{
  "post_slug": "fehlzeitenmanagement",
  "category": "lexikon",
  "answers": [
    {
      "question": "Was ist Fehlzeitenmanagement?",
      "answer": "<p>Fehlzeitenmanagement ist die systematische Erfassung, Analyse und Reduktion von Mitarbeiterabwesenheiten – vor allem krankheitsbedingt, aber auch Urlaub und Sonderurlaub. Ziel: Muster erkennen, Ursachen klären und präventiv gegenzusteuern. Mit digitaler Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung hast du die Basis dafür.</p>"
    },
    {
      "question": "Was ist der Unterschied zwischen Fehlzeitenmanagement und Abwesenheitsmanagement?",
      "answer": "<p>Fehlzeitenmanagement fokussiert auf Erfassung, Analyse und Reduktion von Fehlzeiten – Prävention und Kostensenkung. Abwesenheitsmanagement betont Gesundheitsförderung und Reintegration: BEM, Wiedereingliederung, Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Beide ergänzen sich: Das eine reduziert Ausfälle, das andere unterstützt erkrankte Mitarbeitende bei der Rückkehr.</p>"
    },
    {
      "question": "Was ist der Bradford-Faktor beim Fehlzeitenmanagement?",
      "answer": "<p>Der Bradford-Faktor ist eine Kennzahl: B² × D (B = Anzahl Fehlzeiten-Episoden, D = Fehltage gesamt). Viele kurze Ausfälle wirken sich stärker aus als wenige längere – 10 einzelne Fehltage belasten das Team oft mehr als eine zweiwöchige Krankheit. Mit digitaler Zeiterfassung kannst du den Faktor berechnen und frühzeitig handeln.</p>"
    },
    {
      "question": "Welche Maßnahmen gibt es im Fehlzeitenmanagement?",
      "answer": "<p>Präventiv: BGM, gute Unternehmenskultur, digitale Erfassung (Zeiterfassung, Abwesenheiten). Reaktiv: Fehlzeitengespräche, Rückkehrgespräche, BEM-Angebot nach 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit. Maßnahmen sollten am Ursprung ansetzen – nicht nur Symptome bekämpfen. Mit Ordio behältst du Urlaub und Krankmeldungen zentral im Blick.</p>"
    },
    {
      "question": "Was ist BEM im Fehlzeitenmanagement?",
      "answer": "<p>BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) ist nach § 167 Abs. 2 SGB IX verpflichtend: Arbeitgeber mit mehr als 10 Beschäftigten müssen Mitarbeitenden, die länger als 6 Wochen arbeitsunfähig waren, ein BEM-Angebot unterbreiten. Ziel: Arbeitsplatz erhalten, Wiedereingliederung ermöglichen. BEM ergänzt Fehlzeitenmanagement um die gesetzliche Fürsorge-Perspektive.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie funktioniert Fehlzeitenmanagement mit Software?",
      "answer": "<p>Software verbindet Zeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung und Reporting. Du erfasst Urlaub, Krankmeldungen und Sonderurlaub zentral, wertest Kennzahlen (Fehlzeitenquote, Bradford-Faktor) aus und erkennst Muster. Wichtig: Daten nicht nur erfassen, sondern regelmäßig auswerten. Mit Ordio hast du die Übersicht – ohne manuelle Excel-Listen.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viel Krankenstand pro Jahr ist normal?",
      "answer": "<p>Ein typischer Krankenstand liegt in Deutschland bei etwa 3–5 % der Soll-Arbeitstage pro Jahr. Laut BKK lag er 2023 bei rund 5,5 %. Branche und Altersstruktur beeinflussen den Wert. Wichtiger als der absolute Wert ist die Entwicklung: Steigt er in einem Team, lohnt sich ein zeitnahes Gespräch.</p>"
    },
    {
      "question": "Ist betriebliches Gesundheitsmanagement Pflicht?",
      "answer": "<p>Nein. BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) ist freiwillig – anders als BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement), das nach § 167 SGB IX bei Arbeitsunfähigkeit von mehr als 6 Wochen verpflichtend ist. BGM umfasst Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und kann Fehlzeiten präventiv reduzieren.</p>"
    },
    {
      "question": "Ist Fehlzeitenmanagement gesetzlich vorgeschrieben?",
      "answer": "<p>Fehlzeitenmanagement als Prozess ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aber: BEM muss nach § 167 SGB IX angeboten werden, wenn jemand länger als 6 Wochen arbeitsunfähig war. Zeiterfassung ist seit dem ArbZG-Urteil 2022 verpflichtend – damit hast du die Basis für Fehlzeitenanalyse.</p>"
    },
    {
      "question": "Welche Vorteile hat Fehlzeitenmanagement?",
      "answer": "<p>Systematische Erfassung und Analyse ermöglichen Muster zu erkennen, Ursachen zu klären und gezielt gegenzusteuern. Du reduzierst Kosten (Lohnfortzahlung, Recruiting), verbesserst die Planung und kannst frühzeitig Gespräche führen. Mit digitalen Tools wie Ordio behältst du den Überblick – transparent und gesetzeskonform.</p>"
    }
  ]
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