{
  "post_slug": "fehlzeiten",
  "category": "lexikon",
  "answers": [
    {
      "question": "Welche Fehlzeitenquote ist normal?",
      "answer": "<p>Eine typische Fehlzeitenquote liegt in Deutschland zwischen 3 und 5 % der Soll-Arbeitstage. Der Krankenstand schwankt je nach Branche und Saison. Wichtiger als der absolute Wert ist die Entwicklung: Steigt die Quote in einem Team, lohnt sich ein zeitnahes Gespräch. Mit digitaler Erfassung erkennst du Auffälligkeiten früh.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viele Fehlzeiten sind normal?",
      "answer": "<p>Etwa 10–15 Fehltage pro Jahr und Mitarbeiter gelten in Deutschland als üblich – abhängig von Branche und Altersstruktur. Nach Einführung der eAU 2022 stiegen die erfassten Werte auf rund 14,8 Tage. Entscheidend ist das Muster: Viele kurze Ausfälle belasten oft stärker als wenige längere.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie viele Tage pro Jahr darf man krank sein?",
      "answer": "<p>Es gibt keine gesetzliche Obergrenze. Der Arbeitgeber zahlt <a href=\"/insights/lexikon/lohnfortzahlung/\">Lohnfortzahlung</a> bis zu sechs Wochen pro Krankheitsfall (§ 3 EFZG); danach springt die Krankenkasse ein. Häufige Kurzerkrankungen können unter bestimmten Voraussetzungen ein Kündigungsgrund sein – wenn eine negative Gesundheitsprognose vorliegt.</p>"
    },
    {
      "question": "Welche Krankheitsquote ist normal?",
      "answer": "<p>Eine typische Krankheitsquote liegt bei etwa 3–5 % der Soll-Arbeitszeit. Branchen wie Versorgung oder Verkehr haben oft höhere Werte; Hochschulen und Führungskräfte niedrigere. Regelmäßige Auswertungen helfen, Auffälligkeiten zu erkennen. Der <a href=\"/insights/lexikon/bradford-faktor/\">Bradford-Faktor</a> gewichtet viele kurze Ausfälle stärker als wenige längere.</p>"
    },
    {
      "question": "Sind Fehlzeiten ein Kündigungsgrund?",
      "answer": "<p>Nicht automatisch. Häufige (Kurz-)Erkrankungen können unter bestimmten Voraussetzungen ein Kündigungsgrund sein – wenn eine negative Gesundheitsprognose und erhebliche betriebliche Beeinträchtigung vorliegen (BAG-Rechtsprechung). Eine Abmahnung allein reicht in der Regel nicht. Wichtig: Ursachen klären, BEM anbieten und dokumentieren.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie berechne ich die Fehlzeitenquote?",
      "answer": "<p>Fehlzeitenquote = Fehltage ÷ Soll-Arbeitstage. Beispiel: 50 Fehltage bei 10 Mitarbeitern mit je 220 Soll-Tagen = 50 ÷ 2.200 ≈ 2,3 %. Mit dem <a href=\"/tools/arbeitstage-rechner\">Arbeitstage-Rechner</a> berechnest du Soll-Arbeitstage. Du brauchst zuverlässige Daten: Fehltage pro Mitarbeiter, Soll-Arbeitstage und die Anzahl der Fehlzeiten-Episoden für den Bradford-Faktor.</p>"
    },
    {
      "question": "Was zählt zu Fehlzeiten?",
      "answer": "<p>Alle Abwesenheitszeiten: Krankheit, Urlaub, Sonderurlaub, Mutterschutz, Elternzeit, Fortbildung, Betriebsausflug und mehr. Gesetzlich/tarifvertraglich und betrieblich bedingte Fehlzeiten sind planbar; persönlich bedingte (Arbeitsunfähigkeit, Absentismus) oft unvorhersehbar. Verdeckte Fehlzeiten (Verspätung, überzogene Pausen) werden oft nicht erfasst.</p>"
    },
    {
      "question": "Was ist der Unterschied zwischen Fehlzeiten und Krankenstand?",
      "answer": "<p>Fehlzeiten sind der Oberbegriff für alle Abwesenheitszeiten – Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub, Fortbildung. Der Krankenstand erfasst nur krankheitsbedingte Fehlzeiten, meist in Prozent der Soll-Arbeitszeit. Die Fehlzeitenquote umfasst alles; der Krankenstand ist eine Teilmenge davon und die bekannteste Kennzahl.</p>"
    },
    {
      "question": "Wie wirken sich Fehlzeiten auf die Rente aus?",
      "answer": "<p>Fehlzeiten ohne Entgelt (z.B. unbezahlter Urlaub, Lücken zwischen Jobs) mindern die Rentenbeiträge und damit die spätere Rente. Krankheitsbedingte Fehlzeiten mit Lohnfortzahlung oder Krankengeld werden dagegen rentenrechtlich berücksichtigt – die Beiträge laufen weiter. Wichtig: Bei längerer Arbeitsunfähigkeit die Krankenkasse einbinden.</p>"
    },
    {
      "question": "Welche Beschäftigten haben die höchsten Fehlzeiten?",
      "answer": "<p>Branchen mit den höchsten Fehlzeiten sind Versorgung/Entsorgung, Industrie und Verkehr; die geringsten weisen Hochschulen, Ärzte und Führungskräfte auf. Körperlich belastende Tätigkeiten und Schichtarbeit erhöhen oft die Fehltage. Regelmäßige Auswertungen nach Abteilung oder Standort helfen, Muster zu erkennen.</p>"
    }
  ]
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