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Fehlzeiten: Definition, Arten & Kennzahlen

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Fehlzeiten: Definition, Arten & Kennzahlen | Ordio

Häufige Fragen zu Fehlzeiten

Was ist der Unterschied zwischen Fehlzeiten und Krankenstand?

Fehlzeiten sind der Oberbegriff für alle Abwesenheitszeiten – Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub, Fortbildung. Der Krankenstand erfasst nur krankheitsbedingte Fehlzeiten, meist in Prozent der Soll-Arbeitszeit. Die Fehlzeitenquote umfasst alles; der Krankenstand ist eine Teilmenge davon und die bekannteste Kennzahl.

Welche Fehlzeitenquote ist normal?

Eine typische Fehlzeitenquote liegt in Deutschland zwischen 3 und 5 % der Soll-Arbeitstage. Der Krankenstand schwankt je nach Branche und Saison. Wichtiger als der absolute Wert ist die Entwicklung: Steigt die Quote in einem Team, lohnt sich ein zeitnahes Gespräch. Mit digitaler Erfassung erkennst du Auffälligkeiten früh.

Welche Krankheitsquote ist normal?

Eine typische Krankheitsquote liegt bei etwa 3–5 % der Soll-Arbeitszeit. Branchen wie Versorgung oder Verkehr haben oft höhere Werte; Hochschulen und Führungskräfte niedrigere. Regelmäßige Auswertungen helfen, Auffälligkeiten zu erkennen. Der Bradford-Faktor gewichtet viele kurze Ausfälle stärker als wenige längere.

Welche Beschäftigten haben die höchsten Fehlzeiten?

Branchen mit den höchsten Fehlzeiten sind Versorgung/Entsorgung, Industrie und Verkehr; die geringsten weisen Hochschulen, Ärzte und Führungskräfte auf. Körperlich belastende Tätigkeiten und Schichtarbeit erhöhen oft die Fehltage. Regelmäßige Auswertungen nach Abteilung oder Standort helfen, Muster zu erkennen.

Wie viele Fehlzeiten sind normal?

Etwa 10–15 Fehltage pro Jahr und Mitarbeiter gelten in Deutschland als üblich – abhängig von Branche und Altersstruktur. Nach Einführung der eAU 2022 stiegen die erfassten Werte auf rund 14,8 Tage. Entscheidend ist das Muster: Viele kurze Ausfälle belasten oft stärker als wenige längere.

Wie viele Tage pro Jahr darf man krank sein?

Es gibt keine gesetzliche Obergrenze. Der Arbeitgeber zahlt Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen pro Krankheitsfall (§ 3 EFZG); danach springt die Krankenkasse ein. Häufige Kurzerkrankungen können unter bestimmten Voraussetzungen ein Kündigungsgrund sein – wenn eine negative Gesundheitsprognose vorliegt.

Sind Fehlzeiten ein Kündigungsgrund?

Nicht automatisch. Häufige (Kurz-)Erkrankungen können unter bestimmten Voraussetzungen ein Kündigungsgrund sein – wenn eine negative Gesundheitsprognose und erhebliche betriebliche Beeinträchtigung vorliegen (BAG-Rechtsprechung). Eine Abmahnung allein reicht in der Regel nicht. Wichtig: Ursachen klären, BEM anbieten und dokumentieren.

Wie berechne ich die Fehlzeitenquote?

Fehlzeitenquote = (Fehltage ÷ Soll-Arbeitstage) × 100. Beispiel: 50 Fehltage bei 10 Mitarbeitern mit je 220 Soll-Tagen = (50 ÷ 2.200) × 100 ≈ 2,3 %. Mit dem Arbeitstage-Rechner berechnest du Soll-Arbeitstage. Du brauchst zuverlässige Daten: Fehltage pro Mitarbeiter, Soll-Arbeitstage und die Anzahl der Fehlzeiten-Episoden für den Bradford-Faktor.

Was zählt zu Fehlzeiten?

Alle Abwesenheitszeiten: Krankheit, Urlaub, Sonderurlaub, Mutterschutz, Elternzeit, Fortbildung, Betriebsausflug und mehr. Gesetzlich/tarifvertraglich und betrieblich bedingte Fehlzeiten sind planbar; persönlich bedingte (Arbeitsunfähigkeit, Absentismus) oft unvorhersehbar. Verdeckte Fehlzeiten (Verspätung, überzogene Pausen) werden oft nicht erfasst.

Wie wirken sich Fehlzeiten auf die Rente aus?

Fehlzeiten ohne Entgelt (z.B. unbezahlter Urlaub, Lücken zwischen Jobs) mindern die Rentenbeiträge und damit die spätere Rente. Krankheitsbedingte Fehlzeiten mit Lohnfortzahlung oder Krankengeld werden dagegen rentenrechtlich berücksichtigt – die Beiträge laufen weiter. Wichtig: Bei längerer Arbeitsunfähigkeit die Krankenkasse einbinden.