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  "post_slug": "minijob",
  "post_category": "lexikon",
  "primary_keyword": "minijob",
  "generated_at": "2026-02-11",
  "answers": [
    {
      "question": "Was ist ein Minijob?",
      "answer": "<p>Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung) ist eine Beschäftigung, bei der das monatliche Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet – ab 2026 bei 603 Euro. Nach § 8 SGB IV handelt es sich um eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung. Schichtbetriebe setzen häufig auf Minijobber, um flexibel auf wechselnde Arbeitsanforderungen reagieren zu können.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viele Stunden darf ein Minijobber in der Woche arbeiten?",
      "answer": "<p>Ein Minijobber darf maximal 603 Euro im Monat verdienen (2026). Die Stunden hängen vom Stundenlohn ab: Bei 13,90 Euro Mindestlohn sind das etwa 43 Stunden monatlich bzw. rund 10 Stunden pro Woche. Arbeitet er mehr und überschreitet die Grenze, muss er sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Für die genaue Berechnung nutze unseren <a href=\"/tools/minijob-rechner/\">kostenlosen Minijob-Rechner</a>.</p>"
    },
    {
      "question": "Was kostet die Anmeldung eines Minijobs?",
      "answer": "<p>Für den Arbeitgeber entstehen durch die Anmeldung eines Minijobbers in der Regel keine direkten Kosten. Allerdings trägt der Arbeitgeber den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung (15 % des Arbeitsentgelts). Der Minijobber zahlt 3,6 Prozent seines Arbeitsentgelts in die Rentenversicherung. Die Anmeldung erfolgt elektronisch bei der Minijob-Zentrale.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie?",
      "answer": "<p>Ab dem 1. Januar 2026 gilt in der Gastronomie ein Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Dieser Mindestlohn gilt auch für Minijobber in der Gastronomie und stellt die Untergrenze des Stundenlohns dar. Der Arbeitgeber muss mindestens diesen Betrag zahlen – unabhängig davon, ob es sich um einen Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt.</p>"
    },
    {
      "question": "Haben Minijobber Anspruch auf Urlaub?",
      "answer": "<p>Ja, geringfügig Beschäftigte haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der Anspruch richtet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz (mindestens 20 Tage bei 5-Tage-Woche). Bei Teilzeit werden die Urlaubstage anteilig berechnet. Zusätzlich haben Minijobber Anspruch auf Feiertagsentgelt, sofern der Feiertag auf einen Werktag fällt – die Höhe richtet sich nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viele Stunden im Monat sind bei einem 450-Euro-Job?",
      "answer": "<p>Die Bezeichnung 450-Euro-Job ist veraltet – seit 2023 liegt die Grenze höher (2026: 603 Euro). Bei einem Verdienst von 450 Euro und Mindestlohn 13,90 Euro wären das etwa 32 Stunden im Monat. Entscheidend ist: Solange die monatliche Grenze (603 Euro) nicht überschreitet, bleibt es ein Minijob. Nutze unseren <a href=\"/tools/minijob-rechner/\">Minijob-Rechner</a> für die genaue Berechnung.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viele Stunden darf ich bei 20 Stunden Woche arbeiten?",
      "answer": "<p>Bei 20 Stunden pro Woche und Mindestlohn 13,90 Euro verdienst du etwa 1.112 Euro monatlich – das überschreitet die Minijob-Grenze von 603 Euro. Du wärst damit sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Um im Minijob zu bleiben, darfst du bei 13,90 Euro maximal etwa 43 Stunden im Monat arbeiten (rund 10 Stunden pro Woche).</p>"
    },
    {
      "question": "Was kostet ein 450-Euro-Job den Arbeitgeber?",
      "answer": "<p>Bei einem Minijob (Grenze 603 Euro, 2026) trägt der Arbeitgeber den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung (15 % des Bruttolohns). Bei 450 Euro Verdienst sind das 67,50 Euro. Hinzu kommen eventuell Pauschalsteuern. Die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale ist kostenlos. Der Minijobber selbst zahlt 3,6 Prozent in die Rentenversicherung.</p>"
    },
    {
      "question": "Ab wann gilt die Minijob-Grenze?",
      "answer": "<p>Ab dem 1. Januar 2026 liegt die Geringfügigkeitsgrenze bei 603 Euro monatlich. Überschreitet der Verdienst diese Grenze regelmäßig, endet die Minijob-Regelung und der Arbeitnehmer muss sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Die Grenze ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt und wird jährlich angepasst.</p>"
    },
    {
      "question": "Kann ein Minijobber ein Arbeitszeitkonto haben?",
      "answer": "<p>Ja, auch Minijobber können ein <a href=\"/insights/lexikon/arbeitszeitkonto/\">Arbeitszeitkonto</a> haben. Damit können Arbeitszeiten und Überstunden flexibel erfasst werden – ein Minijobber kann in einer Woche weniger arbeiten und in einer anderen mehr. Dabei sind die gesetzlichen Regelungen zu beachten, insbesondere die monatliche Verdienstgrenze von 603 Euro (2026).</p>"
    },
    {
      "question": "Wie melde ich einen Minijob an?",
      "answer": "<p>Die Anmeldung erfolgt elektronisch bei der Minijob-Zentrale (MZ) der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Der Arbeitgeber meldet den Minijobber über das MZ-Portal an. Du benötigst die Daten des Arbeitnehmers und die geplante Vergütung. Die Meldung muss vor Arbeitsaufnahme erfolgen, spätestens aber bis zum ersten Arbeitstag.</p>"
    },
    {
      "question": "Was passiert, wenn ein Minijobber die Grenze überschreitet?",
      "answer": "<p>Überschreitet ein Minijobber die monatliche Grenze (603 Euro, 2026), muss er sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Der Arbeitgeber muss die Beiträge für Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abführen. Ausnahme: Bis zu zweimal jährlich darf in einzelnen Monaten das Doppelte (1.206 Euro) verdient werden – z.B. bei Krankheitsvertretung – wenn der Jahresdurchschnitt eingehalten wird.</p>"
    }
  ]
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