New Work steht für eine neue Art zu arbeiten: flexibel, selbstbestimmt und sinnstiftend. In diesem Lexikon-Eintrag erfährst du, was New Work genau bedeutet, woher der Begriff stammt und wie er sich von Arbeit 4.0 unterscheidet. Du lernst die Prinzipien kennen, Vorteile und Nachteile, flexible Arbeitszeitformen sowie die Rolle von HR. Mit Ordio unterstützt du flexible Arbeitszeitmodelle – von Gleitzeit über Homeoffice bis zu Schichtmodellen – transparent und gesetzeskonform.
New Work ist mehr als Homeoffice: Es umfasst Kultur, Führung und Arbeitsorganisation. Für HR und Unternehmen ist das Thema zentral – der War for Talent und die Bindung von Fachkräften hängen stark davon ab. Wer New Work ernst nimmt, positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber.
Was ist New Work? Definition und Bedeutung
New Work bezeichnet eine Arbeitsweise, die Selbstständigkeit, Freiheit und Sinn in den Mittelpunkt stellt. Der Begriff beschreibt flexible, selbstbestimmte Arbeitsformen – von Homeoffice über Vertrauensarbeitszeit bis zu agilen Teams – und die dahinterstehende Philosophie. New Work grenzt sich von klassischer Arbeit ab: weniger starre Hierarchien, mehr Mitgestaltung, mehr Wahlfreiheit bei Ort und Zeit.
Was New Work in sieben Punkten ausmacht:
- Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung
- Freiheit bei Arbeitszeit und -ort
- Teilhabe und Mitgestaltung
- Sinn und Erfüllung in der Arbeit
- Kontinuierliche Entwicklung
- Zusammenarbeit auf Augenhöhe
- Technologie als Enabler
Diese Punkte fassen das New-Work-Konzept prägnant zusammen und beantworten die Frage „Was new work bedeutet in 7 punkten erklärt?“
Für Unternehmen bedeutet New Work: Rahmenbedingungen schaffen, die flexible Arbeitszeitformen ermöglichen – und gleichzeitig Transparenz und Compliance sicherstellen. Die Zeiterfassungspflicht seit 2024 verlangt von Arbeitgebern, Arbeitszeiten zu erfassen – auch bei flexiblen Modellen. Ordio hilft dabei, gesetzeskonform zu erfassen und gleichzeitig New-Work-Modelle wie Gleitzeit oder Homeoffice umzusetzen.
Was fällt alles unter New Work? Neben den genannten Arbeitsformen zählen dazu: agile Arbeitsmethoden, flache Hierarchien, digitale Kollaborationstools, Coworking-Spaces, Ergebnisorientierung statt Anwesenheitskultur sowie eine Führung, die Vertrauen und Eigenverantwortung fördert. New Work ist damit ein Oberbegriff für die moderne Gestaltung von Arbeit – nicht nur ein einzelnes Modell.
New Work und Frithjof Bergmann: Die Philosophie
Der Begriff New Work geht auf den Philosophen Frithjof Bergmann zurück. In den 1980er Jahren prägte er die Idee einer „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“ – also Arbeit, die zu den eigenen Werten und Stärken passt. Bergmann kritisierte die klassische Lohnarbeit als oft entfremdend und plädierte für mehr Selbstbestimmung.
Seine Philosophie: Menschen sollen Arbeit wählen können, die sie erfüllt, statt nur zu funktionieren. Das schließt flexible Arbeitszeiten, Mitbestimmung und die Nutzung von Technologie ein. Heute wird New Work oft breiter verstanden – als Sammelbegriff für flexible, digitale und menschenzentrierte Arbeitswelten. Die Kernidee Bergmanns – Selbstverwirklichung durch sinnstiftende Arbeit – bleibt zentral.
Warum ist Bergmann heute noch relevant? Weil die Debatte um Sinn, Flexibilität und Mitbestimmung in der Arbeit aktueller denn je ist. Der Fachkräftemangel und die Erwartungen jüngerer Generationen (Generation Z, Generation Alpha) treiben Unternehmen dazu, New-Work-Prinzipien ernst zu nehmen. Wer starre Strukturen beibehält, verliert im War for Talent.
New Work vs Arbeit 4.0: Unterschiede
New Work und Arbeit 4.0 werden oft verwechselt, sind aber nicht dasselbe. Der Unterschied im Überblick:
- New Work fokussiert auf Philosophie, Kultur und Menschen: Selbstbestimmung, flexible Arbeitsformen, Sinn, Führung auf Augenhöhe.
- Arbeit 4.0 fokussiert auf Technologie und Industrie: Digitalisierung, Automatisierung, Vernetzung, Industrie 4.0.
New Work ist eher menschenzentriert, Arbeit 4.0 eher technikzentriert. Beide überschneiden sich: Digitale Tools ermöglichen Homeoffice und flexible Arbeitszeiten – hier greifen New Work und Arbeit 4.0 ineinander. Für HR bedeutet das: Technologie (Zeiterfassung, Dienstplanung, digitale Zusammenarbeit) so einsetzen, dass sie New-Work-Kultur unterstützt – nicht behindert. Ein Beispiel: Eine Zeiterfassung, die nur Stempeln am festen Arbeitsplatz erlaubt, behindert Homeoffice; eine mobile Zeiterfassung ermöglicht New Work.
Sind New Work und Arbeit 4.0 das Gleiche? Nein. Arbeit 4.0 beschreibt primär die technologische Seite – Industrie 4.0, Automatisierung, Vernetzung. New Work beschreibt die menschenzentrierte Seite – Kultur, Führung, Arbeitsgestaltung. Ein Unternehmen kann Arbeit 4.0 umsetzen (digital, automatisiert) und trotzdem wenig New Work leben (starre Hierarchien, Kontrolle). Ideal ist die Kombination: Technologie, die Menschen befähigt.
Die Prinzipien von New Work
Die 5 Prinzipien von New Work bilden die Kernprinzipien des Konzepts:
- Selbstständigkeit: Eigenverantwortung statt Mikromanagement; Mitarbeiter entscheiden mit.
- Freiheit: Wahlfreiheit bei Arbeitszeit, -ort und -weise – soweit betrieblich möglich.
- Teilhabe: Mitgestaltung von Prozessen, Kultur und Entscheidungen.
- Sinn: Arbeit soll erfüllend sein, nicht nur Broterwerb.
- Entwicklung: Kontinuierliches Lernen und Wachstum – persönlich und fachlich.
Diese Prinzipien sind keine starre Checkliste, sondern Orientierung. Je nach Branche und Betrieb lassen sie sich unterschiedlich umsetzen: In der Gastronomie etwa flexible Schichtmodelle, in Büros Homeoffice und Gleitzeit, in der Industrie vielleicht Gleitzeit mit Kernarbeitszeit. Entscheidend ist, dass Führung und HR die Prinzipien ernst nehmen und Rahmenbedingungen schaffen – statt sie nur zu propagieren.
Vorteile und Nachteile von New Work
New Work bringt Chancen und Herausforderungen. Die Vorteile überwiegen oft – vor allem für Arbeitgeber, die Fachkräfte binden wollen. Gleichzeitig erfordert New Work klare Regeln, sonst kippen die Nachteile. Eine Übersicht:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Höhere Mitarbeiterzufriedenheit | Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben können verschwimmen |
| Bessere Work-Life-Balance durch flexible Zeiten | Risiko von Überlastung und ständiger Erreichbarkeit |
| Attraktivität im Recruiting (War for Talent) | Koordination und Abstimmung werden komplexer |
| Weniger Pendelzeit bei Homeoffice | Isolation bei reinem Remote Work |
| Mehr Eigenverantwortung und Motivation | Führung muss sich anpassen (Vertrauen statt Kontrolle) |
| Nutzung globaler Talente (Remote) | Rechtliche und steuerliche Komplexität bei internationalem Remote |
Für HR bedeutet das: New Work einführen, aber mit klaren Regeln – Arbeitszeiten erfassen, Pausen einhalten, Erreichbarkeit begrenzen. So nutzt du die Vorteile und reduzierst die Nachteile. Die Balance ist entscheidend. Ein Work-Life-Balance-Konzept ergänzt New Work sinnvoll: Beide zielen auf flexible, menschenzentrierte Arbeitsgestaltung ab.
Flexible Arbeitszeitformen im New Work
Typische flexible Arbeitszeitformen
Was fällt alles unter New Work? Dazu zählen unter anderem:
- Homeoffice und Remote Work: Ortsunabhängiges Arbeiten – vollständig oder hybrid.
- Gleitzeit: Kernzeit mit flexiblen Randzeiten; Mitarbeiter wählen Start und Ende.
- Vertrauensarbeitszeit: Keine Zeiterfassung der Anwesenheit – Ergebnis zählt. Rechtlich: Zeiterfassungspflicht seit 2024 beachten.
- Teilzeit und Jobsharing: Reduzierte Stunden, geteilte Stellen.
- 4-Tage-Woche: Volle Leistung bei weniger Arbeitstagen – für viele Mitarbeiter attraktiv, erfordert aber sorgfältige Planung.
- Sabbatical: Auszeit zur Weiterbildung oder Erholung – oft nach mehreren Jahren im Betrieb, stärkt Bindung und vermeidet Burnout.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Rechtlich zu beachten: Die Zeiterfassungspflicht seit 2024 gilt auch bei flexiblen Modellen. Vertrauensarbeitszeit bedeutet nicht „keine Zeiterfassung“ – Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten dokumentieren. Das Arbeitszeiterfassungsgesetz und das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzen den Rahmen: Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten, Pausen. Wer diese Regeln einhält und darüber hinaus flexible Modelle anbietet, schafft die rechtliche Basis für New Work.
Für Schichtbetriebe – Gastronomie, Einzelhandel, Pflege – sind planbare Dienstpläne und faire Schichtverteilung zentral. Mit Ordio kannst du Dienstpläne erstellen, die Gleitzeit, Teilzeit und Schichtmodelle abbilden. Transparente Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung bilden die Basis für New Work im Betrieb. Bei der Planung flexibler Arbeitszeitmodelle hilft ein Arbeitstage-Rechner, die verfügbaren Arbeitstage pro Monat zu ermitteln – nützlich für Gleitzeitkonten, Urlaubsplanung und Kapazitätsplanung.
Teamorganisation und New Leadership
New Work verändert die Art, wie Teams arbeiten und geführt werden. New Leadership bedeutet: Führung auf Augenhöhe, Vertrauen statt Kontrolle, Empowerment statt Mikromanagement.
Typische Elemente:
- Agile Methoden: Scrum, Kanban – iterative Arbeit, kurze Zyklen, schnelles Feedback. Gut geeignet für Projektarbeit und sich ändernde Anforderungen.
- Flache Hierarchien: Weniger Ebenen, mehr direkte Kommunikation. Entscheidungen werden näher an der Arbeit getroffen.
- Selbstorganisierte Teams: Teams entscheiden mit über Prozesse und Prioritäten – statt auf Anweisung von oben zu warten.
- Feedbackkultur: Regelmäßige Gespräche, 360-Grad-Feedback. Hilft, Konflikte früh zu erkennen und Entwicklung zu fördern.
Für HR: Rahmenbedingungen schaffen – Tools, Schulungen, Kultur – und Führungskräfte befähigen, New Leadership zu leben. Das schließt ein, Zeiterfassung und Dienstplanung so zu gestalten, dass sie Vertrauen und Flexibilität ermöglichen.
New Leadership erfordert einen Kulturwandel: Von „Kontrolle durch Anwesenheit“ hin zu „Vertrauen durch Ergebnisse“. Das fällt vielen Führungskräften schwer – vor allem, wenn sie selbst in klassischen Hierarchien aufgewachsen sind. Schulungen zu agiler Führung, Delegation und Feedback helfen. Wichtig: Die Führungsebene muss New Leadership vorleben, sonst wirken Ankündigungen unglaubwürdig.
Praxisbeispiele für New Work
Welche Beispiele gibt es für New Work? Welche Praxisbeispiele? Konkrete Umsetzungen in Unternehmen:
- Flexible Arbeitszeiten: Gleitzeit mit Kernzeit 10–15 Uhr; Start und Ende frei wählbar.
- Hybrides Arbeiten: 2–3 Tage Büro, Rest Homeoffice – je nach Rolle und Team.
- Coworking-Spaces: Externe Arbeitsorte für Abwechslung und Vernetzung.
- Digitale Tools: Zeiterfassung, Dienstplanung, Kollaboration – alles digital und mobil.
- Ergebnisorientierung: Keine Anwesenheitspflicht zu festen Zeiten – Ergebnis und Absprachen zählen.
- Offene Bürostrukturen: Weniger Einzelbüros, mehr gemeinsame Bereiche und Rückzugsräume.
Die Beispiele zeigen: New Work ist kein Einheitsmodell, sondern ein Spektrum – je nach Branche und Betrieb. Ein Tech-Startup lebt vielleicht voll remote; eine Produktion braucht Anwesenheit, kann aber Gleitzeit und Wunschschichten anbieten. Entscheidend ist, was zum Betrieb passt – und dass Mitarbeiter mitgestalten können.
In Schichtbetrieben: Faire Dienstpläne, die Wünsche berücksichtigen, und transparente Zeiterfassung sind bereits New-Work-Elemente. Ordio unterstützt dich dabei – mit Schichtplanung und Zeiterfassung, die flexibel und gesetzeskonform sind. Auch Remote Work ist ein typisches New-Work-Element: Ortsunabhängiges Arbeiten, das Vertrauen und Ergebnisorientierung voraussetzt.
Die Rolle von HR bei New Work
HR gestaltet New Work maßgeblich mit. Ohne HR-Unterstützung bleiben New-Work-Initiativen oft Stückwerk: Einzelne Abteilungen probieren Homeoffice, während andere an starren Modellen festhalten. HR koordiniert, schafft Rahmenbedingungen und sorgt für Fairness.
Zentrale Aufgaben
- Rahmenbedingungen: Arbeitszeitmodelle, Homeoffice-Regelungen, Vertrauensarbeitszeit – rechtssicher und praktikabel.
- Tools und Prozesse: Zeiterfassung, Dienstplanung, Abwesenheitsverwaltung – digital und benutzerfreundlich.
- Kultur und Führung: Schulungen für Führungskräfte, Feedbackformate, New-Leadership-Prinzipien.
- Compliance: Zeiterfassungspflicht, Arbeitszeitgesetz, Pausen – auch bei flexiblen Modellen einhalten.
Mit Ordio unterstützt du New Work technisch: Zeiterfassung für alle Modelle – Gleitzeit, Schicht, Homeoffice –, Dienstplanung mit Wunschberücksichtigung, Abwesenheitsverwaltung und digitale Lohnabrechnung. So schaffst du die Basis für flexible Arbeitswelten, ohne Compliance zu vernachlässigen.
Praktische Schritte für HR
- Bestehende Arbeitszeitmodelle erfassen und Lücken identifizieren.
- Homeoffice- und Gleitzeit-Regelungen rechtssicher formulieren.
- Tools einführen, die flexible Modelle abbilden – Zeiterfassung, Dienstplanung, Abwesenheiten.
- Führungskräfte schulen und New-Leadership-Prinzipien vermitteln.
- Regelmäßig prüfen: Wo funktioniert New Work, wo gibt es Reibung?
Ein schrittweiser Einstieg ist oft sinnvoller als ein Big-Bang-Umstieg.
New Work gelingt nur mit passender Unternehmenskultur. Wenn die Kultur Kontrolle und Anwesenheit belohnt, wirken flexible Modelle halbherzig. Kultur lässt sich nicht per Dekret ändern – aber durch konsequentes Vorleben, Anreize und klare Kommunikation. In Branchen mit starkem Schichtbetrieb – etwa Kultur und Freizeit – sind faire Dienstpläne und Wunschberücksichtigung bereits ein wichtiger Schritt Richtung New Work.
Fazit
New Work steht für flexible, selbstbestimmte und sinnstiftende Arbeit. Definition: Arbeitsweise mit Fokus auf Freiheit, Teilhabe und Entwicklung. Die Philosophie geht auf Frithjof Bergmann zurück; heute umfasst New Work flexible Arbeitszeitformen, New Leadership und digitale Tools. Der Unterschied zu Arbeit 4.0: New Work ist menschenzentriert, Arbeit 4.0 technikzentriert – beide ergänzen sich. Die 5 Prinzipien (Selbstständigkeit, Freiheit, Teilhabe, Sinn, Entwicklung) geben Orientierung; die konkrete Umsetzung hängt von Branche und Betrieb ab.
Für HR bedeutet New Work: Rahmenbedingungen schaffen, die Flexibilität ermöglichen, und gleichzeitig Transparenz und Compliance sicherstellen. Ordio unterstützt dich dabei – mit Zeiterfassung, Dienstplanung und Abwesenheitsverwaltung, die New-Work-Modelle abbilden und gesetzeskonform sind.