen früh.
Auswahlkriterien für digitale Personalakte Software
Nutze die Kriterien als Scorecard in der Demo: Gewichte DSGVO und Rechte höher als Marketing-Features. Wenn du ein Lohnbüro einbindest, nimm einen Probeexport mit in die Anbieter-Runde.
- DSGVO: AV-Vertrag mit dem Anbieter, dokumentierter Speicherort (EU/DE), Lösch- und Sperrfristen sowie Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. ESS-Zugriffe nur mit klarer Rechtsgrundlage (DSGVO Lexikon).
- Revisionssicherheit: Unveränderbare oder protokollierte Ablage für prüfrelevante Belege; nachvollziehbare Exporte für Betriebsprüfung (Revisionssicherheit).
- Rollenrechte: HR, Lohn, Führungskraft und Mitarbeitende (ESS) getrennt; keine „alle sehen alles“-Freigabe in der Produktion.
- DATEV: Stammdaten- und Belegexport in Format, das dein Lohnbüro akzeptiert; nicht nur PDF-Sammelmappe (DATEV Lexikon).
- Betriebsrat: Mitbestimmung bei technischer Personalüberwachung und ESS früh klären; Protokoll für Einführungsbeschlüsse.
- Migration: Scan alter Papierakten vs. Start mit neuen Dokumenten; Metadaten-Schema vor Massenimport festlegen.
- Support und SLA: Reaktionszeiten bei Ausfall, Backup- und Wiederherstellungskonzept des Hosters.
Betriebsrat, ESS und Mitbestimmung
Ein Mitarbeiter-Self-Service (Adresse, Bank, Bescheinigungen) erleichtert HR, kann aber Mitbestimmung auslösen, wenn technische Systeme zur Überwachung oder Leistungskontrolle ausgelegt sind. Kläre früh, welche Auswertungen HR sieht und ob Führungskräfte nur ihre Team-Akten lesen.
Der Betriebsrat sollte bei Einführung, ESS-Umfang und Schnittstellen (z. B. Zeiterfassung plus Akte) eingebunden werden, auch wenn die BVV-Digitalisierung 2027 primär Betriebsratsunterlagen betrifft. Dokumentiere Beschlüsse und Zugriffsregeln im Einführungsprojekt.
Elektronische Signatur: Viele Anbieter integrieren E-Signatur-Anbieter für Arbeitsverträge. Kläre Kosten pro Signatur und ob signierte PDFs revisionssicher in der Akte landen.
Checkliste vor der Demo
Nimm diese Punkte als Gesprächsleitfaden mit in jedes Anbieter-Meeting. Wer alle Fragen schriftlich beantwortet, reduziert spätere Überraschungen bei Migration und Lohnexport.
- Dokumenttypen listen: Welche PDFs und Formulare müssen in die Akte? Gibt es Vorlagen pro Dokumenttyp?
- Rollenmodell: Wer sieht Gehalt, wer nur Verträge? Lassen sich Rechte pro Standort begrenzen?
- ESS: Sollen MA eigene Daten pflegen? Welche Felder sind Pflicht vor Lohnlauf?
- DATEV: Probeexport an Lohnbüro; Format und Feldmapping dokumentiert?
- AV-Vertrag: EU-Hosting, Subunternehmer, Löschkonzept bei Vertragsende?
- Betriebsrat: Mitbestimmung bei ESS und Auswertungen; welche Logs werden geführt?
- Migration: Scan vs. nur Neu-Dokumente; Kosten und Dauer für Altbestand?
- Integration: Schichtplan/Zeit nötig? Dann Ordio vs. reine HR-Suite vergleichen.
- Go-live: Schulung HR und Führungskräfte; wer ist Ansprechpartner beim Anbieter?
BVV 2027 und Pflicht: Kurz eingeordnet
Ist die digitale Personalakte ab 2026 oder 2027 Pflicht? Nein, es gibt keine Pflicht zu einem bestimmten Softwareprodukt. Pflichten kommen aus Datenschutz, Aufbewahrungsfristen und Nachweispflichten einzelner Dokumente (Arbeitszeit, Entgeltunterlagen). Die BVV-Novelle digitalisiert vor allem Betriebsratsunterlagen (Stichtag 1.1.2027 für neue Betriebe), nicht automatisch jede HR-Personalakte als Ganzes.
Trotzdem lohnt sich eine DSGVO-konforme digitale Akte auch ohne gesetzlichen Komplett-Umstieg: neue Dokumente digital, Altbestand schrittweise, Rechte und AV-Vertrag von Anfang an sauber. Eine vollständig papierlose Akte ist für viele KMU ein Projektziel, kein Schalter an einem Tag. Details zu Entgeltunterlagen und Betriebsratsakten: Lexikon Digitale Personalakte.
Welche Software passt zu wem?
Schichtbetrieb und Filialen
Wenn täglich Dienstplan, Zeiterfassung und Vertragsdokumente zusammenspielen, ist Ordio oft passender als reine HR-Suites. Personio oder Kenjo lohnen sich, wenn HR-Team und Recruiting im Vordergrund stehen.
Typisches Szenario: Gastronomie mit wechselnden Minijobbern, kurzen Vertragsupdates und Nachweispflicht aus der Zeiterfassung. Dann zählt, ob die Akte am selben Ort wie Plan und Stempeluhr hängt.
HR-Abteilung mit Recruiting
Personio, rexx systems oder Kenjo decken Akte plus Einstellung ab. Onboarding-Checklisten: Onboarding Software Vergleich.
Typisches Szenario: wachsendes Büro-Unternehmen mit eigener HR, das Bewerberdaten nach Vertragsunterschrift nicht manuell exportieren will. Hier gewinnt die durchgängige Suite gegen ein reines DMS.
Lohn und Personalakte
HRworks oder Sage HR, wenn Lohn und Akte in einem Vendor-Kontext bleiben sollen. Schicht-Lohn-Kombi: Lohnabrechnung Software Vergleich.
Typisches Szenario: KMU mit interner Lohnvorbereitung oder festem DATEV-Kanzlei-Setup, das Entgeltunterlagen revisionssicher ablegt. Prüfe Schnittstellen vor dem Akten-Rollout.
Fazit
Die passende digitale Personalakte Software hängt davon ab, ob du eine volle HR-Suite oder operative Akte plus Schicht brauchst. Nutze die Tabelle, um zwei oder drei Anbieter einzugrenzen, prüfe AV-Vertrag und DATEV-Export in der Demo, und halte Papierakten-Inhalte mit Personalakte Inhalt ab.
Starte mit zwei bis drei Anbietern aus unterschiedlichen Kategorien (Suite, operativ, lohnnah), arbeite die Checkliste ab und vergleiche Preise anhand deiner Standorte und Mitarbeitendenzahl. Nach sechs bis zwölf Monaten lohnt sich ein Review der genutzten Dokumenttypen und Zugriffsrechte.
Personalakte mit Schichtplan und Dokumenten?
Ordio verbindet digitale Personalakte, Zeiterfassung und Dienstplan. Sieben Tage kostenlos testen oder Demo über diesen Ratgeber anfragen.
Häufige Fragen zu Beste digitale Personalakte Software 2026
Was ist digitale Personalakte Software?
Digitale Personalakte Software (elektronische Personalakte) legt pro Mitarbeitendem eine Akte an, speichert HR-Dokumente zentral und steuert Zugriffsrechte. Sie ersetzt Papierordner und E-Mail-Ablage, oft als Modul in HR-Software oder zusammen mit Schichtplan und Zeiterfassung.
Ist die digitale Personalakte ab 2026 oder 2027 Pflicht?
Nein: Es gibt keine Pflicht zu einem bestimmten Softwareprodukt. Ab 2027 gelten verschärfte Vorgaben für digitale Betriebsratsunterlagen (BVV). HR-Personalakten müssen trotzdem DSGVO-konform sein; Arbeitszeit- und Entgeltnachweise haben eigene Aufbewahrungspflichten. Details im Lexikon Digitale Personalakte.
Welche digitale Personalakte Software ist die beste?
Es gibt keinen Universal-Sieger. Volle HR-Suites (Personio, Kenjo, HRworks) passen zu HR-Teams mit Recruiting. Ordio passt zu Schichtbetrieben mit Personalakte, Dienstplan und Zeiterfassung. Vergleiche in unserer Tabelle DSGVO, DATEV und Preismodell.
Was kostet digitale Personalakte Software?
Oft pro Mitarbeitendem (Personio, Factorial) oder modulweise (Haufe, Sage). Ordio startet ab 89 € pro Standort und Monat im Jahresabo (Oktober 2026). Kalkuliere Migration, Scan und Schulung mit.
Ist digitale Personalakte Software DSGVO-konform?
Sie kann DSGVO-konform sein, wenn Rechtsgrundlage, AV-Vertrag, Speicherort (idealerweise EU), Rollenrechte und Löschfristen dokumentiert sind. Prüfe ESS-Zugriffe und Protokollierung sensibler Dokumente.
Braucht die digitale Personalakte GoBD?
Ja, für steuer- und prüfrelevante Belege in der Akte gelten GoBD-Anforderungen an Unveränderbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Verträge und Stammdaten brauchen klare Archivierung; siehe Revisionssicherheit.
Was ist der Unterschied zwischen HR-Software und Personalakte Software?
HR-Software umfasst oft Recruiting, Performance und Abwesenheit plus Personalakte. Personalakte Software fokussiert Dokumente und Stammdaten; manche Anbieter (Ordio) koppeln die Akte an Schicht und Zeit statt an ein Recruiting-ATS.
Welche Software-Anbieter gibt es für die digitale Personalakte?
In unserem Vergleich: Ordio, Personio, Haufe HR, Sage HR, HRworks, Factorial, rexx systems und Kenjo. DMS-Anbieter wie DocuWare oder ELO adressieren Archiv, nicht immer HR-Prozesse und ESS.
Hat Ordio eine digitale Personalakte?
Ja. Ordio bietet eine digitale Personalakte für operative HR-Dokumente zusammen mit Schichtplan und Zeiterfassung. Kein Ersatz für ein vollständiges Recruiting-ATS wie Personio.
Was gehört in die digitale Personalakte?
Typisch: Arbeitsvertrag, Zeugnisse, Abmahnungen, Qualifikationen, Abwesenheitsnachweise und lohnrelevante Belege. Keine sensiblen Gesundheitsdaten ohne Rechtsgrundlage. Liste: Personalakte Inhalt.
Gibt es kostenlose Software für die digitale Personalakte?
Gratis-Tools decken selten revisionssichere HR-Akten und AV-Verträge ab. Für den Produktivbetrieb solltest du ein kostenpflichtiges Modul einplanen; Free-Tier reicht selten für Löschkonzept, Rollenrechte und Lohnbelege.










