Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – Pflichten & Rechte

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Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird von einem Arzt für einen erkrankten Arbeitnehmer ausgestellt. Das bedeutet, dass ein kranker Arbeitnehmer im Krankheitsfalle einen Arzt aufsucht und dieser die Krankheit mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestätigt. In den meisten Fällen ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, spätestens am dritten Tage seiner Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber zu übermitteln. Durch das Übermitteln der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sichert sich der Arbeitnehmer seine Entgeltfortzahlung. Die Festlegung einer kürzeren Frist bei eventueller Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen, kann vom Arbeitgeber und auch vom Arbeitnehmer bei Abschluss der Arbeitsvereinbarung festgelegt werden.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat den Charakter eines Dokumentes, dies bedeutet, dass sie Beweiskraft hat. Eine Vorlagepflicht einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt nicht nur zum Schutz für den Arbeitnehmer, um seinen Arbeitsplatz zu behalten. Ebenfalls ist somit eine Entgeltfortzahlung während der Krankheitszeit gewährleistet.

Im folgenden Text fassen wir alle Pflichten & Rechte zusammen:

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollte immer unverzüglich vorgelegt werden

Erkrankt der Arbeitnehmer, sollte er schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen und die Krankheit mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestätigen lassen. Ist der Arbeitnehmer nun erkrankt und kann an diesem ersten Krankheitstag den Arzt nicht aufsuchen, sollte er das bis zum spätestens dritten Tag der Krankheit nachholen. Ein Arzt ist gesetzlich dazu berechtigt, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zu 2 Tagen aus triftigen Gründen rückzudatieren. Eine Krankmeldung mittels Telefons beim Arbeitgeber sollte unabhängig davon immer sofort erfolgen.

Arbeitsunfähigkeit ist immer sofort dem Arbeitgeber zu melden

Wenn der Arbeitgeber telefonisch informiert wurde, fehlt nur noch die schriftliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Diese wird wie schon erwähnt von einem Arzt ausgefüllt und dadurch die Krankheit bestätigt.

Es gibt zwei verschiedene Arten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Die Erstbescheinigung und die Folgebescheinigung.

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als auf der Erstbescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, bei wiederholtem Besuch des Arztes eine Folgebescheinigung mit der voraussichtlichen Dauer der Krankheit seinem Arbeitgeber zu übermitteln.

Was sind die Bestandteile der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Das Formular der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat Folgendes zu beinhalten:

  • den Namen des Dokumentes: „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“
  • ein Feld mit dem Schriftzug: „Ausfertigung zur Vorlage beim Arbeitgeber“
  • ein Feld „Ausfertigung für die Krankenkasse“
  • das Datum des ersten Krankheitstages
  • das vorläufige Ende der Krankheit
  • Signatur, Datum und Stempel des Arztes

Die Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers ist ebenfalls der Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden. Dies erfolgt innerhalb einer Woche durch den behandelnden Arzt.

Außerdem erhält die erkrankte Person:

  • eine Durchschrift „Ausfertigung für Versicherte“
  • eine Durchschrift „Ausfertigung zum Verbleib beim Arzt“

Muss der Arbeitgeber die telefonische Krankmeldung oder digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung akzeptieren?

Eine telefonische Krankmeldung sollte schon am ersten Krankheitstag und in diesem Falle zu Beginn der normalen Arbeitszeit dem Arbeitgeber gemeldet werden. Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mittels E-Mail oder direktem Upload im Abwesenheitsantrag über Ordio zu senden, um die Ansteckungsgefahr für andere zu verringern.

Mittlerweile hat sich die Bürokratie der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung drastisch verändert. Die Krankmeldung an die Krankenkasse erfolgt digitalisiert und ist dadurch sehr förderlich für die Fortzahlung des Lohnes. An der Ausgabe von zwei schriftlichen Exemplaren der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den erkrankten Arbeitnehmer (1 Exemplar für den Arbeitgeber und 1 Exemplar für den erkrankten Arbeitnehmer) hat sich nichts geändert. Für das Jahr 2023 ist geplant, eine digitale Meldung von der Krankenkasse zum Arbeitgeber zu ermöglichen. Dadurch sind die Meldung der Erkrankung und die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber doppelt gesichert.

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